Aufrufe
vor 10 Monaten

DER KONSTRUKTEUR 1-2/2018

DER KONSTRUKTEUR 1-2/2018

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK BLAU ENTGEHT NICHTS PRODUKTE UND ANWENDUNGEN Mit Blau sieht man besser! Das kann man im Hinblick auf die hier vorgestellten Bluelight Reflexionslichttaster sagen. Sie sind in vielen Anwendungen Lichttastern mit rotem Licht überlegen. Die in Automobilen beliebten dunkelgrauen bis tiefschwarzen Farbtöne sehen zweifellos gut aus, können während der automatisierten Fertigung und Montage allerdings Probleme bereiten. Denn für übliche Rotlichttaster sind die Licht schluckenden Bauteile oft nur schwer zu erkennen. Dasselbe gilt für transparente Objekte. Wenn mit Rotlicht keine ausreichende Prozessstabilität zu erreichen ist, können Reflexionslichttaster mit Blue- Light-Technologie von Sensopart eine interessante Alternative sein. DETEKTIONSSICHERHEIT VERBESSERN Bei kaum einem anderen Produkt sind gedeckte Farben so beliebt wie beim Auto. Über ein Viertel aller im letzten Jahr in Deutschland Autor: Sebastian Schröer, Leiter Produktmanagement Sensorik, SensoPart, Gottenheim verkauften PKW waren anthrazit oder schwarz lackiert. Im Innenraum liegt der Anteil der Grau- und Schwarztöne noch weitaus höher: Sitze und Seitenverkleidungen, das Armaturenbrett, die Bedienelemente am Lenkrad und in der Konsole, sogar der Schlüssel – von einigen silbern glänzenden Akzenten abgesehen sind helle Farben hier die Ausnahme. Diese Designpräferenzen der Kunden bleiben nicht ohne Folgen für die weitgehend automatisierten Produktionsabläufe bei Automobilherstellern und -zulieferern. An vielen Stellen im Fertigungsprozess müssen die dunklen Teile detektiert, transportiert, sortiert, gegriffen und zu Baugruppen zusammengesetzt werden. Damit diese Prozesse nicht ins Stocken geraten, ist eine zuverlässige Detektion durch Sensoren das A und O. In den letzten Jahren kommen in solchen Anwendungen daher zunehmend Reflexionslichttaster mit blauer Sende-LED zum Einsatz, die mit schlecht sicht baren Teilen nachweislich besser zurechtkommen als klassische Rotlichttaster. Zu den Pionieren in diesem Bereich gehört der süddeutsche Sensorhersteller Sensopart, der mittlerweile alle üblichen Tasterbaugrößen, von der Subminiatur- bis zur Kompaktbauform, auch mit der Bluelight-Technologie anbietet. Empfehlenswert sind die Blaulichttaster immer dann, wenn das Tastgut wenig Licht zum Sensor zurückschickt, also insbesondere bei dunklen, aber auch bei transparenten Teilen. In solchen Fällen lässt sich mit Blue-Light-Sensoren eine überdurchschnittliche Prozessstabilität erreichen, sodass in vielen Fällen auf aufwändigere Lösungen wie Reflexionslichtschranken oder Lichtleitersysteme verzichtet werden kann. 32 DER KONSTRUKTEUR 1-2/2018

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK 02 01 01 Schwarz, glänzend, ungünstiger Tastwinkel – manchmal kommen gleich mehrere Probleme zusammen; bei solchen schwierigen Detektionsaufgaben bewähren sich Bluelight-Sensoren 02 Die Bluelight-Sensoren gibt es in den drei Bauformen Sub miniatur, Miniatur und Kompakt KÜRZERE WELLEN, HÖHERE REMISSION Ein wesentlicher Faktor für die Detektionssicherheit eines Reflexionslichttasters ist prinzipbedingt die vom Tastgut remittierte Lichtmenge. Nicht nur dunkle und transparente Objekte sind in dieser Hinsicht kritisch, sondern auch Bauteile mit hochglänzender, abgeschrägter oder konvexer Oberfläche. Solche schwierigen Teile sind im Automobil reichlich vorhanden: zum Beispiel der kugelförmige Schaltknauf oder die transparente Kunststoffabdeckung des Tachometers, aber auch zahlreiche kleine und große Teile des Armaturenbretts und der Innenverkleidung. Neben Farbe und Form der zu detektierenden Bauteile kann die Detektionssicherheit auch durch eine platzbedingte seitliche Montage des Sensors beeinträchtigt werden, da so ein größerer Anteil des auftreffenden Lichts vom Empfänger weggespiegelt wird. Die höhere Intensität und geringere Eindringtiefe des kurzwelligen blauen Lichts in die Oberfläche des Tastguts sowie die ausgefeilte Empfänger-Technologie der Bluelight-Sensoren können in all diesen Fällen für die entscheidende Sicherheitsreserve bei der Remission sorgen. Darüber hinaus basiert die erhöhte Zuverlässigkeit von Sensoparts Bluelight-Sensoren auch auf deren präziser Hintergrundausblendung: Selbst sehr helle oder spiegelnde Hintergründe, z. B. Reflexionen von metallenen Maschinenteilen, stören die Detektion nicht. DREI BAUFORMEN Sensopart brachte seinen ersten Blaulicht-Reflexionslichttaster Anfang 2014 auf den Markt – damals speziell für die Anwesenheitskontrolle von lichtabsorbierenden Solarzellen entwickelt. Der Subminiaturtaster vom Typ F 10 Blue Light mit Tastweiten von bis zu 50 mm hat sich – nicht nur in Solaranwendungen – bewährt, sodass bald auch weitere Baugrößen mit dieser Technologie ausgestattet wurden. Mit dem F 25 Bluelight im Miniaturformat mit 80 mm Tastweite und dem F 55 Bluelight im Kompaktformat mit bis zu 1 200 mm Tastweite sind nun alle drei in der Industrie üblichen Bauformen im Angebot. Alle Blaulichttaster verfügen über eine leistungsfähige Hintergrundausblendung, beim F 55 Bluelight ist diese sogar mittels Potentiometer einstellbar. Bilder: Sensopart www.sensopart.de www.DerKonstrukteur.de „ICH BIN IMMER WIEDER BEGEISTERT, WIE ZUVER- LÄSSIG DIESE SENSOREN IN KRITISCHEN APPLI- KATIONEN ARBEITEN“ Sebastian Schröer, Leiter Produktmanagement Sensorik, Sensopart Unsere Blaulichttaster haben sich in zahlreichen kritischen Anwendungen bewährt. Insbesondere auf dunklen und transparenten Objekten lässt sich mit blauem Licht eine signifikant bessere Prozessstabilität erreichen. So kann in Fällen, in denen ein Standard- Rotlichttaster keine ausreichend zuverlässige Detektion ermöglicht, ein Bluelight-Sensor im Vergleich zu einer Reflexionslichtschranke oder einem Lichtleitersystem eine kostengünstige und effektive Alternative sein. Lösungen für Abdichtungen WillTech Aps Tel. +45 7442 3450 www.willtech.dk

AUSGABE