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DER KONSTRUKTEUR 1-2/2018

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BLICK DUR BLICK DURC

BLICK DUR BLICK DURC BLICK DURCHS SCHLÜSSELLOCH ÜSSELLOCH EBLICK DURCHS SCHLÜSS EBLICK DURCHS SCHLÜSS LLOCH LLOCH SELLOCH SPECIAL Digitalisierte und vernetzte Prozessabläufe sollen auch in der Antriebstechnik Nutzen bringen. Wenn Tribo-Polymere mit hoher Lebensdauer und digitale Kommunikation zusammentreffen, verspricht das enorme Vorteile, gerade im Bereich der vorausschauenden Wartung. Eine intelligente Linearführung ist ein gutes Beispiel für solche Smart Plastics. Unter dem Motto Smart Plastics bietet Igus intelligente Maschinenkomponenten aus Hochleistungskunststoffen an, die sich selbst ständig über die Schulter schauen, um dem Anwender das Leben so leicht wie möglich zu machen. Aber die Selbstüberwachung und permanente Rückmeldung erleichtert nicht nur den Betrieb, sondern perfektioniert auch die Wartung und erhöht die Ausfallsicherheit. Durch die genaue Vorhersagbarkeit und Planbarkeit von Austauschterminen wird der laufende Betrieb nur für das absolute Mindestmaß unterbrochen. Lange Stillstandszeiten gehören der Vergangenheit an. Die neuen intelligenten Linearführungen stellen deshalb eine Lösung im Sinne von Industrie 4.0 dar, die unmittelbar zu Kosteneinsparungen führt. Diese neuen Drylin-Linearlager profitieren dabei von den Fortschritten in der Informations- und Kommunikationstechnik, um die Wartung zu optimieren und Produktionsausfälle zu vermeiden. Dafür wurden die trockenlaufenden Drylin-Lager mit einem speziellen Sensor-Modul, dem Isense DL.W, ausgestattet. Dieses kontrolliert ständig den Abrieb der schmutz- und staubunempfindlichen Gleitlager und ermittelt so genau die Verschleißgrenze, ab der ein Lager zwingend ausgetauscht werden muss. Per Funk werden die Zustandsdaten an den Anwender weitergegeben, der dadurch jederzeit und von überall die Möglichkeit hat, zum richtigen Zeitpunkt einzugreifen. Das heißt, keine bösen Überraschungen, keine unnötigen Kosten. Zusätzlich verhelfen die leichten Komponenten beim Energieverbrauch zu Einsparungen. Einfach nachrüstbar ist das Isense DL.W als leichtes und robustes Kunststoffelement auch für den Retrofit geeignet. Das Frühwarnsystem aus Sensorik und digitaler Kommunikation erweitert den nach Angaben des Anbieters welt- 44 DER KONSTRUKTEUR 1-2/2018

SMARTE KOMPONENTEN 01 „INTELLIGENZ ZUKAUFEN“ Martina Heimerl, Stv. Chefredakteurin www.DerKonstrukteur.de 01 Die intelligente schmierfreie Drylin-Führung senkt Wartungskosten und erhöht die Anlagenverfügbarkeit des Anwenders Auch bei Kunststoffprodukten ist heute Intelligenz gefragt. Und so hat Igus seine Lager, Energieketten sowie Leitungen mit speziellen Sensoren und Kommunikationsmodulen ausgestattet. Die Sensorik wird zugekauft. Sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren, dort wo es sinnvoll ist, Know-how aufbauen, und ansonsten Komponenten zukaufen, Kooperationen eingehen und Netzwerke aufbauen, das ist zukunftsweisend. größten Baukasten für Linearführungen um ein weiteres Modul, welches das Drylin-System zum Smart Drylin aufwertet und zur selbstorganisierten Produktion beiträgt. INTERNE BIS GLOBALE VERNETZUNG Das Isense DL.W ist aber nur ein Igus-Modul aus einer ganzen Serie, die im Zeichen von Industrie 4.0 steht. Denn die Isense-Produktfamilie besteht aus unterschiedlichsten Sensoren sowie Überwachungs- und Übertragungsmodulen, die kontinuierlich den Verschleiß überprüfen, den Ist-Stand melden und bei Bedarf Alarm geben. Als zentrale Kommunikationseinheit dient dabei das Icom- Modul, das die Daten sammelt, aufbereitet und weiterleitet. Der Anwender kann mit dem Endgerät seiner Wahl Überwachung und Steuerung übernehmen. Durch Isense gelingt die nahtlose Integration einer Anlage oder sogar eines einzelnen Bauteils, wie z. B. einer Linearführung, in die unternehmensweite Infrastruktur, die optional über das Internet sogar zur weltweiten Vernetzung ausgebaut werden kann. Damit wird die Maschine vollkommen ortsun- DIE TROCKENLAUFENDEN DRYLIN- LAGER WURDEN MIT EINEM SPEZIEL- LEN SENSOR-MODUL AUSGESTATTET abhängig beobacht- und steuerbar. Der Kunde kann darüber hinaus jede Anwendung direkt mit dem Igus-Datencenter verbinden. So erhält er auch Zugang zur Igus-Datenbank, die mit den millionenfachen Testergebnissen des laut Igus branchengrößten Labors gefüttert ist und deshalb vielfältige Vergleichs- und Abgleichsmöglichkeiten mit dem Realbetrieb erlaubt. Vor allem aber erhält der Kunde Zugang zu den notwendigen Daten für die Lebensdauerberechnung, die durch die Vernetzung individuell und zu jedem Zeitpunkt abrufbar sind. Auch eventuelle Wartungs- und Ersatzteilaufträge können quasi automatisch und ohne Zeitverlust erteilt werden. Die Prognosen zu Verschleiß und Lebensdauer werden im Übrigen umso präziser und zuverlässiger, je größer das Netzwerk an ausgewerteten Anlagen ist, entweder innerhalb einer Produktionsstätte bzw. eines Unternehmens oder – applikationsoder cloudbasiert – zusätzlich mit den abstrahierten Daten anderer Anwendungen und der Igus-Datenbank. SELBSTUNTERSUCHUNG UND SELBSTDIAGNOSE Zweck der ständigen Überwachung durch die Isense-Technologie ist die Prozessoptimierung und letztlich die Reduktion der Kosten. Sicherheit, Lebensdauer und die Vermeidung von Ausfallzeiten sind dazu der Weg. Das Mittel um all dies zu erreichen ist die bestmögliche Wartung der Anlage. Auf dem Gebiet der Predictive Maintenance, der vorausschauenden Wartung, werden die Vorteile des Prinzip von Isense besonders deutlich. Weil die Sensoren permanent den Zustand messen und Auffälligkeiten sofort melden, kann frühzeitig auf Schäden oder Störungen reagiert werden, diese können erkannt bzw. vermieden werden, bevor es zu kostspieligen Stillstandszeiten kommt. Es bleibt nicht bei bloßen Warnungen. Die übermittelten Daten ermöglichen auch die schnelle Ermittlung der Ursachen von voraussichtlichen Defekten. Smart Plastics steht demnach für Selbstuntersuchung und zugleich für Selbstdiagnose. Der Anwender erhält ein zusätzliches Maß an Sicherheit. Signale erfolgen jedoch nicht nur bei Defekten, sondern ebenso regelmäßig über den Abnutzungsstand, etwa eines Gleitlagerelements in einer Drylin-Linearführung. Wenn zuvor Wartungsarbeiten recht willkürlich nach starren Intervallen durchgeführt wurden, können jetzt die individuelle Restlaufzeit des Bauteils und DER KONSTRUKTEUR 1-2/2018 45

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