Aufrufe
vor 1 Jahr

DER KONSTRUKTEUR 10/2015

DER KONSTRUKTEUR 10/2015

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK Vorteile im Praxiseinsatz Auf Änderungen der Produkte oder Abläufe reagiert der Anwender der Roboter-Lösung einfach mit Programmänderungen Frank Götz berichtet aus der Praxis: „Der Anwender einer klassischen Sortieranlage für Metall-Kleinteile musste innerhalb seiner betrieblichen Abläufe dreimal täglich umrüsten. Dafür benötigte er pro Tag drei Stunden. Als Nutzer des RBC-Systems beträgt die Umrüstzeit für dieselbe Sortieraufgabe nur noch eine Viertelstunde. Allein über diese Zeiteinsparung und den daraus resultierenden Produktivitätsgewinn hat sich das neue System nach einem Jahr und einem Monat amortisiert.“ Der betreffende Kunde arbeitet inzwischen mit drei RBC- Systemen. „Einige unserer Kunden“, erzählt Götz weiter, „haben bis zu einhundert Artikel auf einer Anlage und rüsten mehrmals täglich um. Dort liegen die Rüstzeiten jetzt unter fünf Minuten.“ Bisher hat RBC 150 Systeme erfolgreich installiert. Aktuell bilden Werkzeugmaschinen mit gut dreiviertel der realisierten Lösungen das größte Anwendungsfeld. Danach folgen Applikationen bei Automobilzulieferern, in der Armaturenindustrie, der Elektro- und Elektronikfertigung, bei Herstellern von Gebrauchsgütern und Zubehörteilen. Eine exemplarische Lösung innerhalb des zurzeit größten Anwendungsgebiets der Werkzeugmaschinen verkörpert eine Multiflex-Anlage. Zum Start entleert ein Kipper nach und nach die Teile auf ein Förderband. Das anschließende Vereinzeln übernehmen, ähnlich wie bei herkömmlichen Sortieranlagen, entweder ein Vibrationssystem oder mehrere Bänder. Den Unterschied macht das Visionsystem: Innerhalb weniger Millisekunden überträgt es die Lagekoordinaten an die Robotersteuerung. Liegen Teile so dicht aneinander, dass der Roboter sie nicht greifen kann, bleiben sie zu einem Umlauf auf dem Band. Nach dem erneuten Erscheinen im Kamerafeld, dem Erfassen und Identifizieren, greift sie dann der Roboter. Diese Option des Mehrfach- Umlaufs auf dem Band ergibt jedoch gegenüber einem 100 %igen Erkennen im ersten Durchlauf einen Nachteil: Es können weniger Teile auf das Band gefördert werden – damit verlängert sich die Taktzeit. Die Lösung mit dem System Anyfeed eliminiert diesen Produktivitätsverlust: Kann der Roboter ein Teil im ersten Anlauf nicht greifen, „flippt“ es das Band in eine andere Position. Die Kamera erfasst die neue Position und der Roboter greift das Teil. Das Flippen findet ausschließlich im Kamerasichtfeld statt und ist innerhalb des Gesamtprozesses synchronisiert. Weitere Einsparpotentiale eröffnet die Software RobotStudio. Mit ihr kann der Anwender die Beladeprozesse offline auf seinem PC vorbereiten, testen, eventuelle Kollisionen erkennen und vermeiden – und schließlich das erprobte Programm direkt in die Robotersteuerung übertragen. System, Komponenten, Software Nach dem Vereinzeln erfasst ein Kamerasystem die Teile, damit der Roboter sie gezielt greifen und die Fräsmaschine beladen kann RBC hat zehn standardisierte Systeme für das chaotische Teilehandling entwickelt. Strukturiert sind sie entsprechend den Entscheidungskriterien Teilegröße, -gewicht und kürzester erreichbarer Taktzeit. Sie decken das Spektrum von 20 x 20 mm, 5 g STATEMENT Martina Bopp, Redakteurin Flexibilität, Variantenvielfalt, intelligente Fördertechnik, das Generieren zusätzlicher Daten, Software für sichere Mensch- Roboter-Interaktion – dieser sehende Roboter ist ein Schritt auf dem Weg in Richtung Industrie 4.0. und weniger als 1 s Taktzeit bis 1200 x 800 mm und 25 kg ab. Je nach Aufgabenstellung arbeiten sie halb- oder vollautomatisch. Sie können eine autarke Einheit (Zelle) bilden. Meist sind die Sortier- und Zuführsysteme als Bindeglied in den Fertigungs- oder Transportprozess integriert. Am Anfang des Prozesses kommen die Schüttgüter entweder aus einem Transportbehältnis, z. B. einer Gitterbox, oder direkt aus einer Maschine, werden von einem Transportband oder aus einem Container geschüttet oder manuell übergeben. Verkettete Lösungen sind häufig in die industrielle IT-Umgebung eingebunden und liefern produktionsrelevante Daten. Ebenso sind integrierte Qualitätskontrollen möglich. Das Teilegewicht, die geforderte Reichweite und die Taktzeiten bestimmen maßgeblich den Handlingroboter. Üblich sind Standardausführungen mit Handhabungskapazitäten bis 20 kg. Besonders bewährt haben sich für diese Aufgaben die Robotertypen IRB 140; IRB 1600; IRB 2600 und IRB 6650 S. Den IRB 6650 S mit maximal 200 kg Handhabungskapazität und einer Reichweite bis zu 3900 mm wählen die Bad Camberger Handlingexperten für besonders schwere Teile. Die Software SafeMove, eine Option der RobotWare von ABB, überwacht die Bewegungen, Positionszonen, Geschwindigkeiten, den Stillstand und weitere vorgegebene physikalische Größen des Roboters. Mit SafeMove lassen sich Produktionskonzepte umsetzen, bei denen der Bediener und der Roboter miteinander interagieren. Bilder: rbc robotics www.abb.com/Roboter www.rbc-robotics.de

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK Differential-Hubsauger für Bauteile bis zu 700 g Den neuen Differential-Hubsauger DHS3040-HS hat MM Engineering für Anwendungen entwickelt, bei denen in automatisierten Maschinen Bauteile mit bis zu 700 g Gewicht schnell abgehoben werden sollen. Anwendungsbeispiele sind die Folien- und Papiervereinzelung in Bogenanlegern, das Kartonagen-Handling oder die Handhabung flächiger Werkstücke unterschiedlicher Höhen. Der Hubsauger kommt mit nur einer Vakuumleitung für den Hebe- und Ansaugzyklus aus. Für den Doppelhub von 40 mm benötigt der Vakuum-Hubzylinder 0, 15 sec. Das ermöglicht kurze Taktzeiten. Um diese hohe Dynamik auch bei der nach dem Anheben erfolgenden Transportbewegung zu erreichen, haben die Entwickler das Eigengewicht des Vakuumsaugzylinders auf 131 g minimiert. Vereinzelte, gestapelte Teile werden nicht ungewollt zusammengedrückt. Vielseitige Befestigungsmöglichkeiten erleichtern die Montage des Hubsaugers in bestehende Anlagen. Umfangreiches Angebot an Zahnrädern www.mm-engineering.com 6-Achs-Roboter für Montage in beengten Umgebungen Neben gefrästen Präzisionszahnrädern bietet Reliance sowohl gedrehte Präzisionszahnräder ab Modul 0.5, als auch ein konkurrenzfähiges Angebot an Messingzahnrädern und Ritzel an. Das Zahnradangebot reicht von 0.2 Modul bis 1.5 Modul. Der C8XL von Epson ist der erste einer neuen C8-Reihe vertikal orientierter 6-Achs-Industrieroboter für die Automation. Er ist vornehmlich für die Branchen Automotive, Elektronik, Kunststoff und Verpackung konzipiert. Der Roboter mit 62 kg Gesamtgewicht bietet eine Nutzlast bis 8 kg bei einer Armlänge von 1400 mm. Der schlanke Arm kann umliegende Objekte auch bei engen Platzverhältnissen umfahren. Er benötigt keine Montage auf dem Boden und ist auch als Tischroboter nutzbar. Weitere Maschinen der Baureihe mit Reichweiten von 700 und 900 mm sollen Ende des Jahres verfügbar sein.Parallel dazu stellt der Hersteller das Teach Pendant TP3 im Tablet-Format vor. Es verfügt über einen 10,1’’ Farb-Touchscreen mit intuitiver Benutzerführung und ist auf die Anforderungen von 6-Achs-Robotern hin optimiert. Ohne PC kann damit der Roboter konfiguriert und seine Steuerungsparameter geändert werden. www.epson.de www.relianceprecision.de Tel NL +31 (0) 76 5040790 Tel UK +44 (0) 1484 601002 sales@reliance.co.uk Reliance.indd 1 10.09.2015 11:13:42 44mm Motor mit integriertem 12 oder 24V Treiber Lineareinheiten für präzise und dynamische Anwendungen Die Lineareinheiten Sina Drives der A-Drive GmbH eignen sich für präzise und dynamische Anwendungen, z. B. für 3-D-Drucker. Diese kommen heute in vielen Industriebereichen zur Herstellung von Komponenten unterschiedlichster Größe zum Einsatz, u.a. in der Luftfahrtindustrie. Die Sina-Drives-Lineareinheiten vereinen alle für den 3-D-Druck geforderten Eigenschaften, sind gleichzeitig skalierbar und lassen sich zur Herstellung großer Teile aneinanderreihen. Das komplette Angebot an direkt angetriebenen Lineareinheiten bildet ein Baukastensystem. Dieses ermöglicht dem Anwender, die 3-D-Drucker auf das jeweils zu erstellende Objekt abzustimmen. Die Lineareinheit der Baureihe MLL z. B. ist für Anwendungen geeignet, bei denen lange Verfahrwege gefordert sind. Bis zu 4 m beträgt die Länge, wobei sich einzelne Einheiten aneinander reihen lassen und dadurch auch den Druck von Bauteilen größerer Dimensionen erlauben. www.a-drive.de Die PITTMAN Serie EC044A ist als wirtschaftliche Alternative zu bürstenbehafteten DC Motoren konzipiert. Geschwindigkeiten bis 15.000 U/min, Drehmoment von 0,044 bis 0.11Nm, 48V Zwischenkreisspannung, 8 Wicklungen standardmäßig. Optional mit 3 neuen Planetengetrieben (bis zu 24Nm), 2 neuen Encodern (Auflösung von 200 bis 2048 CPR) sowie integrierten bzw. externen Treibern kombinierbar. Medica-COMPAMED Düsseldorf Halle 08b / Stand E10 16-19 November 2015 ...mit PLG42K Getriebe und E30C Encoder SPS / IPC / DRIVES Nürnberg Halle 1 / Stand 438 24-26 November 2015 Phone : +49 9123 / 96 282-10 www.pittman–motors.com

AUSGABE