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DER KONSTRUKTEUR 10/2015

DER KONSTRUKTEUR 10/2015

ANTRIEBSTECHNIK Halle 5

ANTRIEBSTECHNIK Halle 5 | 5020 Voll integrierte Planetengetriebelösung bis 80 kNm n Planetengetriebemotor mit Stirn- und Kegelstirnradvorstufe n acht Baugrößen verfügbar n 2-, 4- und 5-stufige Varianten n bis 500 kW Nennleistung n Übersetzungsband i = 25; 27; 30; 33,5; 38; 45 i = > 98 n 10 000 bis 80 000 Nm Abtriebsdrehmoment n Optionen: Bremsen, Geber, Rücklaufsperre, Taconite-Dichtung, Drehmomentstütze, Gehäusefuß Motoradapter zu IEC/NEMA, vorbereitet für Anbau von Kühlanlagen o. ä. n Einbaulagen horizontal und vertikal n mit Systemmotoren als Getriebemotor sowie samt Umrichter zum sog. „Integrated Drive System“ integrierbar INDIVIDUELLE AUTOMATISIERUNGS- LÖSUNGEN. VON EINFACHEM HANDLING BIS ZU KOMPLEXEN FERTIGUNGSLINIEN. MiniTec GmbH & Co. KG MiniTec Allee 1 66901 Schönenberg-Kbg. Telefon +49 (0)6373 81270 info@minitec.de www.minitec.de Getrieben bereitgestellt. Diese Getriebe gehören zu den wichtigsten Komponenten der Feeder: Ihre Verzahnungen und Lager sind ex tremen Belastungen ausgesetzt, sie bestimmen ganz wesentlich die Verfügbarkeit der Anlage und den anfallenden Wartungsaufwand. Als wichtigste Neuerung setzte die Firma Aumund bei beiden Samson-Feedern Planetengetriebe ein. Sie bieten im Vergleich zu Stirnrad- oder Schneckengetrieben mehrere grundlegende Vorteile: Zum einen können in Planetengetrieben verschleißträchtige Radial- oder Axialkräfte konstruktiv eliminiert werden. Da zudem in Planetengetrieben keine Schrägverzahnung zur Vergrößerung der Zahnflankenfläche nötig ist, müssen die Lager auch keine axialen Schubkräfte auffangen. All dies reduziert die Belastungen dieser Getriebekomponenten und des Schmiermittels, verbessert damit deren Standzeit und verringert den Wartungsbedarf. Zum anderen haben Planetengetriebe sehr geringe Verluste: Die von Aumund eingesetzten mehrstufigen Flender-SIP-Getriebe mit eingangsseitiger Kegelradstufe für eine um 90 Grad gedrehte Motorausrichtung haben einen Wirkungsgrad von besser als 95 %. Im Betrieb spart dies Energie, bei der Auslegung bringt der hohe Getriebewirkungsgrad häufig die Möglichkeit, die Nennleistung des Motors kleiner zu wählen – was wiederum Geld und Platz spart. In diesem Fall genügen zwei 25-HP-NEMA- Motoren: Die Flender-SIP-Getriebe setzen deren Drehmoment um mehr als das 1700-fache hoch. So wird an der Antriebswelle des Förderers ein Nenndrehmoment von über 100 kNm erreicht (2 x 51,5 kNm). Ausgelegt sind Motoren und Getriebe sogar für 1,7-fache Überlast, und auch bei dieser Überlastfähigkeit profitiert die Feeder-Applikation zusätzlich von den Planetengetrieben. Da sich – anders als bei Stirnrad- oder Schneckentrieben – ja nach Zahl der Planetenräder immer mehrere Zahnflanken gleichzeitig im Eingriff befinden, verteilt sich auch die Last stets auf mehrere, mindestens drei Zahnkontakte. Das wirkt sich günstig auf Überlastfähigkeit bezogen auf Bauraum und somit Leistungsdichte aus. Einfaches Engineering Für die Flender-SIP-Getriebe sprach aus Sicht der Projektingenieure bei Aumund/ USA zum einen ihre besonders kompakte Bauform und ihre sehr gute Skalierbarkeit, mit der sich Drehzahl und Drehmoment der Motoren an die an der Antriebswelle des Förderers benötigten Drehzahl- und Drehmomentverhältnisse anpassen lassen: allein beim Übersetzungsverhältnis bieten die Flender-SIP-Getriebe 53 Skalierungsstufen. Für die verschiedenen Anwendungsfälle steht darüber hinaus eine breite Auswahl an Abtriebswellen- und Flanschoptionen zur Verfügung. Zusammen mit ihrer sehr kompakten Baugröße fügen sich diese Getriebe sehr einfach in bestehende Konstruktionen ein. Zum anderen ist aus langjähriger Zusammenarbeit sowohl dem Maschinenhersteller als auch dem Betreiber die hohe und gesicherte Qualität der Siemens-Antriebs lösungen wichtig. Darüber hinaus legt die Aumund-Gruppe großen Wert auf lokalen Support, damit bei Montage, Inbetriebsetzung, Wartung und Service bei Bedarf sehr kurzfristig Unterstützung bereitsteht. Bilder: Aumund www.siemens.com 46 Der Konstrukteur 10/2015 MiniTec.indd 1 28.07.2015 15:30:01

Kraftvolle Linearmotoren ANTRIEBSTECHNIK Oft verbindet man mit dem Stichwort Linearmotor kleine, dynamische Antriebe für Applikationen in Hochtechnologiebranchen. Doch auch für wahre Kraftakte gibt es Linearmotoren, wie die TBW-Baureihe des Unternehmens Tecnotion. Die TBW-Baureihe ist mit Wasserkühlkanälen ausgestattet, die einen geschlossenen Kühlkreislauf in der Spuleneinheit ermöglichen und so die Wärmeabgabe in die Maschinenkonstruktion reduzieren. Mit Wasserkühlung kommt der größte Motor der Baureihe auf eine Dauerkraft von 3000 N und auf eine kurzfristig verfügbare maximale Kraft von 6750 N. Die Antriebe bauen mit einer Höhe von 47 mm (Motor und Magnetplatte) kompakt und sind so auch in Konstruktionen mit wenig verfügbaren Bauraum integrierbar. Wie alle eisenbehafteten Direktantriebe von Tecnotion zeichnen sich auch die größten Linearmotoren des Herstellers durch geringe Rastmomente aus, was zu einem guten Gleichlauf führt. DER BRANCHEN- TREFFPUNKT. 04.– 06. NOVEMBER 2015 MESSEZENTRUM BAD SALZUFLEN www.tecnotion.de Komponenten für hybriden Schiffsantrieb Der Dieselantrieb liefert die Energie, während der elektrische Triebstrang für optimale Lastverteilung und Drehzahl sorgt. Die Kombination dieser Prinzipien stellt seit Jahrzehnten die flexibelste Konfiguration für einen Schiffsantrieb dar. Jetzt hat die Sensor-Technik Wiedemann GmbH (STW) den nächsten Schritt getan. Erstmals entstand nun ein hybrider Antrieb für ein Passagierschiff mit zwei komplett unabhängigen Energiespeichern und Motoren: einem Diesel-Hauptantrieb und einem batterieelektrischen Nebenantrieb als Manövrierhilfe und Notfallantrieb. Der 110-PS-Nebenantrieb kann das Schiff dank einer Lithium-Ionen-Batterie 30 Minuten bei voller Leistung in Fahrt halten. Die Zebotec GmbH aus Konstanz hat aus den Schlüsselkomponenten der Sensor-Technik Wiedemann eine innovative, elektrische Antriebseinheit zusammengestellt, die sowohl als 360°-Bugstrahlruder arbeitet, als auch das ganze Schiff allein bewegen kann. Konkret kommen zum Einsatz: das Batterie-Management-System mBMS, der Elektromotor powerMELA C-80 und das Antriebs-Steuergerät ESX-3XM. www.sensor-technik.de Antriebe mit hoher Systemeffizienz gemäß neuer Ökodesign-Norm Mit der Ökodesign-Norm EN 50598-2 definiert die EU Effizienzanforderungen an Antriebselektronik und Antriebssysteme. Bevor Vorgaben verbindlich werden, führt Nord Drivesystems Messungen und Berechnungen für Komponenten und Systeme aus eigener Fertigung durch. Die Norm definiert für Frequenzumrichter und Motorstarter die Effizienzklassen IE0 (hohe Verluste), IE1 (Referenzwerte) und IE2 (Verluste deutlich geringer gegenüber Referenz). Die Systemeffizienz wird analog hierzu mit IES0, IES1 und IES2 klassifiziert. Testreihen haben sowohl für Nord-Umrichter als auch für Systeme aus Umrichtern und energieeffizienten Motoren Verlustleistungen unter den Referenzwerten ergeben. Die Systeme sind damit in die Klasse IES2 einzuordnen. Die Systemeffizienz wird nicht nur bei Volllast erfasst, sondern für acht definierte Betriebspunkte mit unterschiedlichen Drehmomenten und Drehzahlen festgestellt. Neu ist zudem, dass anstelle des Wirkungsgrads die Verlustleistung in Watt Grundlage der Betrachtungen und Berechnungen wird. Damit wird z.B. auch für Antriebsszenarien mit der Drehzahl Null und anliegender Last (z. B. Aufzughalt) ein Vergleich verschiedener Lösungen möglich. MESSEDUO MIT DOPPELNUTZEN Die FKT – Anwendermesse Kunststofftechnik präsentiert sich 2015 erstmals parallel zur FMB als Treffpunkt für die norddeutsche Kunststoffindustrie. Dabei gilt: Die Mischung macht’s. Mehr als 500 Aussteller – vom Global Player bis hin zum spezialisierten mittelständischen Nischenanbieter – zeigen auf der diesjährigen Veranstaltung gemeinsam Lösungen entlang der gesamten Prozesskette bei der Entwicklung von Maschinen. www.nord.com www.fmb-messe.de

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