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DER KONSTRUKTEUR 10/2019

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DER KONSTRUKTEUR 10/2019

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK PRODUKTE UND ANWENDUNGEN „IST DIE LUFT RAUS?“ Martina Klein, Stv. Chefredakteurin Im pneumatikgeprägten Markt der Hochleistungsmontage gibt es einen Trend zur Elektrik. Vorteile elektrischer Antriebe sind seit jeher höhere Genauigkeit, weniger Versorgungsleitungen, Verzicht auf Stoßdämpfer und Drosseln und deren Einstellung, geringere Lebenszykluskosten sowie erschütterungsfreie Bewegungen. Und Nachteile werden abgebaut, denn elektrische Lösungen entwickeln sich weiter: ihr Verhältnis von Kraft und Eigengewicht wird verbessert, ihre Installation und Inbetriebnahme wird immer einfacher und ihre Anschaffungskosten sinken. Trotzdem wird die Pneumatik in den nächten Jahren weiterhin ihren Platz haben – und sei es in hybriden Lösungen. Ein Anbieter, der beide Technologien im Programm hat, ist daher ein guter Partner. HOCHPRÄZISE MESSUNGEN DANK LUFTFEDERUNG Noch einen Schritt weiter geht LEM an zwei Prüfstationen zur optischen Kontrolle der Bauteile: „Hier brauchen wir Schnelligkeit kombiniert mit einer besonders sanften Bewegung“, erläutert Cattaneo. 2D- und 3D- Kameras erfassen die Bauteile allseitig hochpräzise, vermessen die Kontakte und prüfen die Ebenheit der zuvor gebogenen Elemente. Sind die Erschütterungen zu AUCH MIT IO-LINK www.DerKonstrukteur.de groß, scheitert der Qualitäts-Check mit dem Vision-Sensor. „Um Vibrationen zu verhindern, haben wir uns für Schunk-Linearachsen mit servoelektrischen Direktantrieben entschieden, die dynamisch und zugleich sehr sanft verfahren“, betont der Anlagenbauer. „Zusätzlich lässt sich die gesamte Einheit im Moment des Messvorgangs über ein Luftfederelement von den Mikrovibrationen der Umgebung entkoppeln, sodass eine hochpräzise 3D-Messung möglich ist.“ LINEARMOTORACHSEN FÜR FEINFÜHLIGE BEWEGUNG Die LDx-Baureihe eignet sich gut für die Highspeed-Montage. Ihre Servomotoren erzielen eine besonders hohe Leistung auf kompaktem Raum. Fast alle Module der LDx-Baureihe sind bereits serienmäßig mit Absolutwertgebern verfügbar, die eine Wiederholgenauigkeit von ± 0,01 mm pro Achse gewährleisten. Mit ihnen entfallen Referenzfahrten beim Hochfahren der Anlage sowie nach Not-Stopps. Zudem benötigen die Module weder End- noch Referenzsensoren, sodass sich die Investitionskosten, der Programmieraufwand und die Anzahl der Kabel im Kabelsatz verringern. Da auf einem Führungsprofil bei Bedarf auch mehrere frei programmierbare Schlitten platziert werden können, sind besonders kompakte und kosteneffiziente Konzepte realisierbar. Spielfreie, hochpräzise Antriebselemente übertagen die Kraft direkt auf den Schlitten. Dadurch ergeben sich kurze Zykluszeiten, eine enorme Präzision und eine dauerhaft hohe Prozesssicherheit. Da die Module fast keine Verschleißteile besitzen, reduzieren sich Ausfälle und der Wartungsaufwand auf nahezu Null. LEM setzt bei seiner Anwendung zwei Modulvarianten ein: Die Schunk LDN ist mit einem X-Profil ausgestattet und erreicht in der Basisvariante eine maximale Antriebskraft von 250 N und eine maximale Nennkraft von 120 N. Bei der Schunk LDH wiederum handelt es sich um eine kompakte Z-Achse, die speziell fürs präzise Bewegen oder geregelte Einpressen in der Highspeed-Montage sowie in der Mess- und Prüftechnik konzipiert ist. Sie überzeugt mit schnellem Ansprechverhalten und hoher Positioniergenauigkeit. Die maximale Antriebskraft beträgt 125 N, die Nennkraft Den elektrischen Kleinteilegreifer Schunk EGP für die Montageautomation gibt es auch in einer Version mit IO-Link. Bei ihm lassen sich die Greiferfinger frei positionieren, sodass ein hohes Maß an Flexibilität und über eine Vorpositionierung ggf. auch kürzeste Zykluszeiten gewährleistet sind. Da die Greifkraft über Softwareeinstellungen in vier Stufen individuell an das jeweilige Werkstück angepasst werden kann, sind auch Handhabungsszenarien mit deformationsempfindlichen Teilen realisierbar. 52 N. Optional lässt sich die Achse mit einer pneumatisch betätigten Haltebremse ausstatten, die deren Position auch bei einem Not-Aus zuverlässig hält. Standardmäßig werden die Achsen mit Bosch Rexroth-IndraDrive-Reglern angesteuert. Die Module sind wahlweise mit inkrementellem oder absolutem Wegmesssystem versehen. Aufgrund dieser Kombinationsmöglichkeiten sind die Module mit unterschiedlichen Reglern kompatibel. Anwender können sie schnell und einfach in übergeordnete Steuerungen integrieren. DAS ZIEL: VOLLEKTRISCHE MASCHINEN „In Zukunft werden wir überwiegend elektrische Anlagen bauen mit elektrischen Greifern, elektrischen Linearmodulen und elektrischen Drehmodulen“, sagt Frédéric Cattaneo. „Die aktuelle Anlage ist ein Zwischenschritt aus der Pneumatik heraus hin zu vollelektrischen Maschinen.“ Hauptgründe seien der Wegfall von Ventilen und Schläuchen, die geringeren Energiekosten, die Sauberkeit im Montageprozess sowie die deutlich reduzierten Vibrationen, vor allem bei hohen Geschwindigkeiten. Statt pneumatische Module radikal zu eliminieren, zieht LEM auch hier einen sanften Weg vor, um die Nutzer nicht zu überfordern und jederzeit die maximale Prozesssicherheit zu gewährleisten: Schrittweise werden einzelne Module durch mechatronische Alternativen aus dem Schunk-Programm ersetzt. So soll im nächsten Schritt der mechatronischen Schunk EGP-Kleinteilegreifer die Aufgaben des bewährten pneumatischen Schunk MPG-plus übernehmen. Bilder: Schunk www.schunk.com 03 An der Prüfstation kombiniert LEM mechatronische und pneumatische Komponenten 28 DER KONSTRUKTEUR 10/2019

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK ERWEITERTER SPIELRAUM BEIM BETRIEB VON SERVOPRESSEN www.ief-werner.de IEF-Werner stellt eine neue Version der Servopressen-Baureihe aipress vor, die mit dem in drei Größen erhältlichen Zusatzmodul Joining Module „JM“ ausgestattet ist und das Einsatzspektrum nochmals erweitert. Anwender können die Ausladung einfach an die Applikation anpassen, sie stehend oder über Kopf hängend anbringen und an das IEF-Transportsystem posyART anbauen. Die neue Komponente ist in den drei Größen der Basisbaureihe erhältlich: mit drei kN und 75 mm Hub, 15 kN und 125 mm Hub sowie 36 kN und 175 mm Hub. Die maximale Verfahr-Geschwindigkeit beträgt jeweils 150 mm/s. Enthalten ist auch ein externes Wegmesssystem, das direkt an der Presspinole angebracht ist. Im Mittelpunkt stehen ferner ein Portalsystem mit der Zahnriemenachse Modul 115/25, das IoT-kompatible PA-infoSYS für die Datenüberwachung und Kommunikation sowie neue Direktantriebe der Baureihe euroline 200. Präsentiert wird zudem ein speziell konzipiertes Palettier- System für die Vereinzelung plattenförmiger Produkte. FÜR DEN SCHNELLEN „GRIFF IN DIE KISTE“ DIE KUPPLUNG. FÜR DIE WELT DER INDUSTRIE Isra Vision bietet neue Sensoren für den vollautomatischen „Griff in die Kiste“. Der Hochleistungssensor PowerPICK3D erreicht mit der Quad-Camera-Technology Höchstgeschwindigkeiten und leert Gitterboxen schnell. MiniPICK3D hingegen ist optimiert für Bauteile mit wenigen Millimetern Kantenlänge und erfüllt so die Anforderungen für Applikationen in den Bereichen Feinmechanik, Elektronik und Spielzeugindustrie. Mit einem Embedded-PC verzichtet das Design auf weitläufige Verkabelungen zwischen Kamera und PC und sorgt dadurch für eine einfache Installation und Inbetriebnahme. Darüber hinaus werden mit dem Embedded Design höchste Geschwindigkeiten für die Datenübertragung erreicht. Anwender profitieren von extrem kurzen Scanzeiten. www.isravision.com Sicherheitskupplungen Lamellenkupplungen Zahnkupplungen Halle 4/Stand 390 Nürnberg, 26. –28.11.2019 RW-KUPPLUNGEN.DE

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