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DER KONSTRUKTEUR 10/2019

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WERKSTOFF- &

WERKSTOFF- & VERBINDUNGSTECHNIK PRODUKTE UND ANWENDUNGEN „ANWENDUNGEN FÜR FÜGETECHNIK SIND SEHR VIELFÄLTIG“ Nadine Schmetzer, Forschung und Entwicklung Blechfügetechnik, Arnold Umformtechnik Gerade beim prozesssicheren Fügen unterschiedlicher Materialien kommt es auf fein abgestimmte Parameter an. Für eine optimale Verbindung unterstützen wir daher den Anwender und führen im Blechfügelabor Machbarkeits-Untersuchungen mit Originalmaterial durch. So bekommt er eine Empfehlung und konkrete Werte dazu, welche Festigkeitswerte mit dieser Fügeverbindung erzielt werden. Bei der Erforschung der neuen Technik hat Arnold Umformtechnik im Laufe der zurückliegenden Jahre viel Know-how aufgebaut, dass wir in die Zusammenarbeit mit dem Anwender einfließen lassen. Verschiedene Versuchsaufbauten und alle gängigen Anlagentechniken bilden dabei die Montagepraxis ab. www.DerKonstrukteur.de Blech- bzw. Anlagenverschmutzung. Zudem sind die Bauteile sofort fest verbunden und können ohne Wartezeit weiterverarbeitet werden. Selbst dreilagige Blechverbindungen – z. B. aus 2,5 mm starken, ungelochten Aluminiumblechen – lassen sich mit geringerer Spaltbildung verbinden, da durch die Durchmesserreduzierung die Materialverdrängung erheblich reduziert wurde. Je nach Material können auch Materialkombinationen bis zu 7,5 mm Stärke ohne Vorloch verschraubt werden. Das reduziert nicht nur Prozessschritte, sondern vereinfacht auch das Verfahren. Teure Kameratechnik, um sicherzustellen dass die Schraube das Vorloch trifft, wird nicht mehr benötigt. Das Drehmoment für die Verschraubung ist ebenfalls geringer, die Prozessbelastung sinkt. Dabei können Anwender bestehende Anlagen für Verschraubungen ohne große Umbauten weiterhin einsetzen. NACHHALTIGES KONSTRUIEREN Eine ressourcenschonende Bauweise, also möglichst leicht mit wenig Material- und Energieeinsatz, ist heute in vielen Fertigungsbereichen ein wichtiges Thema. Zunehmend rückt nun aber auch der Aspekt der nachhaltigen Konstruktion in den Fokus. Dafür werden smarte Verbindungselemente und Verfahren benötigt. Sie sollen mit geringem Energieaufwand schnell eingesetzt werden und keine aufwändigen Vorarbeiten wie beim Nieten oder Schweißen benötigen. Dennoch soll die Verbindung für eventuelle Reparaturen oder Aufrüstungen leicht lösbar sein. Dem kommt das fließlochgeformte Gewinde entgegen, bei Bedarf kann es eine konventionelle M4 Schraube aufnehmen und erlaubt so eine einfache Neubefestigung. Ebenso lässt sich die Schraube auch in Einzelfällen bei durchgängig komplett vorgelochten Blechen ohne teure Montagegeräte handgeführt eindrehen. Das eröffnet gerade bei profilintensiven Bauteilen völlig neue Möglichkeiten für eine lange, nachhaltige Nutzung und senkt so den ökologischen Fußabdruck der Produkte über die gesamte Lebensdauer. Bilder: Aufmacher: Phonlamai Photo/Shutterstock, Arnold Umformtechnik www.arnold-fastening.com STRAHLENVERNETZTE KUNSTSTOFFE FÜR DIE E-MOBILITÄT Mit der Strahlenvernetzung technischer Thermoplaste stellt BG Beta-Gamma-Service eine Alternative zum Einsatz von metallischen Werkstoffen sowie kostenintensiven Hochleistungskunststoffen vor. Mit dieser Technologie adressiert das Unternehmen insbesondere die Elektromobilität und den Leichtbau. „Wir sehen hier unter anderem Potenzial im Bereich der Energieverteilung, der Speicherung oder Erzeugung von Energie in Batterien oder der Brennstoffzelle, aber auch dem Einsatz von thermoplastischen Verbundwerkstoffen beziehungsweise Organoblechen“, sagt BGS-Geschäftsführer Dr. Andreas Ostrowicki. Zur Anwendung kommen Beta- und Gammastrahlen, die pathogene Keime zerstören. Durch die Strahlenvernetzung erhielten technische Kunststoffe die mechanischen, thermischen und chemischen Eigenschaften von Hochleistungskunststoffen. Somit bewährten sich die Produkte im Einsatz unter Bedingungen, denen diese Kunststoffe üblicherweise nicht standhalten würden. www.bgs.eu Flowform Plus Ø 4.0 ca. 3g Hinweis: Gewicht abhängig von Länge und Kopfgeometrie Flowform Ø 5.0 ca. 4g 02 Eine Weiterentwicklung des Schraubendesigns erlaubt nun eine Gewichtseinsparung um 25 % und einen geringeren Platzbedarf 58 DER KONSTRUKTEUR 10/2019

WERKSTOFF- & VERBINDUNGSTECHNIK KUNSTSTOFF-DISTRIBUTOR MIT UMFASSENDEM PORTFOLIO Der aus einem Merger neu entstandene Kunststoff-Distributor Meraxis bietet ein umfassendes Portfolio: von der strategischen Beschaffung von Polymeren und Rezyklaten über die globale Lieferung bis hin zu digitalen Services. Der Schweizer Rundumversorger hat die gesamte Wertschöpfungskette im Blick. Dies beschreibt er anhand des Beispiels eines Stoßfängers: Der Stoßfänger besteht ausschließlich aus Granulaten, Additiven, Compound-Mischungen und Zukaufteilen, die von Meraxis und deren Automotive-Experten beschafft und geliefert werden. „Unser Produktportfolio umfasst nicht nur Kunststoffe, sondern auch Masterbatches, Rezyklate und Zukaufteile, wie in diesem Fall Abdeckungen, Kühlerschutzgitter oder Zierleisten“, ergänzt Philipp Endres, stellvertretender CEO von Meraxis. „Unser Anspruch ist es, mittels eines One-Stop-Shop-Ansatzes fortlaufend nachhaltige, polymerbasierte Lösungen gemeinsam mit unseren Kunden zu entwickeln.“ Hier konzentriert sich Meraxis nicht nur auf die Verpackungs- oder Automotive-Industrie, sondern richtet sich an alle kunststoffverarbeitenden Branchen. Meraxis ist am 1. Juli 2019 offiziell in den Markt eingetreten. Die Handelsgruppe ist ein Zusammenschluss der beiden weltweit agierenden Schweizer Traditionsunternehmen Rehau GmbH, die bis zum Merger den globalen Produktionsmaterialeinkauf der Rehau-Gruppe verantwortete, und der MB Barter & Trading. Meraxis ist mit über 30 Standorten auf allen Kontinenten vertreten. Das Unternehmen verfügt sowohl über ein weltweites Logistik- und Distributionsnetzwerk als auch jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung und Verarbeitung von Polymeren. www.meraxis-group.com SCHMIERMITTELFREI GLEITEN AUF ENGSTEM RAUM Für Einsätze auf kleinstem Bauraum hat Igus drei neue Werkstoffe aus Tribo-Polymeren entwickelt, die als Beschichtungsmaterial für metallische Bauteile wie Bleche, Ventile oder auch Wellen dienen. Anwender, denen Platz für den Einbau eines Gleitlagers fehlt, können ab sofort neben den schmiermittelfreien Iglidur- Gleitlagern auch auf den Iglidur Coating Service von metallischen Oberflächen mit den Werkstoffen Iglidur IC-01 und neu auf IC-02, IC-03 und IC-06 zugreifen. Durch die Polymerbeschichtung lässt sich der ansonsten erforderliche Bauraum einsparen. Interessant ist dies insbesondere für kleine und kompakte Maschinen und Anlagen. Nutzer profitieren von einer langlebigen und verschleißfesten Oberfläche ihres sich in Bewegung befindlichen Bauteils. Dank der Tribo-Polymere ist die Oberfläche außerdem korrosionsfrei und chemikalienbeständig. Die neuen Beschichtungen von Igus eignen sich speziell für Einsätze in Ventilen und Pumpen sowie für Führungsbleche und Gleitführungen. www.igus.de Premiere für die Plasma-SealTight ® -Technologie Erste industrielle Anwendung: Neues Produktionsverfahren für Kunststoff-Metall-Hybride Innovatives Material Innovatives Verfahren Innovatives Produkt Damit Kunststoff und Metall eine stoffschlüssige Verbindung mit hoher Qualität und Belastbarkeit eingehen können, hat AKRO-PLASTIC neue Kunststoff-Compounds entwickelt. Die modifizierten Polyamide werden im neuen Versiegelungsverfahren Plasma-SealTight ® eingesetzt. Das neue Verfahren haben die AKRO-PLASTIC GmbH und die Plasmatreat GmbH gemeinsam entwickelt. Dank Plasma-SealTight ® entstehen langzeitstabile und witterungsbeständige Kunststoff-Metall-Verbunde. Die Schmersal Gruppe ist der erste industrielle Anwender von Plasma-SealTight ® : Schmersal wird nach Beendigung der Testphase die innovative Sicherheitszuhaltung AZM 300 produzieren – weil das Versiegelungsverfahren mehr Qualität, Sicherheit und Effizienz bietet. Besuchen Sie uns auf der K 2019, Halle 6, Stand B42 Besuchen Sie uns auf der K 2019, Halle 11, Stand G04

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