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DER KONSTRUKTEUR 10/2019

DER KONSTRUKTEUR 10/2019

KONSTRUKTION 2025 QUO

KONSTRUKTION 2025 QUO VADIS 3D-DRUCK? Welche Rolle wird 3D-Druck in der Industrie in 10 – 20 Jahren spielen? 3D-Drucker werden sich in der Industrie im selben Maß etablieren wie die heutigen Papierdrucker in privaten Haushalten. Unternehmen aus verschiedenen Branchen werden mit Additive Manufacturing (AM) automatisiert und in Serie fertigen. Am Markt werden mehr Anlagen für 3D-Druck verfügbar sein, die verschiedene Fertigungs- und Bauteilanforderungen umsetzen können. Zudem wird sich die Palette an Standardmaterialien für AM erweitern. Trotz aller Fortschritte werden Unternehmen mit konventionellen Verfahren wie Fräsen oder Gießen arbeiten und diese mit der additiven Fertigung kombinieren, wenn es das Bauteil erfordert. Wird es neue generative Verfahren geben, welche Synergien sehen Sie hier mit anderen Technologien? MENSCHEN UND MÄRKTE Ja, es wird komplett neue Technologien geben. Auch die bestehenden Technologien werden sich weiterentwickeln – entsprechend der Bedarfe der verschiedenen Branchen. Synergien sehe ich vor allem bei Innovationen aus den Bereichen Digitalisierung und Robotik. Sie helfen uns dabei, den 3D-Druck zu industrialisieren, indem wir damit Prozesse automatisieren und die Verfahren in bestehende Produktionen integrieren. Auf der Leitmesse für die additive Fertigung Formnext haben wir zum Beispiel eine Möglichkeit gezeigt, um die Prozessschritte im 3D-Druck zu verketten. Bei unserem Demonstrator transportierte ein Roboter die Prozesskammer automatisch zur Weiterverarbeitung an die nächste Station. Was bedeutet all das für den Konstrukteur? Konstrukteure müssen umdenken und neue Wege beschreiten. Denn 3D-Druck ergibt dann Sinn, wenn sie „in 3D“ denken und die Vorteile der neuen Technologien in ihren Modellen umsetzen. Sie müssen sich von den Einschränkungen der klassischen Verfahren wie Fräsen, Giesen oder Zerspanen lösen. Es gilt, Bauteile zu vereinen, Funktionen zu integrieren, Grenzen zu überwinden und Anforderungen klar zu beschreiben. Dieses „Design for Additive“ hat bei Trumpf einen besonderen Stellenwert. Wir haben ein Schulungsprogramm entwickelt, in dem wir unsere Kunden entlang der gesamten Prozesskette der additiven Fertigung begleiten – von der Idee über das Konzept bis zur Umsetzung ihres 3D-optimierten Teils. www.trumpf.com FRANK-PETER WÜST SENIOR APPLICATION EXPERT, TRUMPF ADDITIVE MANUFACTURING ES WIRD KOMPLETT NEUE TECHNOLOGIEN GEBEN 8 DER KONSTRUKTEUR 10/2019

FACHFORUM „SICHERHEIT+AUTOMATION“ AUF DER MOTEK Aktuelles Wissen zur Maschinensicherheit bietet das Fachforum „Sicherheit + Automation“ am ersten Messetag der Motek. Zum Auftakt spricht Eberhard Klotz (Festo) über Lösungsansätze für den Paradigmenwechsel in der Fertigung. Thomas Erb (Xactools) referiert zur sicheren Antriebstechnik in verketteten Anlagen. Michael Moog (Pilz) gibt eine Einführung zum Thema CE-Konformität versus reale Anforderungen. Manuel Schön (Pilz) spricht über Service Robotics in der Intralogistik. Frank Stiefel (Brodbeck) führt in die Sicherheitstechnik für Papprohr-Schneidemaschinen ein. Mathias Umbreit (BGHM) erklärt, worauf Hersteller, Zertifizierer und Anwender bei der Mensch-Roboter- Kollaboration achten sollten. Zu IO-Link Safety spricht Harald Wessels (Pilz). David Korte (Uni Stuttgart) referiert über sichere 3D-Umgebungssensorik für mobile Roboter. Die Vorträge können für Messebesucher kostenlos und ohne Anmeldung besucht werden. Mehr Informationen dazugibt es im Internet unter: www.sicherheitundautomation.de. www.pilz.com AMA-BRANCHENFÜHRER SENSORIK UND MESSTECHNIK Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik hat den Branchenführer 2019/20 veröffentlicht. Die aktualisierte Broschüre kann ab sofort kostenfrei bestellt, heruntergeladen oder auch online genutzt werden. Das 135 Seiten umfassende Kompendium ist als deutschenglische Ausgabe erschienen und bietet Interessenten die Möglichkeit, gezielt nach Messgrößen, Schlagwörtern oder Unternehmen zu suchen. Letztere sind in alphabetischer Reihenfolge inklusive Kontaktdaten und Sortiment aufgelistet. „Anwender aus Industrie und Forschung finden im AMA-Branchenführer einen Überblick über die rund 1 000 Produktgruppen unserer 450 Mitglieder aus Industrie, Forschung und Wissenschaft“, sagt AMA-Geschäftsführer Thomas Simmons. Der AMA-Branchenführer biete insbesondere Konstrukteuren und Entwicklern eine komprimierte Übersicht über Sensoren, Messtechnik und potenzielle Partner für Entwicklungsprojekte. www.ama-sensorik.de

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