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DER KONSTRUKTEUR 11/2015

DER KONSTRUKTEUR 11/2015

CAD / CAM / PLM Additive

CAD / CAM / PLM Additive Fertigung mit Stereolithografie Proto Labs, Anbieter von Digital Manufacturing Services für Prototyping und Vor- und Kleinserien, bietet additive Fertigung mit Stereolithografie an. Dabei wird ein punktgenauer Ultraviolett-Laser eingesetzt, der die Oberfläche von flüssigem Duroplast verfestigt. Durch die Wiederholung entstehen so zweidimensionale Querschnitte, die übereinandergelegt werden, um ein dreidimensionales Teil zu erstellen. So können Prototypen umgehend umgesetzt werden, insbesondere wenn Konzeptmodelle, besonders kleine Teile oder hochpräzise geometrische Formen benötigt werden. Zwei weitere Verfahren zur additiven Fertigung – das selektive Lasersintern (SLS) sowie das Lasersintern direkt auf Metall (DMLS) – sollen 2016 folgen. www.protolabs.de Schraubenberechnung Die neue Richtlinie der Schraubenberechnung VDI 2230, Blatt 1 und 2 (2014) ist in Kisssoft verfügbar. Sie beinhaltet wesentliche Änderungen gegenüber der Ausgabe 2003. Neben diversen aktualisierten und erweiterten Tabellen für die Werkstoffkennwerte oder Reibungszahlen wurden die Berechnungsverfahren ergänzt um Fälle mit über die Streckgrenze hinweg angezogenen Schrauben. Des Weiteren wurden die Kraftverhältnisse einer Einschraubverbindung (ESV) neu definiert und ein zusätzlicher Verformungsanteil für den Bereich der Einschraubung festgelegt. Das Schraubenmodul in Kisssoft (Modul SPK) wurde auch um eine neue FEM-Modellierung „Modellklasse III“ (nur Kräfte und Momente, ohne Nachgiebigkeit) erweitert. Diese Funktion wird z. B. vom Cadfem/Kisssoft-Plug-in „Bolt Assessment inside Ansys“ verwendet. www.kisssoft.ag Durchgängige Engineering-Plattform für Echtzeitanwendungen ISG hat das Simulationssystems ISG-virtuos um mehrere Werkzeuge erweitert, um verkettete Anlagen inklusive Roboter und Materialfluss effektiver zu realisieren. Die Engineering- Plattform ist konzipiert für die reale Inbetriebnahme von Steuerungen mit realen Feldbussen an virtuellen Anlagen in Steuerungsechtzeit. Nicht nur Baugruppen und Maschinen lassen sich so testen, sondern auch komplexe Produktionsanlagen mit verschiedenen Steuerungen. In der neuen Version werden mit Motion-Bibliotheken Abläufe bereits in der Konzeptphase überprüft und dienen als Grundlage für die Umsetzung in den Steuerungssystemen. Mit Schnittstellen wie CAN2.0, TCP/IP, UDP sowie über analoge und digitale Signale lassen sich jetzt auch zugeschnittene Testsysteme für Software-Regressionstests realisieren. Anwender können auch eigene Bausteine entwickeln und Automatisierungskomponenten über Feldbussysteme ansteuern. www.isg-stuttgart.de Service für Simulations-Technologie ausgebaut Transcat PLM hat den Service für seine Simulations-Technologie Simulia ausgebaut. Der Transcat- Mitarbeiter Harsha Krishnamurthy hat die Simulia Technical Support Certification des Software-Herstellers Dassault Systèmes erhalten. Damit ist er nach Peter Straetemans der zweite Technical Support-Spezialist für das System. Das Zertifikat bescheinigt umfassendes Fachwissen im Produktspektrum, insbesondere für die Lösungen Abaqus, Isight, FE-Safe und Tosca. Krishnamurthy erlangte zudem die Abaqus Specialist Certification, die eine Vorgabe von Dassault ist, um Trainings auf diesem Gebiet der Multiphysics-FE-Analyse durchzuführen. Als offizieller Value Added Reseller und zertifizierter technischer Supportpartner von Dassault ist Transcat bereits für den Vertrieb und Support der PLM-Lösungen von Simulia autorisiert. Damit sei der Grundstein gelegt, um das Schulungs-Angebot auszubauen, sagte Ewald Werling (Foto), Mitglied der Transcat-Geschäftsleitung. www.transcat-plm.com Modul für die Onlineberechnung von E-Motoren und Generatoren Familienzuwachs bei Bearinx-online: Mit dem Modul „Easy Emachine“, das online zur kostenlosen Nutzung bereitsteht, können Schaeffler-Kunden ab sofort E-Motoren und Generatoren mit ihren typischen Belastungen aus Mechanik und elektromagnetischen Feldern berechnen. Verschiedene Lagerungsvarianten können schnell und sicher durchgespielt und mit einander verglichen werden. Zur Auswahl stehen Gewichte von Welle, Blechpaketen, Wicklungen, der magnetische Zug sowie weitere frei konfigurierbare Belastungen. Damit lassen sich Riemenscheiben, Zahnräder und Unwuchten bei verschiedenen Drehzahlen und Lastfällen modellieren. Bei der Berechnung wird der Benutzer Schritt für Schritt durch das Programm geführt; Eingaben werden zur Kontrolle visualisiert. Zu guter Letzt sind die Lager als Kernstück der E-Maschine in vielfältigen Variationen berechenbar. Die Daten der INA- und FAG-Wälzlager werden aus einer integrierten Datenbank geladen. Für eine finale Überprüfung ist der Austausch der gespeicherten Datei mit dem Schaeffler- Ingenieurdienst oder mit den lokalen Schaeffler Technology Centern möglich. www.schaeffler.de 52 Der Konstrukteur 11/2015

ANZEIGE Echtzeitintegration von Stromlaufplänen und 3D-CAD SOLIDWORKS Electrical vereinfachtProduktentstehungsprozess 01 DerVerkabelungsplan in SOLIDWORKS Electrical Schematic zeigtdie Bauelemente und deren Verbindungen untereinander Die Entwicklung elektrotechnischer Systeme und Anlagen unterscheidet sich vom typischen mechanischen Konstruktionsablauf –interessanterweise ähnelt sie starkdem Systems Engineering-Gedanken: Im ersten Schrittwirdunabhängigvon physikalischen Formen ein Funktionsschema aufgebaut, indem die Funktionsbausteine durch Symbole repräsentiertwerden. Diese funktionale Beschreibung entspricht dem Schaltplan. Im zweiten Schritt wird ein Verkabelungsplan erstellt.Dabei werden die Bauteile zumindest grob in eine örtliche Beziehung zueinander gesetzt und die Verkabelung definiert. Dann lassensichdie Komponenten aus Schalt- und Verkabelungsplan miteinander verknüpfen. Da es heute kaum mehr rein mechanische Produkte gibt und elektrische Antriebe, Steuerungen, Sensoren und Aktuatoren selbstverständliche Bestandteile von Maschinen und Produkten geworden sind, ist die Kopplung der Elektrotechnik und Mechanik notwendig. Mit dem SOLID- WORKSElectrical Portfolio –bestehendaus SOLIDWORKS Electrical Schematic und SOLIDWORKS Electrical 3D –von Dassault Systèmes ist es nun möglich, die beiden Bereiche in einem Modell zu vereinen. SOLIDWORKS Electrical Schematic isteine grundsätzlich vom CAD-System unabhängige,Datenbank gestützte Anwendung, um professionelle Elektrodokumentationen zu erstellen. Mit Hilfe dieser Datenbank können mehrere Personen parallel an einem Projekt arbeiten. Die integrierte Bibliothek mit tausenden Symbolen, Herstellerinfos und 3D-Geometrien von über 500.000 Komponenten vereinfacht den Aufbau von ein- und mehrpoligen Stromlaufplänen. Wiederkehrende Komponenten lassensich dabeieinfach voneinem Projektins nächste übernehmen. Konzeptelassen sichrasch in detaillierte Entwürfe verwandeln und auftretende Konflikte mithilfe einer Echtzeit- Fehlererkennungsofortidentifizieren. Bereits während der Entwicklung der Stromlaufpläne kommt SOLIDWORKS Electrical 3D, das vollständig inSOLID- WORKS CAD integriert ist, ins Spiel: Im Electrical Schematic Modul platzierte Komponenten lassen sich inder zugehörigen SOLIDWORKS CAD Baugruppe mit einem 02 SOLIDWORKS Electrical 3D setzt die Elektroplanung in ein 3D-Modell um und routet die Leitungen aufWunschautomatisch Besuchen Sie SOLIDWORKS auf der SPS! Halle 6, Stand 108 Mausklick platzieren und umgekehrt, wodurch eine nahtlos verzahnte Arbeitsweise zwischen den Engineering Disziplinen in Echtzeit verwirklicht wird. Seit Neuestem wird im Electrical Schematic Modul auch die Verwaltung von Platinenlayouts und -aufbauten unterstützt, die wiederum im SOLIDWORKS CAD als 3D-Baugruppe automatisch generiertwerden, sodass auch Elektronikanteile vollständig über die Software integriertwerden. Beim automatischen Routing von Einzeladern im Schaltschrank nutztdie CAD-Software unter anderem, die im 3D-Modell definierten Kabelkanäle und suchtden kürzesten Weg. So lässt sich das Innere eines Schaltschranks schnell verdrahten. Zum Routen von Kabeln beispielsweise ineiner Maschine,Automaten und anderen technischen Gerätschaften bietet SOLIDWORKS mehrere Optionen, neben einer automatischen Funktion bietet sich das Routing nach 3D-Skizzen an. Daraus resultierende Kabelbäume lassen sich ebenso einfach verwalten wie auch das Erstellen fertigungsgerechter Unterlagen. Dazu werden zunächst dreidimensionale Skizzenlinien definiert;SOLIDWORKS CAD interpretiertdiese Linien als Pfade,entlang denen es Kabel routen kann. Das System sucht innerhalb eines Linienrasters stets den optimalen, kürzesten Verlauf. Kabelstränge „wissen“, welche Kabelstärken in ihnen verlegt sind, und berücksichtigendie daraus resultierenden Mindestradien beim Verlegen. Das Gespann aus SOLIDWORKS CAD und den Zusatzapplikationen Electrical Schematic und Electrical 3D –unter dem Namen Electrical Professional in einem Bundle vereinigt –bietet eine Lösung für die parallele,kollaborativeEntwicklungvon Maschinen und Produkten mit Mechanik und Elektrotechnik. So entsteht erstmals einkompletter, virtueller Prototyp, der viele Fehler vermeidet, die in herkömmlichen Entwicklungsprozessen erst in der Montage entdeckt werden –wo sie Kosten und Zeitverzögerungen verursachen.

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