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DER KONSTRUKTEUR 11/2017

DER KONSTRUKTEUR 11/2017

KONSTRUKTION 2025

KONSTRUKTION 2025 ANTRIEBSSTRANG DER ZUKUNFT Was ist die größte Herausforderung bei der Auslegung eines energieeffizienten Antriebsstrangs? Die größte Herausforderung für uns ist, die Anforderungen unserer Kunden und ihrer individuellen Produktionsabläufe optimal in einen energieeffizienten Antriebsstrang zu übersetzen. Dabei spielen eben nicht unbedingt die einzelnen, besonders modernen Komponenten eine Rolle, sondern die richtige Zusammensetzung dieser zu einer bestmöglichen und energiesparen Lösung ist hierbei entscheidend. Dies gilt insbesondere, wenn bestehende Komponenten in den Strang zu integrieren sind. Die Komplexität bei der Gestaltung von Antriebssträngen wird dabei weiter steigen. Gründe dafür sind die immer vielfältigeren Kombinationsmöglichkeiten neuer Systeme und Techniken. Langfristig ist, aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen an die Antriebsstränge, mit einer Zunahme der Variationsmöglichkeiten zu rechnen. In Zusammenarbeit mit unseren Kunden optimieren wir alle Parameter, die den Wirkungsgrad des Antriebs beeinflussen – insbesondere natürlich in Hinsicht auf Energieeffizienz. Gibt es Grenzen der Optimierung und wo liegen diese? Zum einen werden, um den optimalen energiesparenden Antriebsstrang zu konstruieren, die modernsten und effizientesten Komponenten benötigt. In einigen Einsatzbereichen gestalten sich die Amortisierungszeiträume der Investition in moderne Antriebsstränge länger als die Planperioden. Der ökonomische Nutzen ist so kurzfristig nicht immer einsehbar. Zusätzlich gibt es sicherlich Grenzen in unserem internationalen Vertrieb. Die politischen Standards an Nachhaltigkeit und Effizienz variieren weltweit stark. Wenn die Energieeffizienz wie bei uns politisch gewollt und gefördert wird, gibt es selbstverständlich auch mehr Anreize, diese umzusetzen. DANIEL ASSMANN GESCHÄFTSFÜHRER, CURRAX GMBH & CO. KG, HAMBURG MENSCHEN UND MÄRKTE Kann die Digitalisierung etwas zur Energieeffizienz von Antriebssystemen beitragen? Auf jeden Fall ist die Digitalisierung im Allgemeinen ein sehr wichtiger Faktor für den Erfolg der Energiewende. Wir können mit den neusten digitalen Errungenschaften zum Beispiel Prozessdaten sammeln, um die verbrauchte Energie mit dem eigentlichen Bedarf abzugleichen und dann den Antriebsstrang entsprechend optimieren. Dies ist sowohl bei der Planung einer Produktion, als auch nach der Inbetriebnahme möglich. Ein flexibler Antriebsstrang antizipiert die Anforderungen von Industrie 4.0 und erlaubt dem Kunden die optimale Anpassung seiner Produktion an die Nachfrage. www.currax.net DIE KOMPLEXITÄT BEI DER GESTALTUNG VON ANTRIEBSSTRÄNGEN WIRD WEITER STEIGEN 8 DER KONSTRUKTEUR 11/2017

OFFENE MOTOR-FEEDBACK-SCHNITTSTELLE Die Sensor- und Drehgeber-Hersteller Baumer, Hengstler und Kübler haben mit SCS Open Link eine gemeinsame offene, standardisierte Motor-Feedback- Schnittstelle entwickelt. Sie ermöglicht den hoch performanten, bidirektionalen Austausch von Daten zwischen Motor und Drive. „Am Markt für Servoantriebe besteht ein dringender Wunsch nach einer offenen, sicheren Ein-Kabel-Lösung“, erklärte Gebhard F. Kübler, geschäftsführender Gesellschafter von Kübler (im Bild Mitte). Jochen Feiler, Geschäftsführer von Hengstler (im Bild links) erklärte, der Schwerpunkt liege auf einer zukunftssicheren, klaren Regelung der Nutzungsrechte und der Möglichkeit der Erweiterung des Sensor-Hersteller-Kreises. „Mit der Schnittstelle und der damit verbundenen Community brechen wir ein Monopol beim Thema Motor-Feedback auf“, betonte Karsten Just, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Baumer Group (im Bild rechts). Die Schnittstelle eignet sich für Anwendungen bis SIL3 / PLe. www.kuebler.com www.baumer.com www.hengstler.com ERFOLGREICHER ABSCHLUSS FÜR MOTEK UND BONDEXPO 2017 NEU Robotertechnik und Handhabungssysteme, Mensch-Maschine-Kollaboration und Sicherheit, Montagelösungen für die stückzahlflexible Produktion sowie höhere Leistungsdichte durch integrierte Funktionalität – mit 970 Ausstellern aus 26 Ländern konnten sich die Motek und die Bondexpo ein weiteres Mal als die führende Prozessketten- Plattform zur industriellen Automatisierung in Szene setzen. Bereits zum Auftakt wurde deutlich, dass sich das Thema Digitalisierung der Produktion durch alle Ausstellungsbereiche zieht. Die Digitalisierung, und die damit verbundenen Herausforderungen für die Unternehmen jeglicher Größenordnungen, münden in einer noch stärker automatisierten Produktions- und Organisationswelt, die auch im begleitenden Forums- Rahmenprogramm vielschichtig und ausführlich behandelt wurde. Da diesmal 38 421 Fachbesucher aus 104 Nationen die Messe besuchten, erfuhr die Internationalität eine weitere Steigerung. Die Re-Integration der Bondexpo wurde sehr gut aufgenommen und spiegelte sich in einem hohen Beachtungsgrad der teilnehmenden Ausstellerschaft wider. www.motek-messe.de JHS-3i Gehäuselager 1 Optimiertes Design Keine Vibration 30% stabiler 7% leichter KOYO Deutschland GMBH Bargkoppelweg 4 22145 HAMBURG 3i = 3 wichtige Verbesserungen 2 Neues Dichtungs- design Verlängerte Lager lebensdauer (Faktor 2) Optimiert für verbesserte Fettformulierung 3 Verbesserte Lithiumfett Formulierung Für höhere Belastung und ausgezeichnete mechanische Stabilität Verbesserte Hochdruckzusätze Wasserbeständig und sehr gute Korrosionsschutzwirkung + 49 (0)40 679 0900 info-eu@jtekt.com www.koyo.eu

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