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DER KONSTRUKTEUR 3/2018

DER KONSTRUKTEUR 3/2018

I DAS EI DES

I DAS EI DES KONSTRUKTEURS STANDPUNKT LIVE@ ONSTRUKTEU DR. MARKUS BERG LEITER SOFTWAREENTWICKLUNG PRODUKTION BEI PROALPHA MENSCHEN UND MÄRKTE Immer individuellere Produkte, noch mehr Varianten, in immer kürzerer Zeit, zu immer niedrigeren Kosten: Der Druck auf die Konstrukteure ist enorm. Denn ihre Effizienz und Innovationsstärke spielen für den Unternehmenserfolg eine entscheidende Rolle. Gemessen daran muss man sich wundern, wie viel wertvolle Arbeitszeit sie in Routineaufgaben und überflüssige Nachfragen investieren müssen. Eine Hauptursache dafür ist offensichtlich: die fehlende Integration von CAD-, PLM- und ERP-System. Eine Software, die alle diese Funktionen in sich vereint, gibt es heute nicht. Und es ist fraglich, ob es sie jemals geben wird. Aber es ist möglich und sinnvoll, PDM-/PLM-Funktionen vollständig im ERP-System abzubilden und jedes gängige CAD-System mit der ERP-Anwendung zu „verlinken“. Nur dann entsteht ein reibungsloser Informationsaustausch zwischen allen Abteilungen. Und das zahlt sich aus. Wer kostenorientiert konstruieren will, muss nicht nur Preise, sondern auch Bestände und Lieferzeiten kennen. Mit diversen Systemen und unterschiedlichen Datenmodellen zu jonglieren, Teilenummern hin und her zu kopieren – oder schlimmer noch, ständig auf Antworten aus dem Einkauf zu warten –, ist nicht die Lösung. Stattdessen sollten Konstrukteure direkt aus ihrer CAD-Umgebung kaufmännische Informationen des ERP-Systems einsehen können. Ebenso unabdingbar ist eine schnelle Suche, ob gleiche oder ähnliche Teile bereits in früheren Projekten verwendet wurden. Das dämmt die Teilevielfalt schnell ein. Bei Anfragen, die früheren Aufträgen ähnlich sind, bietet sich an, das bereits durchgeführte Projekt als Vorlage zu kopieren und nur die Änderungen einzuarbeiten, oder geeignete Komponenten per Drag and Drop zu übertragen. Noch mehr Zeit lässt sich sparen, wenn die kaufmännischen Daten „dahinter“ gleich mitübernommen werden und sich der entsprechende Teilestamm im ERP-System automatisch anlegt. Weitere Vorteile zeigen sich in der abteilungs- und unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit. Denn so gut wie nie stammen sämtliche Komponenten einer Baugruppe oder Anlage aus einer Hand. Lassen sich Teilprojekte aus verschiedensten CAD-Systemen zusammenführen, erleichtert dies einem interdisziplinären Projektteam aus Konstrukteuren und Vertrieb das Design-Review. Dazu müssen alle nötigen Daten im ERP-System auf einer Plattform zusammenfließen. Obendrein macht die Integration von ERP-, PLM- und CAD-Daten „Parallelwelten“ redundanter Daten überflüssig. Daten werden nur einmal gepflegt, sämtliche Mitarbeiter greifen auf dieselben aktuellen Informationen zu. So können zum Beispiel Einkauf, Montage oder Service über einen Viewer vereinfachte 3D-Modelle einsehen und technische Details selbst klären. Da sich Visualisierungen automatisch erzeugen lassen, entfällt auch die Zuarbeit für Dokumentation, Marketing oder Vertrieb. Das beschleunigt Abläufe im gesamten Unternehmen. Vor allem aber ersparen sich Konstrukteure viele Rückfragen. Außerdem vereinfacht sich dadurch die Arbeit mit wachsenden Stücklisten in der konstruktionsbegleitenden Fertigung. Natürlich muss die Konstruktion dabei ihre Hoheit über die Daten behalten. Mit Workflows lässt sich sicherstellen, dass erst aus freigegebenen Daten Neutralformate erzeugt und mit anderen Abteilungen automatisch geteilt werden. Dies alles gelingt nur, wenn zentral im ERP-System alle Stammund Konstruktionsdaten, Stücklisten und andere Dokumente hinterlegt und mit kaufmännischen Informationen verknüpft sind. Erst dann gewinnt die Konstruktion den nötigen Freiraum für Kreativität und Innovation zurück. Eigentlich verblüffend einfach, wie das Ei des Kolumbus. www.proalpha.com DIE INTEGRATION VON ERP UND CAD ENTLASTET VON ROUTINEN UND SCHAFFT FREIRÄUME 12 DER KONSTRUKTEUR 3/2018

CONTROL ZEIGT NEUE ERKENNTNISSE IN DER QS-PRAXIS Die Control steht in den Startlöchern. Und das 32. Branchentref fen vom 24. bis 27. April auf der Landesmesse Stuttgart ist auf steigendem Expansionskurs. Die industrielle Fertigung unterliegt ständigen Veränderungen. Die Ansprüche an die zu produzierende Qualität steigen. Nicht nur im Sichtbereich, sondern immer mehr auch auf Mikro- und Nanoebene. Um den höheren Anforderungen bei Qualität und Individualität sowie dem steigenden Preisdruck gerecht zu werden, bedarf es neuer Technologien und Optimierungen im Bereich der Messtechnik und Bildverarbeitung. Die Sonderschau „Berührungslose Messtechnik“, die bereits zum 14. Mal in Kooperation zwischen der Fraunhofer-Allianz Vision und der P.E. Schall GmbH & Co. KG durchgeführt wird, zeigt neueste Entwicklungen und zukunftsweisende Technologien aus diesem Bereich. Ausgestellt wird ein breites Spektrum innovativer, berührungslos arbeitender Technologien; beispielsweise Lichtschnitt, Streifenprojektion, Weißlichtinterferometrie, Holographie, konfokale Messverfahren, Time of Flight und viele mehr. www.control-messe.de Anzeigen2018_146x202+3mm-DerKonstrukteur, antriebstechnik_180212_Layout 1 12.02.18 09:14 Seite 1 VOM WÄLZLAGER- HÄNDLER ZUM SYSTEMPARTNER FREILÄUFE Rücklaufsperren • Überholkupplungen • Vorschubfreiläufe 2 - 1230000 Nm KBT Knapp Wälzlagertechnik feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Das Unternehmen wurde 1958 von Werner Knapp in Fellbach bei Stuttgart gegründet und definiert sich seitdem als entwicklungstechnisch orientierter Spezialist für anwendungsspezifische Wälzlagerlösungen. Mit der Übernahme der Geschäftstätigkeiten 1998 durch Wolfgang Bauer entwickelte sich das Unternehmen vom klassischen Wälzlagerhändler hin zum Systempartner für kundenspezifische Wälzlager- und Lineartechniklösungen. Seit 2015 werden die Geschäfte von seinen Kindern Markus Bauer und Kerstin Bohn geführt. 2014 war die Firmenzentrale nach Waiblingen in einen Neubau umgezogen. Das Unternehmen bevorratet 14 000 Lagertypen nach DIN- Norm und besetzt außerdem die Nische der anwendungsspezifischen Besonderheiten. Dafür werden Wälzlager der Eigenmarke KBT (Knapp Bearing Technology) angeboten. Die Kunden des Unternehmens finden sich in der Maschinenbau-, Automations- und Automobilbranche. www.knapp-waelzlagertechnik.de Halle 11 Stand C15 www.ringspann.de Ihr Nutzen ist unser Antrieb

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