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DER KONSTRUKTEUR 4/2015

DER KONSTRUKTEUR 4/2015

Weniger Bauteile,

Weniger Bauteile, weniger Fehlerquellen LIVE@ Thermischer Kombi-Schutzschalter in einer Kernbohrmaschine Wassergekühlte Diamant- Kernbohrmaschinen fräsen sich selbst durch stark armierten Beton. Damit die Antriebsmotoren der Maschinen bei diesem Kraftakt nicht Schaden nehmen, benötigen sie einen professionellen Überlastungsschutz. In Diamant-Kernbohrmaschinen der Elektrowerkzeuge GmbH Eibenstock übernehmen diese Aufgabe thermische Kombi- Schutzschalter mit Ein-Ausschaltfunktion. Jeder kennt sie: die berühmten Nussknacker, Räuchermännchen und Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge. Sie alle werden noch heute in liebevoller Handarbeit hergestellt. Und in bester Qualität, denn die sächsische Region zwischen dem Elbsandgebirge und dem Vogtland hat hier eine lange Tradition. Doch aus dem Erzgebirge kommen nicht nur hochwertige Holzkunstartikel, sondern auch innovative Profi-Qualitätswerkzeuge. In diesem Produktbereich kann die Elektrowerkzeuge GmbH Eibenstock ebenfalls auf eine fast hundertjährige Tradition zurückblicken. Heute beschäftigt der sächsische Traditionsbetrieb 220 Mitarbeiter und zählt zu den ersten Adressen im Bereich Profiprodukte für den harten Baustelleneinsatz und in der Industrie. Im umfangreichen Produktprogramm finden sich Handbohrund Kernbohrmaschinen ebenso wie beispielsweise Betonschleifer, Mauerschlitzfräsen und Diamantsägen. Technisches Flaggschiff im Produktbereich Diamant- Kernbohrmaschinen ist das Modell DBE 352, eine extrem kraftvolle Kernbohreinheit für Bohrungen bis 352 mm Durchmesser. Dank eines robusten 3000 W Antriebsmotors können mit der DBE 352 Kernbohrungen selbst mühelos in armiertem Beton, Naturstein und Asphalt vorgenommen werden. Besonderes Feature der Maschine ist ihre Service-LED, die ca. zehn Stunden vor einem notwendigen Kohlebürstenwechsel aufleuchtet. Plötzlich auftretende Maschinenstillstände aufgrund verschlissener Kohlebürsten gehören somit bei diesem Modell der Vergangenheit an. Verlässlicher Überlastungsschutz Großen Wert legt Eibenstock insbesondere auch auf einen verlässlichen Überlastungsschutz – und zwar bei allen Maschinen. Kompromisse in Sachen Sicherheit, Zuver- 48 Der Konstrukteur 4/2015

KONSTRUKTIONSELEMENTE Funktionsintegriertes, kompaktes und zuverlässiges Bauteil: der thermische Kombi-Schutzschalter lässigkeit und Langlebigkeit gibt es bei den Sachsen nicht. So setzt Eibenstock in ihren Kernbohrmaschinen zum Beispiel thermische Kombi-Schutzschalter von E-T-A ein. Hierbei handelt es sich um Überstromschutzschalter mit Bimetallauslösern, die gleichzeitig auch als Ein- und Ausschalter der Maschinen dienen. Oder anders formuliert: Im Ein-/Ausschalter ist der Überstromschutz gleich platzsparend integriert. Zusatzkomponenten für die Realisierung des Überlastschutzes sind somit nicht notwendig. Hierzu Frank Markert, Leiter Fertigung und Technik bei Eibenstock: „Durch den Einsatz von Kombi-Schutzschaltern reduzieren wir nicht nur unseren Montageund Verkabelungsaufwand, sondern erhöhen gleichzeitig die Gesamtzuverlässigkeit unserer Maschinen. Denn: Weniger Einzelbauteile bedeuten auch immer weniger Fehlerquellen.“ Frühauslösungen ausgeschlossen Die Kernbohrmaschinen verfügen über hohe Leistungsreserven. Dies jedoch stellt besondere Anforderungen an den Überlastungsschutz. Er muss verlässlich zwischen unschädlichen und schädlichen Überlastungen unterscheiden können. Ist die Überlastung z. B. nur kurzeitig und in der Höhe begrenzt, soll keine Abschaltung erfolgen. Bei größeren und länger andauernden Überlastungen dagegen gilt es, den Motor rechtzeitig vor einer Beschädigung von der Versorgungsspannung zu trennen. In der Praxis bedeutet dies: Der Überstromschutzschalter muss in Bezug auf seine Nennstromstärke und seine Zeit/ Stromkennlinie exakt an die Grenztemperaturkennlinie des Motors angepasst werden. Hierzu reichen in aller Regel die reinen Datenblattangaben der Motorenhersteller nicht aus. Vielmehr ist es nötig, in separaten Tests die Strom- und Temperaturverläufe der Motoren im Falle einer Totalblockierung zu ermitteln und mit den Grenztemperaturkennlinien der Motoren abzugleichen. Dieses Verfahren ist zwar relativ aufwändig, jedoch kann nur auf diese Weise der optimale Schutzschalter bestimmt werden. Thomas Lässig, zuständig für Marketing und Produktmanagement bei Eibenstock, bringt es nochmals aus Kundensicht auf den Punkt: „ Zufriedene Kunden stehen bei uns an erster Stelle. Daher schließen wir unnötige und für den Maschinenbetreiber nervige Frühauslösungen unbedingt aus. Ein professioneller und exakt auf unsere Maschinen zugeschnittener Überlastungsschutz ist für uns daher unabdingbar“. Herausforderung induktive Last Im Gegensatz zu ohmschen Verbrauchern stellen induktive Lasten – wie die der Antriebsmotoren der Kernbohrmaschinen – deutlich höhere Anforderungen an das Die Kombi-Schutzschalter reduzieren die Anzahl der Komponenten Kontaktsystem eines Schutzschalters. Grund hierfür sind energiereiche Lichtbögen beim Abschaltvorgang. Ist das Kontaktsystem des Schutzschalters hierfür nicht ausgelegt, kommt es unweigerlich zur Zerstörung der Schaltkontakte durch Kontaktabbrand. Im schlimmsten Fall verschweißen gar die Kontakte und der Überstrom kann ungehindert weiterfließen und seine zerstörerische Kraft voll entfalten. Der E-T-A Kombi-Schutzschalter Typ 3120 verfügt daher über eine Zulassung nach IEC EN 60934, die die Absicherung induktiver Lasten konkret beinhaltet. Die Zulassungsprüfungen im Rahmen der Prüfreihen C und D wurden mit einem „harten“ Cosinus Phi von 0,55 bis 0,65 durchgeführt – und dank eines hochwertigen Kontaktsystems mühelos bestanden. www.e-t-a.de Der Konstrukteur 4/2015 49 Rotor-Clip.indd 1 06.03.2015 08:10:51

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