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DER KONSTRUKTEUR 4/2016

DER KONSTRUKTEUR 4/2016

ANTRIEBSTECHNIK Packende

ANTRIEBSTECHNIK Packende Lösungen Zahnstangengetriebe unterstützt die transportsichere Verpackung empfindlicher Lebensmittel Marcus Hirschen Der Wrap-around/Tray-Packer des Maschinenbauers Schäfer & Flottmann verpackt empfindliche Lebensmittel wie Butter und Margarine für den weiteren Transport und stellt dem Handel mit der stabilen Umverpackung gleichzeitig ein entsprechendes Verkaufsdisplay zur Verfügung. Für die beim Verpacken notwendige Präzision bei hoher Geschwindigkeit und hohen Taktzeiten sorgt ein Präzisionsgetriebe. Marcus Hirschen, LEANTECHNIK AG, Oberhausen Aufrichten, gruppieren, befüllen oder stapeln – das Spektrum der Verpackungstätigkeiten ist breit. Die Maschinenbauer Schäfer & Flottmann aus Gevelsberg verstehen sich auf die Automatisierung von Verpackungs- und Kommissionierungsvorgängen. Zum Programm des vor 60 Jahren gegründeten Familienunternehmens gehören einzelne Maschinen oder ganze Verpackungslinien. Sie kommen insbesondere in der Lebensmittelindustrie, aber auch in den Bereichen Pharma, Chemie und Hygiene zum Einsatz. „Es gehört nicht nur zu unseren Aufgaben, Ware gut in einer Sekundärverpackung unterzubringen, sondern auch, Prozesse weiter zu beschleunigen, Formatwechsel zu erleichtern und Standzeiten auf ein Minimum zu reduzieren“, erklärt Günter Wibbing, der Geschäftsführer bei Schäfer & Flottmann. Passgenau und produktschonend Sekundärverpackungen schützen die Einzelprodukte während des Transports und können bei entsprechender Ausgestaltung, z. B. mit Aufreißperforation, auch als Verkaufsdisplay am Point-of-sale eingesetzt werden. Für die Verpackung von weichen Produkten wie Butter oder Margarine haben Schäfer & Flottmann Wrap-around/ Tray-Packer im Programm, die als besonders wirtschaftlich gelten, da sie den Kartonzuschnitt als Transportverpackung 78 Der Konstrukteur 4/2016

01 Der Packer eignet sich zum Verpacken von Produkten in Trays und/oder Wrap-around-Kartons (Wrap-around) oder als Verkaufspräsenter (Tray) direkt um das Produkt herum falten. Da es keine Faltwerkzeuge zwischen Produkt und Karton gibt, ist die Verpackung besonders eng. Eine teil- oder komplett überlappende Faltung von Seiten-, Bodenund Deckellaschen erhöht die Stabilität des Kartons und ergibt eine größere Widerstandsfähigkeit auf der Palette als z. B. ein Schlauchkarton. „Um Wrap-arounds oder Trays zu packen, ist ein sicheres Produkthandling und eine hohe Laufruhe entscheidend“, erläutert Günter Wibbing. „Dabei ist ein Packer in der Regel keine Stand-alone- Lösung, sondern muss am Ende des Verpackungsprozesses an die Geschwindigkeit der vorhergehenden Abfüllstationen angepasst werden.“ Für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie eignet sich der in nichtrostenden Materialien ausgeführte Packer SFS 374 mit einer Leistung von bis zu 25 Wrap-around- Kartons bzw. Trays pro Minute und einer Leistung von über 30 Lagen pro Minute. Alle Hauptbewegungen werden von Servoantrieben übernommen, der Kartonfalter arbeitet pneu matisch. Die Beleimung ist punktuell zu- oder abschaltbar, ein schneller und reproduzierbarer Formatwechsel der Kartonzuschnitte ist problemlos möglich. Die Besonderheit des SFS 374 liegt darin, dass die flachliegenden Zuschnitte um die Produktgruppen geformt werden. Die Zuführung der zu verpackenden Produkteinheiten im Wrap-around/Tray-Packer erfolgt über ein Stop-and-go-Transportband und einer anschließenden „toten Platte“. Auf dieser werden die Produkte aufgestaut und über Näherungsschalter gemeldet. Sobald die Sollmenge erreicht ist, stoppt das Band und es wird eine Lücke gebildet. Die Pro- duktlage wird nun abgeschoben und von einem Zungenblech aufgenommen, das die Lage weiter auf den bereitliegenden Zu - schnitt schiebt. Im Zuschnittmagazin geht’s rund Die Zuschnittzuführung erfolgt aus einem Magazin, in dem die Kartons senkrecht stehen. Eine Ansaugplatte mit zwei integrierten Vakuumgreifern saugt zur Vereinzelung einen Zuschnitt an und führt diesen über eine Drehbewegung und einen Schieber waagerecht direkt unter das Zungenblech. Nach dem Abstreifen der Produkt lage auf den Zuschnitt wird dieser samt Produkt vertikal zwischen die Bleche der Transportkette gezogen. In weiteren Schritten erfolgen die Faltung und die Verklebung der Innen- mit den Außenlaschen. Anschließend wird noch der Deckel mit einer Seitenwand verklebt. Am Ende gelangt der fertige Karton auf ein Abtransportband. 02 Bauform mit zwei parallel laufenden Zahnstangen, die sich jeweils in die entgegengesetzte Richtung bewegen RIMOSTAT ® - Rutschnaben RSHD • Für Schwerlastanwendungen bis60.000 Nm • Hohe Leistungskonstanz dank temperaturstabilem Rutschmoment • Exzellentes Verschleißverhalten • Hochtemperaturbeständig und trockenlaufstabil bis 800° C • Ideallösung fürBaumaschinen, Zerkleinerungstechnik und Fördertechnik

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