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DER KONSTRUKTEUR 4/2017

DER KONSTRUKTEUR 4/2017

ROBOTIK KOLLABORATION

ROBOTIK KOLLABORATION WEITERGEDACHT 01 Mensch-Roboter-Kollaboration, kurz MRK, ist einer der vorherrschenden Trends in der Robotik und bezeichnet die direkte Interaktion von Mensch und Technik. Pionier Esben H. Østergaard will den Aspekt der Kollaboration jedoch noch weiter gefasst sehen: Er lässt seine Vision einer mit sich selbst kollaborierenden Branche Wirklichkeit werden – zum Vorteil für Entwickler und Endanwender. SPECIAL Die Nachfrage nach kollaborierenden Robotern ist in den letzten Jahren regelrecht in die Höhe geschossen. Kein Wunder, schließlich machen die Cobots, die Collaborative Robots, Automatisierung in kleinen und mittelständischen Unternehmen oft erst möglich – und erobern damit ganz neue Märkte. Dank ihrer flexiblen Anwendung sind sie für Konstrukteure ein geschätzter Baustein im Maschinen- und Anlagenbau. Esben H. Østergaard, CTO und Gründer des dänischen Herstellers Universal Robots, hat also allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Dennoch sieht er Handlungsbedarf: „Überall auf der Welt haben wir gesehen, wie Entwickler und 100 DER KONSTRUKTEUR 4/2017

02 01 Ebbe Fuglsang (li.), CTO und Mitbegründer von On Robot: „Konstrukteure brauchen Greifer, die ebenso flexibel einsetzbar wie der Roboterarm selbst sind“ 02 Universal Robots+ ist ein Showroom für Roboterzubehör, das für den Einsatz mit UR-Robotern optimiert ist Anwender immer wieder die gleichen Lösungen für die gleichen Probleme finden, ohne sie miteinander zu teilen.“ Kollaborierende Roboterarme sind zunächst „nackte" Werkzeuge – erst bedarfsgerecht mit passenden Endeffektoren wie Greifern oder Sensoren ausgestattet, werden sie zur funktionalen Automatisierungslösung. Der aufstrebende Markt für Leichtbauroboter hat auch für ein üppiges Angebot an komplettierendem Zubehör gesorgt. Das ist natürlich positiv, weil sich aus dieser Produktvielfalt mittlerweile für beinahe jeden Bedarf die optimale Lösung kombinieren lässt. Diese aber in der Fülle an Möglichkeiten auch zu finden, wird dabei umso schwerer. DIE WEICHEN FÜR INDUSTRIE 4.0 STELLEN Dem wollte Esben H. Østergaard mit Universal Robots entgegenwirken und Synergien in der Branche schaffen. Damit nicht nur Roboter mit Menschen kollaborieren, sondern auch Entwickler untereinander besser zusammenarbeiten können, rief er letztes Jahr Universal Robots+ ins Leben, eine Entwickler- und Marketingplattform. Mit ihrer Hilfe können Entwickler an ihren Produktkomponenten und Applikationen arbeiten und diese anschließend zur Schau stellen – bereits passgenau für den Einsatz mit den Roboterarmen von Universal Robots optimiert. Der zugehörige Showroom stellt dabei jedoch eine reine Marketing- und keine Verkaufsplattform dar. Konstrukteure und Endanwender sollen so von einer noch einfacheren Integration und Nutzung profitieren. Die Notwendigkeit dessen liegt für Østergaard klar auf der Hand: „Im Zuge von Industrie 4.0 stehen wir vor einem Wandel. Kleinere Produktionsvolumina bei erhöhter Variantenvielfalt erfordern mehr Flexibilität innerhalb der Produktionsprozesse. Da raus resultiert der Bedarf, die Entwicklungskosten und Implementierungszeiten von Roboteranwendungen zu reduzieren. Das wiederum gelingt nur durch eine intensivere Zusammenarbeit und einen Know-how-Transfer innerhalb der Branche. Mit Universal Robots+ bieten wir die dafür notwendige Lösung.“ DAS GANZE POTENZIAL AUSSCHÖPFEN Der Launch des Ökosystems für Entwickler erfolgte im Juni 2016 auf der Automatica in München. Bereits nach kurzer Zeit hatten sich rund 200 Teilnehmer angemeldet. Schon Motion Control Drives einfach präzise. Überlegene Antriebslösungen mit höchster Präzision, hohem Wirkungsgrad, schnellen Lieferzeiten. Ihr Wettbewerbsvorteil: Antriebstechnik von Sumitomo Drive Technologies. Halle 25, Stand D14 Telefon +49 8136 66-0 marktind@sce-cyclo.com www.sumitomodrive.com

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