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DER KONSTRUKTEUR 4/2017

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ROBOTIK SPECIAL "IN

ROBOTIK SPECIAL "IN MECHATRONISCHEN GREIFSYSTEMEN SEHE ICH DEUTLICHE VORTEILE GEGENÜBER PNEUMATISCH GESTEUERTEN LÖSUNGEN" www.DerKonstrukteur.de Andreas Peinelt, Produktlinienleiter bei Schenck RoTec Wir haben uns ganz bewusst für einen servomotorischen Greifer von Schunk entschieden, da dort verschiedene Funktionen integriert werden können. Indem wir über den Servoantrieb eine Positionsrückmeldung erhalten, können wir die Finger vorpositionieren und die Taktzeit optimal gestalten. Zudem stellt das Haltemoment sicher, dass bei einem Not-Aus oder bei offener Schutztür ein sicherer Halt des Rades gewährleistet ist. Auch baut das mechatronische Greifsystem wesentlich kompakter und der Installationsaufwand liegt deutlich unter dem pneumatischer Rädergreifer. "ANWENDER PROFI­ TIEREN VON UNSERER END-OF-ARM- KOMPETENZ" Ralf Steinmann, Geschäftsbereichsleiter Greifsysteme bei Schunk Die umfassende End-of-Arm-Kompetenz von Schunk bietet beste Voraussetzungen für anwendungsspezifische Handhabungslösungen. Über 2000 Standard- und kundenspezifische Greifsysteme realisiert das Familienunternehmen im Durchschnitt pro Jahr. Daneben baut es den Bereich seiner mechatronischen Standardmodule immer weiter aus. Ein Beispiel einer mechatronischen Lösung findet sich in der robotergestützten Montagelinie für Kompletträder von Schenck RoTec. www.DerKonstrukteur.de innenliegende, doppelte Profilschienenführung gewährleistet eine maximale Steifigkeit und Präzision, sodass selbst hohe Belastungen souverän aufgenommen werden. Um die Zuverlässigkeit und Lebensdauer des extrem flachen Moduls zu er höhen, schützt ein speziell fixiertes Abdeckband aus Kunststoff die Führungen und Antriebselemente vor Schmutz. Das adaptierbare Modul überzeugt mit hohen konstanten Kräften und einer Wiederholgenauigkeit von ± 0,03 mm bei einem flexiblen Hub von 285 mm je Backe. Es kann frei programmiert und zur einfachen Einbindung in bestehende Steuerungskonzepte mit unterschiedlichen Servomotoren ausgestattet werden. In Kombination mit einem Motor des Roboterherstellers lässt es sich wie bei Schenck RoTec komfortabel als siebte Achse unmittelbar in die Steuerung des Roboters integrieren. Neben der Wegpositionierung der Greiferfinger und einer Anwesenheitskontrolle verfügt das Greifsystem zusätzlich über eine strombasierte Kraftregelung der Finger. Diese ermöglicht während des Handlings eine Kontrolle des Reifendrucks, um beispielsweise plötzliche Druckluftverluste aufgrund von Lunkern in der Felge oder undichten Ventilen auszuschließen. MECHATRONISIERUNG BIETET ZAHLREICHE VORTEILE Nach Einschätzung des Spezialisten von Schenck RoTec geht der Trend in der Räderproduktion klar in Richtung Robotik und Mechatronisierung, denn immer häufiger ließen sich die anspruchsvollen Layout-Vorgaben von Räderprojekten nicht mehr mit mechanischen Lösungen abbilden. Gerade im Premiumsegment forderten Kunden immer häufiger eine Individualisierung bis ins Detail, sprich die silberne Felge erhält ein silbernes Gewicht, die schwarze ein schwarzes. Das Komplettrad, betont Andreas Peinelt, unterliege wie kein anderes Bauteil am PKW der Veränderung: zum einen aufgrund technischer Entwicklungen, zum anderen aufgrund der steigenden Individualität der Kunden. Ein Premiumhersteller produziere heutzutage schnell über 10 000 Räder pro Tag für fünf verschiedene Modelle. Pro Modell zehn bis fünfzehn Aluminiumfelgen, zehn verschiedene Reifenfabrikate und vier Ventiltypen. „Wenn sie einen chaotischen Mix an Rädern und individuellen Merkmalen auf einer Linie fahren wollen, bieten Roboter und mechatronische Komponenten die höchste Flexibilität und sie ermöglichen eine größtmögliche Standardisierung bei maximaler Varianz“, fasst der Produktlinienleiter zusammen und ergänzt: „Eine solche Applikation lässt sich gleichermaßen als vollautomatische Lösung mit zwei Robotern oder als werkerspezifische Lösung mit einem Roboter einsetzen.“ Bei letzterer wird das Rad vom Roboter zum Werker eingedreht und manuell an den per Laser markierten Ausgleichspunkten mit Gewichten versehen. Dabei entstehen deutliche Ergonomie-Vorteile, denn die Positionierung des Rades lässt sich individuell an die Größe des einzelnen Werkers anpassen. Hinzu komme die wesentlich höhere Energieeffizienz von mechatronischen Greifsystemen, der geringe Verschleiß durch den Wegfall von Energieketten, die Möglichkeiten zur Abfrage, der zügige Modulwechsel im Falle einer Anlagenwartung oder eines Crashs, die reduzierte Geräusch- und Partikelemission sowie die Möglichkeiten zu energieeffizienten Pausenschaltungen und zu einer durchgängigen Prozessdokumentation. „Nachdem die Preise für mechatronische Komponenten mittlerweile deutlich gesunken sind, gehen wir davon aus, dass der Anteil mechatronischer Greifsysteme in den kommenden Jahren erheblich steigen wird“, fasst Andreas Peinelt zusammen. Bilder: Schunk www.schunk.com MIT EINEM MOTOR DES ROBOTER- HERSTELLERS LÄSST SICH DAS GREIF- SYSTEM ALS SIEBTE ACHSE IN DIE STEUERUNG INTEGRIEREN 110 DER KONSTRUKTEUR 4/2017

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