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DER KONSTRUKTEUR 4/2017

DER KONSTRUKTEUR 4/2017

ANTRIEBSTECHNIK PRODUKTE

ANTRIEBSTECHNIK PRODUKTE UND ANWENDUNGEN Motorenschutz und effizienter Betrieb spielen beim Einsatz von Elektromotoren eine große Rolle. Dabei stellt sich häufig in Anwendungen die Frage, ob ein Motor eher durch einen Softstarter oder einen Frequenzumrichter geregelt werden sollte. Autor: Johannes Schwenger, WEG, Kerpen Häufig herrscht Uneinigkeit darüber, ob Softstarter für die Anwendung ausreichen oder ein Frequenzumrichter zum Einsatz kommen sollte, um den Motor am effektivsten zu steuern. Um die richtige Entscheidung zu treffen, sollte eine Reihe von Faktoren bedacht werden. Zu diesen gehören z. B. die Art der Anwendung, mechanische Anforderungen an das System und Kosten – sowohl bei dem erstmaligen Einbau als auch über die Gesamtlebensdauer eines Systems. Neben Energieeinsparung, Einhaltung der Vorschriften und Verbesserung der Energieeffizienz spielt insbesondere die Zuverlässigkeit der Motoren eine wichtige Rolle. Wann und für welche Anwendung sich überwiegend der Einsatz von Softstartern eignet, wird im Folgenden dargestellt. KONTROLLIERTER ANLAUF Zur Verlängerung der Lebensdauer von Elektromotoren und Kupplungen können sowohl Frequenzumrichter als auch Softstarter eingesetzt werden. Beide Varianten reduzieren die Klemmspannung, bieten dadurch hochwertigen Anlagen ausreichend Schutz und ermöglichen bei Elektromotoren einen sanften Anlauf. Wird bei 44 DER KONSTRUKTEUR 4/2017

Anwendungen eine permanente Drehzahlregelung benötigt oder eine Reduzierung des Energieverbrauchs angestrebt, finden Frequenzumrichter Anwendung, da sie Drehstrom-Asynchronmotoren schützen und deren Drehzahl steuern. Ist hingegen eine kontrollierte Beschleunigung der Motoren bis auf die Nenndrehzahl notwendig, eignet sich der Einsatz von Softstartern, beispielsweise die der neuen SSW900-Reihe von WEG. Das Drehmoment von Drehstrom-Asynchronmotoren stellt sich grundsätzlich analog der Motoranlaufkurve ein, was bei mangelhafter Ausführung zu Beschädigungen an der angetriebenen Ausrüstung führen kann. Im Vergleich zum direkten Einschalten und unkontrollierten Hochlaufen des Motors begrenzen die Softstarter dank des Einsatzes von Leistungshalbleitern wie Thyristoren den Einschaltstrom und damit auch das Einschaltmoment und reduzieren die Momentbelastungen des mechanischen Antriebsstrangs. HOHE EFFIZIENZ Zudem ermöglichen die Softstarter dank der stetigen Spannungssteigerung an den Motorklemmen eine kontrollierte und zugleich sanfte Beschleunigung. Darüber hinaus lassen sich die Anfahrmomente von Asynchronmotoren mittels Drehmoment-Steuerung exakt gemäß dem Applikationsbedarf begrenzen. Die SSW900- Softstarter bieten dank integrierter SPS über den Basisfunktionalitätsumfang hinaus (wie Spannungsrampen, Strombegrenzungs- DIE SOFTSTARTER BIETEN HOHEN BEDIENKOMFORT DANK LCD-DISPLAY UND PROGRAMMIER-ASSISTENTEN oder Drehmomentbegrenzungsanlauf) programmierbaren Automationskomfort für zusätzliche Applikationsanforderungen. Das erzeugte Drehmoment (Basisfunktionalitätsumfang) kann flexibel an die Last angepasst werden und das Anlaufen erfolgt mit dem niedrigsten möglichen Strom. Da die Geräte zudem über einen integrierten Bypass-Schütz verfügen, der zu einer Reduzierung der Verlustleistung (keine Wärmeverluste in den Thyristoren) und damit zur Energie- und Gerätevolumeneinsparung führt, gewährleisten sie eine längere Lebensdauer sowie ein reduziertes Gerätebauvolumen. Wir zeigen den Wert von Industrie 4.0 Smartes System für Predictive Maintenance und Produktionsoptimierung IoT-Nachrüstung von Bestands- und Neumaschinen Planbare Instandhaltung reduziert Servicekosten Hersteller- und baujahrunabhängig einsetzbar www.baumueller.de 01 Besuchen Sie uns auf der Hannover Messe 2017: 24.–28. April 2017 Halle 14, Stand H12 01 Die Softstarter-Reihe deckt in vier Baugrößen Ausgangsströme von 10 bis 412 A in dem Spannungsbereich 220 bis 575 V 3AC ab be in motion

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