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DER KONSTRUKTEUR 5/2019

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DER KONSTRUKTEUR 5/2019

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK www.DerKonstrukteur.de „INTEGRATION IM TREND“ Martina Klein, stv. Chefredakteurin Integration ist im Trend und sie bietet häufig viele Vorteile. Das gilt auch bei der Maschinensicherheit. Mussten sicherheitsgerichtete Steuerungsaufgaben früher separat realisiert werden, gibt es heute die Möglichkeit, Sicherheits- und Automationsfunktionen in einer Lösung umzusetzen. Das reduziert den (Verkabelungs-)Aufwand, fördert die Modularität und steigert die Flexibilität. Nicht zuletzt spart der Konstrukteur dadurch Platz in der Maschine. fest miteinander verschweißt. Unter sichernden Plexiglashauben separieren Quer- und Längsschneidemesser die einzelnen Packungen, die über ein ablaufendes Band oder händisch in Transportkisten wandern. Bei Bedarf lässt sich die Einlegestrecke mit Rampen ausstatten, diese sichern Flüssigkeiten wie z. B. Soßen beim schnellen Anfahren vor dem Herausschwappen. Die Taktgeschwindigkeit des Sprinters lässt sich über mehrere Stufen an die Arbeitsgeschwindigkeit des Bedieners anpassen. AUTOMATISIERUNGSSYSTEM FÜHRT DIE GESAMTREGIE Absolutes Novum beim Sprinter: Für das gesamte Ablauf- und Sicherheitsmanagement der Anlage ist ausschließlich das Automatisierungssystem PSS 4000 in enger Kombination mit der webbasierten Visualisierungssoftware PASvisu von Pilz verantwortlich. Die früher strikte Trennung zwischen Anlagensteuerung und Sicherheit ist aufgehoben, ohne jegliche Einbußen bei der Sicherheit. Gleichzeitig steht das vielseitige Automatisierungssystem mit seinem Operations- und Funktionsumfang hier einer Standardsteuerung in nichts nach. Da der Sprinter ohne separate Hardware für nicht sichere und sichere Funktionen auskommt, kommt die Maschine schlanker und kompakter daher. Offensichtlich wird das vor allem im Schaltschrank: Der fällt kleiner und übersichtlicher aus, neben der zentralen Steuerung PSSuniversal PLC sind grüne E/A-Module für nicht sichere Funktionen und gelbe E/A-Module für Sicherheitsfunktionen zuständig. Der modulare Aufbau des Automatisierungssystems lässt jederzeit funktionale Erweiterungen zu. Neben Steuerungen in verschiedenen Leistungsklassen stehen je nach Aufgabe die passenden E/A-Module sowie eine Visualisierungs- und eine Engineering-Software im System zur Verfügung. Zuverlässigkeit und Genauigkeit sind beim Sprinter ein Muss: „Der Metzger muss sich auch bei einer verlängerten Einlegestrecke mit bis zu 14 Schritten auf die Präzision der Anlagensteuerung verlassen können: Wären wir bei jedem Schritt nur um weniger als einen Millimeter ungenau, würde sich das am Ende summieren. Der Quer- und Längsschneider teilt dann nicht mehr einzelne Packungen, sondern schneidet diese wieder auf, ein absolutes No-Go!“, stellt Janke klar. DIE MASCHINE „SICHTBAR“ MACHEN Traditionell stellt Komet hohe Anforderungen an die Visualisierung. Diese vereinfacht und beschleunigt nicht nur den Installations- und Inbetriebnahmeprozess, sie dient vor allem dem Maschinenbediener: „Der Metzger ist weder Programmierer noch Techniker, er will das Gerät intuitiv und sicher bedienen können und am Ende PRODUKTE UND ANWENDUNGEN WIR HABEN KEINE ELEK­ TRONIKABTEILUNG UND VERLASSEN UNS AUF DIE KOMPETENZ VON PILZ“ Harald Janke, Betriebsleiter, Komet Wir haben keine Elektronikabteilung im Hause und verlassen uns in diesem Punkt seit Jahren auf die Kompetenz von Pilz. Wir formulieren unsere Vorstellungen, definieren die Schnittstellen und entwickeln so in den Bereichen Steuerung, Sicherheit und Visualisierung gemeinsam integrierte Gesamtlösungen, exakt auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten.

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK 02 01 Über das zentrale Bedienfeld der webbasierten Schnittstelle PASvisu kann der Anwender den Sprinter per Knopfdruck starten und stoppen, Produktwechsel durchführen und Ergänzungen im Ablauf vornehmen 02 Magnetische Sicherheitsschalter PSENmag überwachen u. a. die mobile Schutzhaube über der Siegelstation sowie die Längs- und Quermesser des Sprinter 03 Im Automatisierungssystem PSS 4000 von Pilz spielt die Steuerung PSSuniversal PLC als Allrounder die klassische, zentrale SPS-Steuerungsrolle aus – für Sicherheit und Automation; oder kann als verteiltes System eingesetzt werden 01 sicher sein, dass die Ware haltbar verpackt ist“, fasst Janke zusammen. Mit der von Pilz entwickelten, web basierten HMI-Software PASvisu lassen sich Automatisierungsprojekte einfach konfigurieren und visualisieren. Maschinenhersteller wie Anwender haben die Automatisierung jederzeit komplett im Blick, entweder direkt über das HMI an der Maschine oder via Fernzugriff. Die webbasierte Schnittstelle PASvisu ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, die relevanten Daten liefert das Automatisierungssystem PSS 4000. Über das zentrale Bedienfeld kann der Anwender die Maschine per Knopfdruck starten und stoppen, Produktwechsel durchführen, den Bandlauf verändern, Ergänzungen im Ablauf vornehmen, etc. Neben der Systemdiagnose, die von der Hardware des Automatisierungssystems selbst durchgeführt wird, kann PASvisu auch die in PAS4000 projektierte Prozessdiagnose anzeigen, so zum Beispiel die Siegeltemperatur oder die Siegelzeit. Die Automatisierungs- und Visualisierungslösung von Pilz bietet sämtliche Voraussetzungen, dass der Metzger von morgen vorne im Laden stehen und auf seinem Tablet oder Smartphone verfolgen kann, was die Maschine hinten im Produktionsraum gerade erledigt. 03 Bilder: Pilz GmbH & Co. KG www.pilz.com PROZESSKRÄFTE MIT DEHNUNGSAUFNEHMER MESSEN Neu mit umschaltbarem Messbereich • Für Neuanlagen und Retrofit • Einfache Installation • Robust und überlastfest • Vielfältige Bauformen • Ausgangssignal: 4-20 mA oder ±10 V • Auf Wunsch DMS-Applikation direkt auf Maschinenbauteil X-Sensors AG CH-8253 Diessenhofen www.x-sensors.com info@x-sensors.com

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