Aufrufe
vor 7 Monaten

DER KONSTRUKTEUR 6/2017

DER KONSTRUKTEUR 6/2017

KLARTEXT HERAUS-

KLARTEXT HERAUS- FORDERUNG HYGIENIC DESIGN XAVIER VAN AELST Director Food & Beverage, Aventics, Hannover Im Bereich Hygienic Design bieten wir von Aventics Lösungen, die sich an den anspruchsvollen Vorgaben von Organisationen wie der EHEDG (European Hygienic Engineering and Design Group) orientieren. Zu unserem Portfolio gehört z. B. ein EHEDG-zertifiziertes Ventilsystem, das mit allen marktüblichen Bussystemen angesteuert werden kann. Außerdem haben wir ein breites Spektrum an Pneu matikzylindern aus hochwertigem Edelstahl in hygienischem Design, die höchste Anforderungen an Korrosionsbeständigkeit und Hygiene erfüllen. Die Herausforderung für die Pneumatik besteht heute darin, einzelne Komponenten und Funktionen in ein Gesamtsystem zu integrieren. Es geht nicht mehr um Einzelprodukte, der Trend geht zu Komplettlösungen. Die Kunden wünschen sich zunehmend auch eine fundierte Beratung. Unser Fokus liegt deshalb darauf, sie mit ausgefeilten Produkten und spezifischem Branchen-Know-how zu unterstützen. Hygienic Design bedeutet, in der Konstruktion von Maschinen und Komponenten Gestaltungsgrundsätze anzuwenden, die später im Betrieb eine hygienische Produktion und damit die Herstellung sicherer Lebensmittel, aber auch Pharma- und Kosmetikprodukte ermöglicht. Im Grunde geht es darum, das Risiko einer Kontamination zu minimieren. Das betrifft alle Komponenten, vom Antrieb bis zum Steckverbinder. Aber was steht wo im Fokus? SPEZIFISCHES BRANCHEN- KNOW-HOW IST GEFRAGT EINHAUSUNG BIETET KEINEN WIRKSAMEN SCHUTZ MENSCHEN UND MÄRKTE MANUEL PETER Leiter Produktmanagement – Getriebe & Anwendungen, WITTENSTEIN alpha GmbH, Igersheim Produktkontaminationen und Prozessrisiken spielen in der Antriebstechnik eine immer entscheidendere Rolle. Bislang werden nicht hygienegerechte Antriebseinheiten eingehaust, um sie vor Keimbildung nach einem Produktaustritt oder der Nassreinigung zu schützen. Doch dieser Schutz vor Kontaminationen ist trügerisch. Unter den Abdeckungen bilden sich Staub, Feuchtigkeitsnebel und Schmutznester, die sich mit einer Außenreinigung nicht beseitigen lassen. Diese Schwachstellen in der Anlage bilden den optimalen Nährboden für die Vermehrung von Mikroorganismen und können zu Produktkontaminationen führen. Die EHEDG-zertifizierten Hygiene Design Getriebe und Aktuatoren von Wittenstein Alpha bedeuten einen Paradigmenwechsel bei der Konstruktion von Maschinen und Anlagen für Steril- und Nassbereiche. Sie bieten ein Höchstmaß an Sicherheit und ermöglichen eine offene Maschinenkonstruktion. 42 DER KONSTRUKTEUR 6/2017

KLARTEXT MARIS REINOLD Business Development Manager – Food Industry, Murtfeldt Kunststoffe GmbH & Co. KG, Dortmund Hygienic Design ist für Murtfeldt Kunststoffe schon seit vielen Jahrzehnten ein Thema, denn Murtfeldt ist ein bewährter Partner, wenn es um den Einsatz von Kunststoffbauteilen in lebensmittelverarbeitenden Anlagen geht. Vor diesem Hintergrund haben wir lange vor Ablauf der gesetzlich vorgegebenen Frist unsere Kunststoffe zertifizieren lassen hinsichtlich der EU-Konformität für Materialien, die mit Lebensmitteln direkt in Kontakt kommen (EU Nr. 1935/2004 sowie EU Nr. 10/2011). Zudem werden wir für den Kunden als Problemlöser aktiv. Die Konstrukteure der Murtfeldt Anwendungstechnik unterstützen die Anlagenbauer in ihrer Herausforderung, auch die verbauten Kunststoffbauteile nach Hygienic-Design-Vorgaben zu konstruieren. Ob es sich hierbei um Produktwender, Förderschnecken oder individuelle Einzelteile handelt, spielt keine Rolle. Stattdessen gehen wir auf produktspezifische Herausforderungen ein und produzieren möglichst einteilig, vermeiden Verbindungselemente, versehen Kanten und Ecken mit Radien, um Restablagerungen zu minimieren. WIR PRODUZIEREN MÖGLICHST EINTEILIG PASSIVE VERTEILER SENKEN DEN VERDRAH- TUNGSAUFWAND JENS MÖLLMANN Sales Director Americas, Murrelektronik GmbH, Oppenweiler Die Nahrungsmittelindustrie stellt höchste Anforderungen an Maschinen und Anlagen, vom Prozess über die Primär- bis hin zur Sekundär- und Endverpackung. Der Einsatz zukunftsweisender Technologien ist ein Muss, um die wachsenden Anforderungen an Flexibilität und Modularität zu gewährleisten. Der Einsatz von IO-Link-fähigen Sensoren und Aktoren kann ein großer Schritt in die richtige Richtung sein. Steigende Anforderungen an das Hygienic Design des Produktionsumfelds lassen die Kosten für Komponenten steigen. Zukunftsorientierte Installationskonzepte ermöglichen eine Verkürzung der Installationszeit und erleichtern Wartung und Service. Durch den Einsatz von passiven Verteilern oder von Feldbustechnik kann der Verdrahtungsaufwand im hygienischen Umfeld um ein Vielfaches vereinfacht werden. Murrelektronik bietet für diese Anwendungen und für viele weitere Fragestellungen Lösungen, die hervorragend auf die Anforderungen dieses Industriezweigs zugeschnitten sind. DER KONSTRUKTEUR 6/2017 43

AUSGABE