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DER KONSTRUKTEUR 6/2017

DER KONSTRUKTEUR 6/2017

KONSTRUKTION 2025

KONSTRUKTION 2025 DESIGNEN FÜR DIE ZUKUNFT Welche Trends prägen das Produktdesign in den nächsten 10 Jahren? Es gibt mehrere Trends, die das Produktdesign in den nächsten Jahren stark beeinflussen werden: n Generative Fertigungsverfahren, wie beispielsweise 3D-Drucken und 3D-Stricken, eröffnen neue Freiheiten bei der Gestaltung und Individualisierung von Produkten. n Die zunehmende Verschmelzung von Hard- und Software durch intelligente Materialien und Oberflächen bedarf einer noch interdisziplinäreren Arbeitsweise zwischen Produktdesign, Interfacedesign, Usability Engineering und Konstruktion. n Die stärkere Digitalisierung und Vernetzung von Produkten erfordert ein ganzheitliches Denken in Systemen statt in einzelnen Produktlösungen. n Stichwort „Human-centered Design“: Die Bedürfnisse der Nutzer rücken bei Neuentwicklungen von Produkten noch weiter in den Fokus, um das Risiko, am Markt vorbei zu entwickeln, zu minimieren. Design Research und Co-Creation-Prozesse gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. MENSCHEN UND MÄRKTE Was für eine Rolle spielen Werkstoffe in diesem Zusammenhang? Innovative Werkstoffe und Fertigungsverfahren waren immer schon ein Treiber für Designinnovationen, da neue konstruktive Eigenschaften von Materialien oft andere, vielfältigere Ausdrucksmöglichkeiten in der formalen Gestaltung von Produkten ermöglichen. Ein Beispiel aus der Geschichte ist der Thonet-Stuhl No. 14, auch bekannt als Wiener Kaffeehausstuhl, der aufgrund der damals neuen Bugholz-Technologie die Gestaltung eines Sitzmöbels grundlegend verändert hat und bis heute der meistverkaufte Stuhl der Welt ist. Aktuell sind es die generativen Fertigungsverfahren, die die Designwelt und auch die Industrie im Ganzen revolutionieren werden. Bei dieser Entwicklung werden die Fortschritte in der Materialtechnologie im Hinblick auf Fertigungsgeschwindigkeit und Oberflächenqualität eine entscheidende Rolle spielen. Wie sind Konstrukteure hier gefordert? Genauso wie ein Produktdesigner Kenntnisse in den Bereichen der Konstruktion und Fertigungstechnik besitzen muss, benötigt ein Konstrukteur grundlegende Kenntnisse im Bereich Design. Nur so kann zwischen den beiden Disziplinen ein fruchtbarer Dialog auf Augenhöhe entstehen, der auf der Basis der oben beschriebenen Entwicklungen sinnvolle, innovative Lösungen ermöglicht. www.designaffairs.com MICHAEL LANZ MITINHABER UND GESCHÄFTS­ FÜHRER DER STRATEGISCHEN DESIGNCONSULTING AGENTUR DESIGNAFFAIRS, MÜNCHEN FÜR EINEN FRUCHTBAREN DIALOG MIT DEM PRODUKT- DESIGNER BENÖTIGT EIN KONSTRUKTEUR GRUND­ LEGENDE KENNTNISSE IM BEREICH DESIGN 8 DER KONSTRUKTEUR 6/2017

CONTROL 2017: INTERNATIONALER DENN JE 942 Aussteller aus 31 Ländern verbuchte die 31. Control im Mai in Stuttgart. Dies und ein Anteil von 27 % an Besuchern aus dem Ausland machten die Messe für Qualitätssicherung so international wie nie zuvor. Insgesamt wurden 29 417 Fachbesucher aus 106 Nationen registriert, rund 10 % mehr als beim letzten Mal. Unter dem Motto „Dekaden- Festival“ stand die Messe, weil sie vor zehn Jahren von Sinsheim nach Stuttgart umgezogen war. Damit fanden auch zum 10. Mal das Fraunhofer IPA Eventforum und die Verleihung des Kompetenzpreises Baden- Württemberg für Innovation und Qualität statt. Preisträger waren in diesem Jahr die Hobart GmbH in der Kategorie Unternehmen und Martin Hub schneider von CAS Software in der Kategorie Unternehmer-Persönlich keit. Zum Rahmenprogramm gehörten die Sonderschau „Berührungslose Messtechnik“ der Fraunhofer Allianz Vision, Workshops von DGQ, zum zweiten Mal der Gemeinschaftsstand „Business France“ und das – komplett ausgebuchte – Aussteller-Forum. www.schall-messen.de LEE MIT NEUER WEBSITE Lee Hydraulische Miniaturkomponenten hat seinen Internetauftritt www.lee.de neu strukturiert und designt. Er zeigt die aktuellen Produkte und Leistungen. Dazu gehören auch Neu- und Weiterentwicklungen im Bereich der Miniaturbauweise sowie Links und Downloads von Produktdatenblättern. Ein Messekalender, ein Terminologie-Glossar für die Produktbeschreibung und eine Suchfunktion runden das Online-Angebot ab. Die Website ist auch auf die Darstellung auf Endgeräten wie Tablets und Smartphones eingestellt www.lee.de IGUS AUF WACHSTUMSKURS NEU JHS-3i Gehäuselager Ein Umsatzplus von 7,2 % auf 592 Mio. Euro hat der Motion- Plastics-Spezialist Igus im Jahr 2016 verbucht. Dafür wurden im vergangenen Jahr 1,2 Mrd. Kunststoffteile produziert, wie das Unternehmen in Köln mitteilte. Dazu kamen Leitungen, Antriebstechnik, Zubehör und Dienstleistungen wie Konfektionierung. Die Zahl der Mitarbeiter weltweit stieg auf 3 180. Für das laufende Jahr rechnet der Hersteller mit weiterem Wachstum. Derzeit sind in Köln Porz- Lind neue Flächen für Produktion, Lagerhaltung und Büros geplant, der Baubeginn soll noch in diesem Jahr erfolgen. Auf der Hannover Messe wurden 166 Neuheiten vorgestellt, darunter der Gleitlager-Allrounder Iglidur G1, der im Vergleich zum Vorgänger eine doppelt so hohe Gebrauchsdauer bietet. Mit dem Robolink Designer können Anwender online einen Roboterarm individuell zusammenstellen und seine Bewegungen simulieren. Ein neuer SLS-Werkstoff ermöglicht den Druck von Zahn rädern mit einer erhöhten Verschleißfestigkeit. www.igus.de 1 Optimiertes Design Keine Vibration 30% stabiler 7% leichter KOYO Deutschland GMBH Bargkoppelweg 4 22145 HAMBURG 3i = 3 wichtige Verbesserungen 2 Neues Dichtungs- design Verlängerte Lager lebensdauer (Faktor 2) Optimiert für verbesserte Fettformulierung 3 Verbesserte Lithiumfett Formulierung Für höhere Belastung und ausgezeichnete mechanische Stabilität Verbesserte Hochdruckzusätze Wasserbeständig und sehr gute Korrosionsschutzwirkung + 49 (0)40 679 0900 info-eu@jtekt.com www.koyo.eu

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