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DER KONSTRUKTEUR 7-8/2015

DER KONSTRUKTEUR 7-8/2015

ELEKTROTECHNIK /

ELEKTROTECHNIK / INDUSTRIEELEKTRONIK Alles Gute kommt von oben Dachaufbau-Kühlgeräte zur Schaltschrankklimatisierung sparen Platz und Energie Holger Nichelmann Ein Spezialist für industrielle Schaltschrankklimatisierung hat seine Dachaufbau-Kühlgeräte optimiert. Das Ergebnis: Neben 100-prozentigem Kondensatschutz für eine hohe Maschinenverfügbarkeit bietet die neue Generation auch eine außergewöhnliche Energieeffizienz. In Zusammenarbeit mit einem Schaltschrankhersteller wurden die Kühler außerdem für den passgenauen Aufbau auf dessen Schaltschrankserie ausgelegt. Holger Nichelmann, Pfannenberg GmbH, Hamburg Dachkühlgeräte wie die der DTT-Baureihe von Pfannenberg stellen aufgrund ihrer geringen Abmessungen und praktischen Platzierung auf dem Schaltschrankdach die kompakteste Lösung zur aktiven Schaltschrankkühlung dar. Deshalb kommen Dachaufbau-Kühlgeräte überall dort zum Einsatz, wo Platzmangel herrscht, die Produktionsstraßen eng sind, Schaltschränke angereiht stehen oder Fluchtwege frei gehalten werden müssen. Der Aufbau des Geräts auf dem Schaltschrankdach hat gegenüber dem Seitenoder Fronteinbau den entscheidenden Vorteil, dass an vielen Standorten wie in Produktionshallen nach oben in der Regel ausreichend Platz vorhanden ist. Folglich steht an der Seite bzw. der Front des Schaltschranks mehr Raum zur Verfügung, den Anwender besser für weitere Maschinen oder zur Einhaltung der vorgeschriebenen Fluchtwege nutzen können. Die Schaltschranktür bleibt gut zugänglich für Wartungstätigkeiten und frei für Einbauten wie Bediengeräte, Industrie-PCs, Taster oder Hauptschalter. Außerdem sorgt der Dachaufbau für eine optimale Gewichtsverteilung, und die DTT-Geräte vereinfachen durch ihre kompakte Bauform den Transport des Schaltschranks sowie dessen Einbau in der Produktionshalle. Kondenswasser ade Die Dachkühlgeräte bieten laut Hersteller 100-prozentigen Kondensatschutz Herkömmliche Dachkühlgeräte haben jedoch häufig ein Kondensatproblem, da die unten liegende kalte Seite des Kühlgerätes an die obere warme Seite des Schaltschranks angrenzt, sodass sich Kondenswasser an der Schaltschrankdecke bilden und ins Innere tropfen kann. Vor allem deshalb hegt die Industrie teilweise noch Bedenken gegen Dachaufbaugeräte. Denn gelangt Kondenswasser in den Schaltschrank, kann die Feuchtigkeit die eingebaute sensible Elektronik ernsthaft beschädigen – mit 16 Der Konstrukteur 7-8/2015

ELEKTROTECHNIK / INDUSTRIEELEKTRONIK die Geschwindigkeit der Kaltluftzufuhr mithilfe einer in das Kunststoff-Modul integrierten Düse, sodass die kalte Luft auch in Schaltschränken bis 2,2 m Höhe und darüber hinaus mühelos den Schaltschrankboden erreicht und den gesamten Innenraum kraftvoll kühlt. Durch den Wegfall der Luftkanäle bzw. Schläuche kommt es zu keiner Reduktion der Kühlleistung durch mechanischen Widerstand mehr, was die Energieeffizienz des DTT erhöht. Motoren spielend leicht anschliessen Mit vorkonfektionierten Leitungen von Murrelektronik 01 Die neuen Dachkühlgeräte verhindern zuverlässig das Eindringen von Kondensat in Schaltschränke kostspieligen Folgen. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Maschinenausfall oder sogar einem kompletten Produktionsstillstand kommen. Nicht aber mit der DTT-Baureihe. Denn sie kombiniert die allgemeinen Vorteile von Dachkühlgeräten mit 100-prozentigem Kondensatschutz. Indem das Kondensatmanagement-System von Pfannenberg das Eindringen von Kondensat in den Schaltschrank, das Entstehen von Tröpfchenwirbeln im Luftstrom und die Kondensatbildung unterhalb des Kühlgeräts verhindert sowie keine kondensatgefährdeten Luftschläuche einsetzt, eliminiert es alle üblichen Gefahrenherde herkömmlicher Dachkühlgeräte. Dies erreichten die Entwickler, indem sie die Kreisläufe von Dachkühlgeräten buchstäblich auf den Kopf stellten: Der interne kalte Kühlkreislauf befindet sich nicht mehr wie bei herkömmlichen Geräten nahe der Schaltschrankdecke, sondern oberhalb des externen warmen Kühlkreislaufs. So kann es gar nicht mehr zur Abkühlung des Schaltschrankdachs kommen, weshalb sich an seiner Unterseite kein Kondensat bildet. Im Kühlgerät selbst anfallendes Kondensat wird mithilfe eines kompakten Kunststoff- Moduls in die integrierte Kondensatverdunstung geleitet. Damit stellt Pfannenberg sicher, dass keine Feuchtigkeit von oben in den Schaltschrank eindringt. Anordnung und Größe des Verdampfers sorgen dafür, dass entstehendes Kondensat sicher im DTT verbleibt und keine Tröpfchen mit dem Luftstrom mitgerissen werden. Außerdem benötigen DTT-Dachkühlgeräte keine Luftleitkanäle für die erzeugte Kaltluft, an deren Außenseite sich durch den Temperaturunterschied zur warmen Schaltschrankluft ebenfalls Kondensat bilden kann. Stattdessen erhöhte Pfannenberg Noch mehr Effizienz Schon bei der Markteinführung der DTT- Serie in 2011 stand das Thema Energieeffizienz im Fokus der Entwickler von Pfannenberg. Alle aktuellen Kühlgeräte-Modelle – sei es teilversenkter Einbau (DTI), Seitenbzw. Türanbau (DTS) oder platzsparender Dachaufbau (DTT) – sind Teil der sogenannten „εCOOL“-Serie, zu deren Hauptmerkmalen überdurchschnittliche Energieeffizienz und einfache Montage bzw. Wartung gehören. Die bisherigen DTT-Geräte zeichneten sich laut Anbieter bereits durch bis zu 43 % niedrigeren Energieverbrauch und 48 % geringere CO 2 -Emissionen gegenüber Standard modellen aus. Ein optionaler Multicontroller (MC) mit der integrierten Multimasterfunktion erlaubt es, mehrere Kühlgeräte im parallelen Kühlbetrieb über eine einfache Zwei-Draht-Verbindung zu koppeln. Der integrierte Energiesparmodus 02 Die hohe Luftstromgeschwindigkeit und optimierte Luftführung des Dachkühlgeräts sorgen im Schaltschrank für eine effiziente Kühlung bis zum Boden M12 Power MQ15X Power M23 Power sicher und dicht manipulationssicher durch Vollumspritzung hochbeständige, halogenfreie und leitfähige PUR-Umspritzung einfache Montage und definitiv keine Verdrahtungsfehler höchste und dauerhafte Dichtigkeit (IP67/68) schock- und vibrationssicher durch integrierte Rüttelsicherung murrelektronik.de

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