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DER KONSTRUKTEUR 7-8/2016

DER KONSTRUKTEUR 7-8/2016

KONSTRUKTIONSELEMENTE 02

KONSTRUKTIONSELEMENTE 02 Gedrehte Dichtungen: Dichtabstreifer und Faltenbalg mit Dichtrillen und Spannbund fachen auch die Logistik und die Pflege und reduzieren nicht zuletzt auch Beschaffungsaufwände. Innovative Kombinationen und passgenaues Design Moderne Fertigungstechnik erlaubt es, Dichtungen, Abstreifer und andere Elemente mit identischen Geometrien oder Profilen aus unterschiedlichsten Werkstoffen herzustellen, die unterschiedlichsten Anforderungen wie etwa Betriebstemperaturen oder chemischen Einflüssen, Rechnung tragen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, unterschiedliche Profile aus demselben Werkstoffen zu fertigen, z. B. passt ein Werkstoff in Bezug auf die Verträglichkeit mit Kühl-Schmiermitteln, kann dieser Werkstoff für alle relevanten Profile eingesetzt werden. Bereits in der Designphase müssen verschiedene Einflussparameter berücksichtigt werden, so z. B. die Toleranzbreite und die Lage des Nennmaßes. Die Herstellung der gedrehten Prototypen in zwei zusätz - lichen Maßausführungen, oberhalb und unterhalb der Fertigungstoleranzen des Spritzprozesses, erlaubt eine sofortige Überprüfung auf Undichtigkeit oder Klemmen der Prototypen und somit eine Aussage über die Funktionsreserve der Auslegung. Aus der symmetrischen Auslegung der Übermaß- und Untermaß- Muster ergibt sich dann das Nennmaß. Dabei sind die prozessbedingt Fertigungstoleranzen zu berücksichtigen – denn diese Toleranz ist bei gedrehten Ausführungen gegenüber gespritzten um ca. 30 % enger. Ist all dies beachtet worden und nach einem positivem Prüfergebnis steht dem Beginn einer Pilotserie nichts mehr im Wege. Dem Lebenszyklus angepasst Zum Start eines dichtungstechnischen Produktes empfiehlt sich das CNC-basierte Drehverfahren, mit dem schnell und flexibel Prototypen hergestellt werden können, wodurch sich das Innovationspotenzial insgesamt vergrößert. Die anschließende Serienfertigung kann je nach Umfang ebenfalls drehtechnisch aber auch spritztechnisch oder in Kombination beider Verfahren erfolgen. In der Praxis wird der angestrebte Preis pro Bauteil für die Verfahrensauswahl ausschlaggebend sein. Der Einsatz der formwerkzeuglosen Drehtechnologie bietet ein Höchstmaß an Flexibilität bei Ergänzungsprodukten. Ebenfalls kann der Produktauslauf auf diese Weise kostenoptimiert gestaltet werden. Ergänzend wirkt hierbei, dass unnötige Lagerbestände vermieden werden können: Es wird immer nur so viel nachgefertigt, wie tatsächlich benötigt wird. Nutzen bringendes Konzept Die intelligente Kombination von computerunterstützen Fertigungskonzepten wie der SKF Seal Jet-Technologie zur Herstellung von spanend gefertigten Elastomerlösungen hilft in der Prototypenphase, schnell und kostenbewusste Lösungen flexibel zu gestalten, zu dokumentieren und wiederholgenau zu produzieren. Basis für die Produktlösungen sind anwendungsoptimierte Dichtungscompounds, aus denen Halbzeuge gefertigt werden, aus denen schließlich das Endprodukt Dichtung entsteht. Diese Kombination von Maschine, Software und Werkstoff stellt ein abgestimmtes, standardisiertes System dar. Grundlage für alles ist jedoch das Wissen der Ingenieure und Techniker, die ihre Ideen mittels dieser STATEMENT Dr. Michael Döppert, Chefredakteur Time-to-Market und Kosteneffizienz sind schon lange harte Faktoren in der Produktentwicklung – auch oder gerade bei Maschinenelementen, wie zum Beispiel Dichtungen. Möglichst modulare Konzepte für die Umsetzung kundenspezifischer Modifikationen stehen längst auf der Agenda vieler Produktpaletten. Die technische und wirtschaftliche Machbarkeit von Losgröße 1 ist dagegen eher eine neuere Forderung im Rahmen einer zunehmenden Produktindividualisierung. Alle zusammen sind sie die Grundlage für zukünftige Wettbewerbsfähigkeit, gerade in Hinblick auf die viel zitierte Industrie 4.0. Alle zusammen erfüllt heute schon der Dichtungshersteller mit seinem Konzept „Innovation in einem Tag“. Technologie umsetzen können. Dafür ist es notwendig, dass sich Kunde und Lieferant kooperativ austauschen und ihre Erfahrungen einerseits aus der Kundenanwendung und andererseits aus der Dichtungsherstellung mit dem spezifischen Wissen über Dichtungsgeometrien und Werkstoffe aktiv einbringen. Das Konzept „Innovation in einem Tag“, bei dem Kunden und Lieferanten direkt an der Dichtungsdrehmaschine arbeiten, zeigt dabei immer wieder, dass zunächst nicht realisierbar erscheinende Lösungsideen dennoch umgesetzt werden können. Gleichzeitig gewinnen die zu entwickelnden Produkte häufig an Anwendernutzen. Anwendungsoptimierte Produktlösungen sind darüber hinaus schwieriger zu kopieren – ein weiterer Wettbewerbsvorteil. Bilder: SKF Economos Deutschland GmbH www.skf.de 38 Der Konstrukteur 7-8/2016

KONSTRUKTIONSELEMENTE Neue Modelle spielfreier Kupplungen Zwei neue spielfreie Kupplungstypen erweitern das Siemens- Flender-Portfolio von Currax. Für den Einsatz in Produktionsund Werkzeugmaschinen sowie in der Automatisierungstechnik ausgelegt sind die Modelle Sipex und Bipex-S. Die steckbaren und elektrisch isolierenden Elastomerkupplungen Bipex-S eignen sich bei schwingungs- und stoßanfälligen Anwendungen. Die torsionssteifen Metallbalgkupplungen Sipex zeichnen sich durch winkeltreue Drehmomentübertragung aus. Spielfreie Kupplungen sind die entscheidende Verbindung zwischen Motor und Arbeitsmaschine. Sie sorgen als modulare Schnittstelle für die zuverlässige Kraftübertragung und kompensieren Versätze zwischen den gekoppelten Aggregaten. Die beiden Modelle sind in je sechs Nabenvarianten verfügbar und ermöglichen so eine optimale Anbindung an die Wellenenden der gekoppelten Aggregate. Zu den weiteren Merkmalen gehören ein geringes Massenträgheitsmoment, der geringe Bauraum und die Eignung für integrierte Antriebssysteme. www.currax.net Erhöhung der Lebensdauer dynamisch belasteter Bauteile Verfestigungsgestrahlte Bauteile bieten eine höhere Lebensdauer. Die Steigerung der Schwingfestigkeit ist bei Bauteilen mit hohen Kerb- und Formfaktoren, bei hohen Torsions- oder Biegespannungen, bei Stoßbelastungen, hochfesten und gehärteten Bauteilen relativ zur Ausgangsfestigkeit am größten. Das Unternehmen OSK-Kiefer erzeugt beim Kugelstrahlen durch gezielten Beschuss mit kugelförmigen Partikeln eine begrenzte plastische Verformung in der Bauteilrandschicht. Das Ziel dabei ist die Erhöhung der Lebensdauer dynamisch belasteter Bauteile. Die elastische Verformung induziert in der plastifizierten Zone hohe Druck eigenspannungen. Das Bauteil wird durch die induzierte Druckeigenspannung an bzw. unter der Oberfläche von externen Zugspannungen entlastet, die Dauerschwingfestigkeit gesteigert und Schwingungsrisskorrosion minimiert. Gleichzeitig werden die Entstehung und Fortpflanzung von Rissen verhindert. www.osk-kiefer.com Inserentenverzeichnis Heft 7-8/2016 Autosen, Essen5 Clarion Events, Bielefeld 11 Covestro AG, Leverkusen9 IEF-Werner, Furtwangen S5 Igus, KölnS16 Koyo, Hamburg 23 Lapp, Stuttgart 21 LEE, Sulzbach 13 MiniTec, Schönenberg-KübelbergS11 Mulco-Europe, Garbsen 2US Murtfeldt, Dortmund 33 Plettenberg, Baunatal 23 R+W, Klingenberg7 Römheld, Laubach S7 Rotor Clip, USA-Somerset 15 Schall, Frickenhausen3 Siemens - Industry Sector, Bocholt 4US Stauffenberg, Werdohl 39 Zimmer, Ettlingen 17 NEU! STAUFF Connect Folgen Sie uns auch online! Unser Zeichen für Qualität Rohrverbindungstechnik von STAUFF www.twitter.com/ DerKonstrukteu www.facebook.com/ derkonstrukteur Sie erfahren mehr unter www.stauffconnect.com.

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