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DER KONSTRUKTEUR 7-8/2021

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DER KONSTRUKTEUR 7-8/2021

01 01 In jeder der

01 01 In jeder der beiden Montagestationen arbeitet ein Industrieroboter Motoman GP25 02 Über SPS-Funktionsbausteine sind die Roboter direkt in das übergeordnete Steuerungskonzept eingebunden; bedient wird die Anlage zentral auf einem Mobile-Panel (HMI) 02 Montageaufgaben geeignet. Bei schwierigen Einlegesituationen ermöglicht es die sogenannte Servofloat-Option, die Roboterachsen weich zu schalten, um Bauteiltoleranzen auszugleichen. Wie alle Modelle der Motoman GP-Serie ist auch der GP25 in der hohen Schutzklasse IP67 ausgeführt und damit besonders geschützt gegen Eindringen von Flüssigkeiten und Stäuben. Er lässt sich also auch unter rauen Arbeitsbedingungen einsetzen und sehr leicht reinigen. Der Roboter kann zudem ohne Einschränkungen in beliebiger Einbaulage arbeiten. Roboterkabel lassen sich entweder seitlich oder durch den Sockel hindurch einführen. Die integrierte Medienversorgung in den Achsen optimiert den Aufbau von Greifern und sorgt für höchste Zuverlässigkeit im späteren Betrieb. Nicht zuletzt sorgt die kompakte Hochleistungssteuerung YRC1000 für eine einfache Bedienung und Programmierung. Dafür kann entweder das klassische Programmierhandgerät oder das innovative Smart Pendant verwendet werden. MONTAGE UND HANDHABUNG n die Montage der Buchse durch eine Fügeachse ohne Öffnen des Greifsystems, n das Handling des Bauteils zur Beschriftung mittels Klebe-Label, Gut-/Schlechtteil-Ablage auf Werkstückträger oder NIO-Box sowie n den Weitertransport des Werkstückträgers zur Entnahme des fertig montierten Bauteils außerhalb der Montageanlage. An beiden Robotern ermöglichen Doppelgreifer das Handling der unterschiedlichen Komponenten ohne Greiferwechsel, was höhere Taktzeiten erlaubt. Auch die Umrüstung bei einem Bauteilwechsel von Querlenker auf Schwenklager bzw. umgekehrt erfolgt sehr zeitsparend durch den Einsatz eines Schnellwechselsystems (Schunk Typ SWK) zum automatischen Greiferwechsel. ZWEI HANDLINGROBOTER MIT JE 25 KG TRAGLAST Bei der Auswahl der geeigneten Roboter stand für die Konstrukteure bei Kleinig engineering die Entscheidung für ein Motoman-Modell von Anfang an fest: „Wir haben uns schon seit Jahren auf Yaskawa festgelegt und sind sehr zufrieden mit dieser Entscheidung“, betont David Kleinig, Prokurist und Leiter Steuerungstechnik, und nennt zum Beispiel die komfortable Inbetriebnahme und den schnellen Telefonsupport als Gründe. Aufgrund ihrer spezifischen Reichweite und Leistungsdaten boten zwei Motoman GP25 mit je 25 kg Tragkraft die optimale Lösung für die aktuelle Aufgabenstellung: „GP“ steht für „General Purpose“ und damit für vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Die 6-Achser sind damit auch ideal für das Bauteilhandling und ÜBERZEUGENDES STEUERUNGSKONZEPT Als Besonderheit der aktuellen Anlage sind die beiden Roboter direkt über SPS-Funktionsbausteine in ein übergeordnetes Steuerungskonzept eingebunden. Dieses umfasst zwei Maschinensteuerungen: eine SPS zur Steuerung der Gesamtanlage und eine weitere SPS zur Integration der komplexen Roboterbewegungen. Bedient wird die Anlage zentral auf einem Mobile-Panel (HMI). Die eigentliche Anbindung der Robotersteuerungen an die SPS erfolgt über die Softwareschnittstelle MotoLogix. Damit lassen sich Motoman-Roboter von Yaskawa im gängigen IEC-61131-Umfeld schnell und unkompliziert über die SPS programmieren und steuern. Das Spektrum unterstützter Plattformen umfasst alle gängigen Standards. Die Konstrukteure von Kleinig engineering nutzen Controller von Siemens und dementsprechend Profinet. Durch die Integration in die SPS bleiben alle genuinen Vorteile der Robotersteuerung erhalten. So berechnet sie die Bewegungskinematik und garantiert eine hohe Bewegungsqualität. Das heißt: Das Yaskawa Know-how in Sachen exakte Bewegungsabläufe der Manipulatoren bleibt weiterhin garantiert. Vor allem bei jeder Art von Handling, wie Maschinenbestückung, Picking, Packaging, Placing, Palletizing oder auch Messen, Prüfen und Sortieren können diese Roboter sowie die dazugehörige Steuerung ihre vollen Stärken ausspielen. Die einfache Integration der Robotersteuerung in die SPS zahlt sich nicht nur beim Betrieb komplexer Produktionsanlagen aus. Mit MotoLogix genügen SPS-Kenntnisse zur Steuerung von Robotern. Somit entfällt die Suche nach robotergeschultem Personal bzw. der Aufwand, das Personal darauf umzuschulen. Das bestätigt auch David Kleinig, der das Steuerungskonzept maßgeblich realisiert hat: „MotoLogix macht es für den Endanwender definitiv einfacher, in die Robotik einzusteigen. Anders gesagt: Es senkt die Hemmschwelle deutlich, wenn er sich auch bei der Bedienung und Programmierung des Roboters mit der Software weiter in der SPS-Welt bewegen kann, in der er sich schon auskennt.“ Bilder: KLEINIG engineering www.yaskawa.de www.kleinig.gmbh S 10 SUPPLEMENT 2021

LINEARSCHLITTEN: MEHR LAST AUF VERGLEICHBAREM BAURAUM Friedemann Wagner GmbH Handhabungstechnik ist seit 1979 Hersteller hochpräziser und langlebiger pneumatischer Handhabungsmodule. Im Produktbereich Lineareinheiten sind diverse Modelle, Varianten und Hübe verfügbar. Darunter die kompakten Linearschlitten des Typs LSK-6 und LSK-4, deren Kreuzrollenführungen für hohe Steifigkeit sorgen. Trotz großer Momente kann so hohe Wiederholgenauigkeit (+/- 0,01 mm) erzielt werden. Wie schwäbischer Tüftlergeist zum Kundennutzen führt, zeigen die eigenentwickelten Kreuzrollenführungen: Sie wirken sich so raumsparend aus, dass im Inneren des Moduls größere Lagerrollen Platz finden. Ergebnis sind höhere Kräfte auf demselben Bauraum. Die aus hochfestem Alu (eloxiert) gefrästen Linearschlitten verfügen über ein externes, gehärtetes Anschlagsystem. Es befindet sich an der Längsseite, kann aber auch auf die gegenüberliegende Seite montiert werden. Per Anschlagschraube (spätere Klemmung) ist der Hub beidseitig stufenlos einstellbar. Induktive Näherungsschalter werden smart in der hohlen Anschlagschraube aufgenommen. Sie quittieren die reale Endlage. Störkanten ergeben sich somit nur auf einer Seite. Die flachen LSK-Lineareinheiten sind in zwei Baugrößen in Hublängen von 20 bis 200 mm ab Lager – für massekritische Applikationen auch mit montierten Stoßdämpfern – bestellbar. Das passgenaue Zentriersystem ermöglicht das Verbinden verschiedener Module über ein Rastermaß mit Zentrierringen. www.wagnerautomation.de BEWÄHRTER COBOT MIT ERHÖHTER TRAGLAST 168 Neuheiten ... auf der ausgezeichneten ... Spiel = Virtuell-realer Messestand Universal Robots (UR) hat eine neue Ausführung des UR10e herausgebracht, die über eine erhöhte Traglast von 12,5 kg verfügt. Somit werden neue Möglichkeiten für Anwendungen wie Palettieren, Maschinenbeschickung und Verpacken geschaffen. Der verbesserte UR10e behält seine entscheidenden Vorteile bei. Er benötigt nur eine kleine Stellfläche, lässt sich intuitiv programmieren, arbeitet wiederholgenau präzise und garantiert jederzeit hohe Qualität in Kombination mit zuverlässiger Leistung. Darüber hinaus ist der UR10e per Plug-and-Play kompatibel mit den Hardware- und Software-Peripherieprodukten aus dem UR+ Ökosystem von Universal Robots. Der Nutzen: Anwender können schnell und einfach mit kollaborativen Anwendungen beginnen. www.universal-robots.com/de wiese ... entdecken. motion plastics ® Innovationen zum Technik verbessern und Kosten sparen. /news Tel. 02203 9649-0 info@igus.de Tech up, Cost down. It's our job. D-1323-Messe 168 News 135x185_CC.indd 1 07.06.21 11:43 SUPPLEMENT 2021 S 11

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