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DER KONSTRUKTEUR 9/2016

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DER KONSTRUKTEUR 9/2016

AKTUELL KOMMENTAR

AKTUELL KOMMENTAR Richtig kombiniert ein echter Gewinn Hydraulik in der Werkzeugmaschine Für die Anwender von Werkzeugmaschinen zählen vor allem Präzision und die Stückkosten der Bearbeitung. Die Hersteller müssen darum sportliche Zielpreise für die Maschinen erreichen und vor allem die Betriebskosten so niedrig wie möglich halten. Hier bietet die intelligente, vernetzbare Hydraulik interessante Ansätze, die System-, Energie- und Wartungskosten zu reduzieren. Benno Birke, Technischer Leiter der Indus - trie hydraulik der Bosch Rexroth AG, Lohr Die unschlagbaren Vorteile der Hydraulik sind ihre Kraftdichte, ihre Robustheit und die aufgelöste Bauweise. Keine andere Technologie bringt auf so geringem Bauraum so hohe Kräfte auf, und das auch noch ohne Wärmeentwicklung im direkten Arbeitsraum. Gleichzeitig steckt sie Überlasten und Stöße nahezu verschleißfrei weg und bietet eine sehr hohe Lebensdauer. In modernen Maschinenkonzepten muss sie aber mehr können: Elektronifizierte Hydrauliklösungen verknüpfen ihre bekannten Vorteile mit der elektrischen Regelung, die Konstrukteure und Inbetriebnehmer von den elektrischen Antrieben gewohnt sind. Moderne Hydraulik kann die Total Cost of Ownership der Werkzeugmaschine und damit die Stückkosten nachhaltig senken. So erzeugen innovative Pumpentriebe den Volumenstrom bedarfsgerecht und passen die Drehzahl des Pumpenmotors dem tatsächlichen Bedarf an. Je nach Zykluscharakteristik sinkt der Energieverbrauch der Hydraulik dadurch um bis zu 80 Prozent. Gleichzeitig reduzieren diese Lösungen die mittlere Geräuschemission, so dass bislang notwendige Schallschutzmaßnahmen entfallen können. Ein weiterer, wichtiger Vorteil: Integrierte Sensoren erfassen die Betriebszustände und erkennen Verschleiß, bevor er zu einem Stillstand führt. Das senkt die Wartungskosten und steigert die Verfügbarkeit der Werkzeugmaschinen. Auch bei Hauptfunktionen wie Vorschubachsen hat die Hydraulik regelungstechnisch neue Applikationen ermöglicht. Motion Controls im Schaltschrank oder direkt im Aktor gleichen mit ihrer Software die Regelgrößen automatisch aus und linearisieren die Bewegungsprofile. Die Motion Controls übernehmen auch koordinierte Bewegungen einer Vielzahl von hydraulischen und elektrischen Achsen im gemischten Betrieb. Inbetriebnehmer benötigen somit für die Parametrierung der vordefinierten Funktionen keine vertieften Kenntnisse der Hydraulik. In einer ganzen Reihe von Werkzeugmaschinen kommen einzelne NC-gesteuerte Hydraulikachsen zum Einsatz. Dank neuer Entwicklungen ist dazu nicht einmal ein Hydraulikaggregat notwendig. Servohydraulische Achsen, eine direkte Kombination von Aktoren und Antriebseinheiten, erzeugen hohe Kräfte und bieten alle Vorteile eines verschleißfreien, stufenlos verstellbaren hydraulischen Getriebes. Als einbaufertige Achse nutzen sie einen eigenen geschlossenen Fluidkreislauf mit Pumpe, Steuerblock und einem Druckspeicher. Bei der Inbetriebnahme kommen die Techniker nicht mit Hydraulik in Berührung, weil die servohydraulischen Achsen als ein geschlossenes System ausgeliefert und wie elektrische Antriebe parametriert werden. Die Hydraulik hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte in Richtung Digitalisierung gemacht. Sie verbindet heute ihre physikalischen Vorteile mit zeitgemäßer Regelungstechnik und hohem Komfort. Eine Vielzahl von Werkzeugmaschinenhersteller haben das erkannt und setzen Hydraulik gezielt in ihren Konzepten ein, um Die Hydraulik hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte in Richtung Digitalisierung gemacht System- und Betriebskosten zu senken. Darum geht es auch zukünftig nicht um ein grundsätzliches „entweder Hydraulik oder Elektrik“, sondern vielmehr darum: „Was ist die technisch und wirtschaftlich optimale Kombination?“. Bosch Rexroth stellt mit beiden Technologien und einem umfangreichen Applikations Know-How ein breites Produktprogramm und Systemportfolio zur Verfügung. www.boschrexroth.de 10 Der Konstrukteur 9/2016

Fakuma steuert auf 25. Ausgabe zu Vom 17. bis 21. Oktober 2017 steht das Dreiländereck am Bodensee erneut im Zeichen der Kunststofftechnik. Dann findet die internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung Fakuma zum 25. Mal statt. Der Messeveranstalter P. E. Schall erwartet rund 1700 Aussteller aus 30 Nationen. Schon jetzt hätten sich 65 % der Aussteller des vergangenen Jahres zur Fakuma 2017 wieder angemeldet. Schwerpunkte des Ausstellungspektrums stellen die Technologien Spritzgießen, Extrusion und Thermoformen dar. Herausforderungen wie Leichtbau, Substitution von Aluminium und Stahl, Reduktion von Materialverbrauch und Energie, führen zu immer neuen Entwicklungen. Neue Werkstoffe, innovative Kombinationen von Werkstoffen und Fertigungsverfahren oder Werkzeugkonstruktionen – Fachmessen wie die Fakuma bieten ihnen eine Plattform und weisen den Weg auf die Märkte. 09.–11. NOVEMBER 2016 MESSEZENTRUM BAD SALZUFLEN www.schall-messen.de AGIC übernimmt Gimatic AGIC Capital gibt die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der Gimatic Gruppe bekannt. Damit soll deren Internationalisierung und Expansion beschleunigt werden. Im Fokus stehen zunehmend mechatronische Produkte, die auch der fortschreitenden Industrie -4.0-Umsetzung gerecht werden. Die Greifer, Lineartechnik sowie Sensorik für Endkunden und Zulieferer finden Einsatz in der Automobil-, Kunststoff-, Elektronik-, Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie Medizintechnik. Gimatic nimmt eine technologische und markführende Stellung bei kunden- und anwendungsspezifischen Komponenten und Systemen ein. Bisheriger Investor Xenon sowie CEO und Mitgründer des Unternehmens, Giuseppe Bellandi, investieren im Rahmen der Transaktion in wesentliche Minderheitsbeteiligungen. Die Strukturen der Ländergesellschaften bleiben unverändert. Für jedes Land sollen aber weitere Wachstumshebel verifiziert und spezifisch umgesetzt werden: Das Wachstum kann dabei organisch oder durch Zukäufe generiert werden. www.gimaticvertrieb.de Kooperation: 3D-Druck für die komplette Produktion Siemens und HP wollen gemeinsam die additive Fertigung vom Prototyping-Werkzeug zum kompletten Verfahren für die industrielle Produktion weiterentwickeln. Die neue Technologie soll den 3D-Druck funktionsfähiger Produktionsteile ermöglichen, auch wenn verschiedene Materialien und Farben verwendet werden. Dafür werden die skalierbare Multi-Jet-Fusion-Technologie und die HP-Jet-Fusion-3D-Drucker weiter vorangebracht. Kombiniert werden sie mit dem Software Know-how von Siemens im Bereich Product Lifecycle Management. Die Lösung soll die Steuerung des 3D-Druckers einschließlich der Materialeigenschaften bis in die Voxel-Ebene hinein ermöglichen – und dies bis zu zehnmal schneller und für die Hälfte der Kosten aktueller 3D-Drucksysteme. Damit werde „ein neues Level an Gestaltungsfreiheit, Anwenderfreundlichkeit und Geschwindigkeit“ sowie „leistungsstärkere Produkte mit geringerem Gewicht und höheren Belastungsgrenzen erreicht“ erreicht, teilte Siemens mit. www.siemens.com/plm VIELFALT FÜR DEN MASCHINENBAU Fluidtechnik Werkstoffe/Werkzeu Werkstoffe/Werkzeuge Schutz- und Sicherheits Fluidtechnik Elektrotechnik Schutz- und Sicherheitstechnik Elektrotechnik Steuerungstechnik Montage- und Handhabungstechnik Messtech Mechatronische Systeme Mechatronische Systeme Antriebstechnik IT/Softw Automatisierungstechnik Laser- und Plasmatechnologie Maschinenteile, Baugruppen und Systeme Laser- und Plasmatechnolo IT/Software Montage- und Messtechnik Handhabungstechnik Automatisierungst Maschinenteile, Baugruppen und Systeme www.fmb-messe.de

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