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DER KONSTRUKTEUR 9/2016

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DER KONSTRUKTEUR 9/2016

AKTUELL I EINE FRAGE

AKTUELL I EINE FRAGE Ergonomie in der Konstruktion – was bedeutet das für Sie? Mit der Ergonomie ist es wie mit dem Umweltschutz: Wer hier investiert kann nur gewinnen! Doch diese Erkenntnis musste und muss erst einmal durchsickern, denn die Vorteile zeigen sich meist erst langfristig. Dennoch: Die Ergonomie ist auf dem Vormarsch. Was bedeutet das für den Konstrukteur? Ergonomie-Untersuchungen erhalten einen zunehmend größeren Stellenwert, nicht nur wenn es um klassische Ergonomie-Betrachtungen geht. Natürlich lassen sich auch Arbeitsplatzgestaltung und Arbeitsabläufe ergonomisch analysieren, jedoch rückt die „nutzerzentrierte virtuelle Produktentwicklung“ mehr und mehr in den Fokus der Konstrukteure. Denn in Zeiten steigender Diversifizierung der Nachfrage bezüglich der Produktanforderungen genügen schon feine Nuancen bei der Produktgestaltung, um beispielsweise das Komfortempfinden positiv zu beeinflussen. Mit einem digitalen Menschmodell sind wir in der Lage, virtuell in den menschlichen Körper hineinzublicken und anhand von Muskelaktivitäten und Gelenkkräften abzuschätzen, welche Produktauslegung optimal wäre. Mit der Simulation lassen sich Vorhersagen über die zu erwartenden Muskel- bzw. Gelenkbelastungen bei der Nutzung eines Produkts treffen. Diese Vorhersagen können einerseits bei der Festlegung von generellen Konzepten berücksichtigt werden, z. B. bei der Fahrzeugraumgestaltung. Andererseits sind auf diese Weise auch Justage-Empfehlungen ableitbar, etwa bei einem Fitnessgerät. Der große Vorteil liegt darin, dass die Vorhersagen auf digitalen Menschmodellen beruhen und schon in frühen Phasen der virtuellen Produktentwicklung zur Verfügung stehen, also vor dem Bau erster Prototypen. Dr.-Ing. Christoph Müller, Geschäftsführer CADFEM GmbH, Grafing bei München Aus Sicht der Berufsgenossenschaft Holz und Metall ist das ergonomische Design von Maschinen zwingend notwendig: Es trägt dazu bei, die Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten, indem es Verletzungen, z. B. durch schiefes Heben, Anstoßen bei der Instandsetzung oder direkte, teilweise auch tödlich endende Unfälle durch die Manipulation von Sicherheitseinrichtungen verhindert. Die größte Herausforderung bei der Konstruktion besteht darin, alle Gefährdungen der Maschine systematisch abzuarbeiten. Dabei ist diese Vorgehensweise äußerst wirkungsvoll und bereits mit der ersten Maschinenrichtlinie von 1989 im staatlichen Recht verankert. Sicherheitstechnische Konstruktion muss nach dem Ablauf, der in der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG (MRL) genannt ist, durchgeführt werden. Unterstützung erhält der Konstrukteur aus dem „Leitfaden für die Anwendung der MRL“. Auch die Initiative ErgoMach und das Tool ErgoNoRa geben weitere praktische Hilfestellungen. Wichtig ist, dass der Konstrukteur über seine Vorgesetzten im Betrieb eine Verfahrensweise vorfindet, die das regelkonforme Anwenden der MRL zulässt. Nur dann kann er Ergonomie und Sicherheit einer Maschine bei allen Konstruktionsschritten stets mit beachten. Christoph Preuße, BGHM, Mainz 6 Der Konstrukteur 9/2016

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