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DER KONSTRUKTEUR 9/2018

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AUTOMATISIERUNGSTECHNIK

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK 02 Ein Transponder-Sicherheitsschalter TR4-Direct- Unique-Code-Sensor verifiziert den aktuellen Cobot 02 der grundsätzlichen Auslegung her eine Vielzahl von Merkmalen einer inhärent sicheren Konstruktion aufweist. Gleichzeitig muss auch der Kollaborationsraum grundlegende Anforderungen erfüllen, z. B. hinsichtlich von Mindestabständen zu angrenzenden begehbaren Bereichen mit Quetsch- oder Einklemmgefahren. Normative Grundlage für die funktionale Sicherheit von MRK-Anwendungen sind generelle Normen wie die IEC 61508, die IEC 62061 und die ISO 13849-1/-2. Darüber hinaus sind die ISO 10218-1/-2 zur Sicherheit von Industrierobotern und speziell die ISO TS 15066 über Roboter für den Kollaborationsbetrieb zu berücksichtigen. Das Team um Heiko Liebisch hat sich bzgl. der Auslegung, Richtlinien, gesetzlichen Vorgaben und Normen für kollaborative Robotik von Sick beraten und schulen lassen. „Wir sind ganz glücklich mit dem System, wie es draußen läuft“, kommentiert Heiko Liebisch das Ergebnis. „In der Praxis zeigen sich hier und da noch Optimierungsmöglichkeiten, die wir mit Sick als Partner für die Gesamtlösung weiter entwickeln werden.“ PRODUKTE UND ANWENDUNGEN „FUNKTIONALE SICHERHEIT MUSS FESTER BESTANDTEIL VON COBOT-KONZEPTEN SEIN“ Simon Ruenzi, Strategic Industry Manager, Sick AG Hoher Automatisierungsgrad versus flexible Fertigungsabläufe: Wenn Mensch und Maschine jetzt noch enger und dennoch sicher zusammenarbeiten, ist die funktionale Sicherheit in modernen Fertigungssystemen ein Schritt auf dem Weg zu mehr Flexibilität. Hierzu sind nicht nur ein umfassendes Verständnis der Roboteranwendungen, sondern auch Fachwissen bei der Risikobewertung und das entsprechende Portfolio an Sicherheitslösungen notwendig. www.DerKonstrukteur.de FUNKTIONALE SICHERHEIT BEI DER MENSCH-ROBOTER-KOLLABORATION Bei bestimmten Anwendungen müssen der Mensch und der bewegte Roboter eng miteinander interagieren. In diesen sogenannten kollaborativen Szenarien stellen Kraft, Geschwindigkeit, Bewegungsbahnen des Roboters und das Werkstück inklusive Werkstückträger Gefahren für den Werker dar. Diese Gefahren müssen entweder durch die Nutzung inhärenter Schutzmaßnahmen oder/und durch die Anwendung zusätzlicher Maßnahmen zur Risikominderung beschränkt werden. Die Auswahl und die Auslegung der technischen Schutzeinrichtungen können sich sehr komplex gestalten. Ein Beispiel für eine Anwendung, wie die Vernetzbarkeit mehrerer Sicherheits- Laserscanner die Lösung der Applikation erleichtert, ist die lückenlose 360°-Rundum- Absicherung von Robotern oder AGVs und AGCs (fahrerlosen Transportsystemen) mit S300 Mini, S300, S3000 oder dem neuen Micro Scan 3 Core im Verbund mit der Sicherheitssteuerung Flexi Soft von Sick. Durch diese Lösung ist die Sicherheit in alle Bewegungsrichtungen gewährleistet. Es handelt sich hierbei um eine integrationsfreundliche, hoch verfügbare und wirtschaftliche Komplettlösung aus einer Hand, d. h. ohne applikationstechnische Schnittstellenrisiken. Die Sick-spezifische EFI-Schnittstelle (Enhanced Function Interface) erlaubt eine direkte sicherheitsgerichtete Kommunikation der Geräte untereinander. Die Nutzung dieser Schnittstelle minimiert den sonst erforderlichen, hohen Verkabelungsaufwand für den Anwender – und damit gleichzeitig auch das Risiko von Verdrahtungsfehlern insbesondere in der Inbetriebnahmephase. Durch die zentrale Inte gration der Flexi Soft im Fahrzeug oder Roboterkorbus ist neben der einfachen Konfiguration auch eine verbesserte Diagnose des Laserscanner-Gesamtsystems von einer Stelle aus möglich. Dies spart nicht nur Zeit während der Inbetriebnahme, sondern optimiert auch die Wartung und Instandhaltung. ERFOLGREICHE PILOTLINIE SEIT ANFANG 2017 Heiko Liebisch und sein Kollege Dejan Pfaff haben die neue 4.0-Prüflinie der Continental Automotive GmbH in Babenhausen geplant und die Cobots konstruiert. Sie sind sozusagen die Väter von Claus und Clara, die bald Geschwister in Gestalt von Cora und Kurt bekommen werden. Die erfolgreiche Umstellung macht nämlich Schule bei Continental. Der Einsatz weiterer Cobots ist geplant. Apropos „Schule“, gebaut werden die Cläuse und Claras von Auszubildenden der Continental Automotive GmbH. Mechaniker bauen das Grundgestell, Mechatroniker den Rest. Eine tolle Sache für die Auszubildenden. Wenn sie später einmal in einer solchen Linie arbeiten, können sie mit Stolz sagen, das habe ich gebaut. Bilder: Sick www.sick.com 46 DER KONSTRUKTEUR 9/2018

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK SICHERUNGSAUTOMAT REDUZIERT AUSFALLZEITEN Zur Absicherung von Antriebssystemen wie DC-Gleichstrommotoren, Schrittmotoren, Servomotoren und deren Steuerungstechnik hat E-T-A den elektronischen Sicherungsautomaten ESX10-TC- 101-DC48V entwickelt. Er sorgt für Stabilität bei der selektiven Absicherung mehrerer Verbraucher und reduziert so Maschinenausfallzeiten. Er eignet sich für die Spannungsbereiche DC 24 V, DC 36 V und DC 48 V. Feste Nennstromstärken von 1 bis 16 A ermöglichen eine gezielte Absicherung des jeweiligen Leitungsquerschnitts. Das Gerät verfügt über einen Abschaltpunkt bei typisch 1,2 × I Nenn und eine Auslösezeit im ms-Bereich. Damit bietet es Überlastschutz, der auch für motorische DC-48-V-Verbraucher geeignet ist – und dies ohne ungewolltes Auslösen bei schnellen Lastwechseln. Die aktive Strombegrenzung verhindert das Einbrechen der Versorgungsspannung bei Kurzschlüssen. Dies ermöglicht eine selektive Absicherung mehrerer Verbraucher an einer DC-48-V-Versorgung. www.e-t-a.de POSITIONIERSYSTEM: GROSSE LESEFENSTER UND CODES STEIGERN LEISTUNG Mit einem vergrößerten Lesefenster behält das 2D-Absolut- Positioniersystem PXV von Pepperl+Fuchs auch an Weichen und bei Sprüngen des Datamatrix- Codebands ausreichend viele Codes im Blick. Das nun 120 x 80 mm große Fenster mit vergrößertem Tiefenschärfebereich erfasst immer mehrere Codes gleichzeitig und sichert die Positionsbestimmung durch Mehrfachredundanz zusätzlich ab. Dafür benötigt es nur eine 2D-Kamera. Eine Irritation im Bereich von Weichen ist so ausgeschlossen. Die Codes wurden bei gleicher Auflösung auf 15x15 mm vergrößert, was sie unempfindlich gegen Verschmutzung macht. Beim SafePXV leistet all das ein einziges Positioniersystem mit nur einem Sensor. Es kombiniert einen 2D-Lesekopf mit einem dreifarbigen Codeband mit zwei sich überlagernden Codes. Der 2D-Lesekopf ist mit zwei LED-Ringen ausgestattet. Diese werden getrennt voneinander aktiviert und lesen dann je nur einen Code aus. Das Ergebnis ist immer eine SIL 3/PLe-Absolutposition. www.pepperl-fuchs.com PASSIVVERTEILER IN M8-AUSFÜHRUNG Turck komplettiert sein Angebot an Mehrfach-Passivverteilern mit Varianten mit M8-Anschlüssen. Die vollvergossenen TB-4M8 und TB-8M8 erfüllen Schutzart IP67 und sind geeignet für Applikationen mit geringem Platzangebot. Durch Befestigungslöcher in der Front und an den Seiten können die Verteiler variabel und passend zur jeweiligen Einbausituation montiert werden. Turck reagiert mit den Passivverteilern auf die zunehmende Verbreitung der M8-Anschlusstechnik – insbesondere im Spezialmaschinenbau und anderen Branchen mit geringem Platzangebot. Die neue g _ _Q q Produktgeneration entspricht nach den Anpassungen in Design und Aufbau den bereits aktualisierten M12-Verteilern. Die M8-Boxen sind als 4- und 8-fach-Varianten mit steckbaren M8-Anschlüssen und Metallgewinde erhältlich. Dabei kann der Kunde zwischen einer 3-poligen und einer 4-poligen Ausführung wählen. Der Hauptanschluss kann als M12-Stecker oder als Festkabelanschluss gewählt werden. www.turck.com Weg- und Winkelmessung Seit mehr als 65 Jahren ist Novotechnik wegweisend in der Weiterentwicklung der Messtechnik. Leistungsstarke Weg- und Winkelsensoren, kontaktlos oder kontaktbehaftet, sind das Ergebnis von Innovationsfreude und Verantwortung gegenüber unseren Kunden und deren Aufgabenstellungen. Novotechnik bietet mehr als nur das Produkt: Beratung - Planung - Entwicklung - Service und eine hochmoderne Fertigung, die auch Sie überzeugen wird. Novotechnik Messwertaufnehmer OHG Horbstraße 12 73760 Ostfildern (Ruit) Telefon +49 711 44 89-0 www.novotechnik.de

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