Aufrufe
vor 4 Wochen

DER KONSTRUKTEUR 9/2020

  • Text
  • Komponenten
  • Einsatz
  • Produkte
  • Maschine
  • Unternehmen
  • Maschinen
  • Werkzeugmaschinen
  • Anwendungen
  • Anforderungen
  • Konstrukteur
DER KONSTRUKTEUR 9/2020

KLARTEXT TRENDS BEI

KLARTEXT TRENDS BEI WERKZEUG- MASCHINEN DIPL.-ING. STEFAN STELZL Produktmanager Sensorik, Micro-Epsilon Messtechnik GmbH & Co. KG, Ortenburg Moderne Hochleistungs-Werkzeugmaschinen erreichen mittlerweile Fertigungsgenauigkeiten, die bei wenigen Mikrometern liegen. Diese Präzision kann nur durch eine optimale Abstimmung aller Komponenten erreicht werden. Um solche Genauigkeiten zu bewerkstelligen, werden zunehmend Wegsensoren eingesetzt, an die hohe Anforderungen gestellt werden. Dazu zählen einerseits kompakte Bauformen, Langlebigkeit und hohe Wirtschaftlichkeit. Darüber hinaus werden Sensoren gefordert, die unter Umgebungen mit Druck, Schmutz, Öl und hohen Temperaturen zuverlässig messen. Genau für diese Bereiche sind unsere induktiven Wegsensoren bestens geeignet. Egal ob berührend oder berührungslos messend, werden die Sensoren zur Überwachung und Regelung von Maschinenpositionen eingesetzt und können bei Bedarf an die spezifische Umgebung angepasst werden. Werkzeugmaschinen schaffen die Grundlagen für industrielle Produkte, Produktinnovationen und auch für neue Verfahren. Entsprechend gilt die Branche selbst als hochinnovativ. Was bedeutet das für die Zulieferer? Wir haben Komponentenhersteller gefragt: Was brauchen Werkzeugmaschinen in Zukunft? Welche Trends spüren Sie in der Branche in Bezug auf Ihre Produkte? HOHE PRÄZISION IST GEFORDERT SENSORIK WIRD ZU EINEM TECH- NOLOGIETREIBER SPECIAL RAOUL DESSEL Executive Vice President Sales & Distribution Management, Schunk GmbH & Co. KG, Lauffen/Neckar Bei der Ausrüstung von Werkzeugmaschinen wird die Sensorik in den kommenden Jahren zu einem Technologietreiber – das gilt für neue Maschinen ebenso wie für vorhandene. Smarte Spannmittel bieten sowohl in der Erstausstattung als auch im gegenwärtig so wichtigen Retrofit das Potenzial, Prozessdaten closest-to-the-part zu erfassen und in Echtzeit entsprechende Reaktionen auszulösen. Mit dem sensorischen Werkzeughalter Schunk iTendo, der im Herbst auf den Markt kommt, können Zerspanungsprozesse ohne Eingriff des Bedieners unmittelbar am Werkzeug überwacht und geregelt werden. Mit ihm lassen sich schwingungsarme Bearbeitungen und damit brillante Oberflächenqualitäten realisieren, Trendauswertung zum Werkzeugverschleiß vornehmen und die Prozessstabiliät beim Bohrsenken von Großbauteilen in der Luftfahrtindustrie erhöhen.

KLARTEXT VOLKER SCHLAUTMANN Leiter Kundenteam Spannzeuge und Welle-Nabe-Verbindungen, Ringspann GmbH, Bad Homburg vor der Höhe Werkzeugmaschinen werden im Aufbau kontinuierlich modularer sowie leistungsfähiger. Die Energieeffizienz der Maschinen und Verwendung nachhaltiger Materialien nehmen an Bedeutung zu. Zudem werden zunehmend verschiedene Fertigungsverfahren in einer Maschine kombiniert. Um den wandelnden Ansprüchen gerecht zu werden, generiert Ringspann durch enge Kooperationen mit Werkzeugmaschinenherstellern und Arbeitskreisen der Wissenschaft kontinuierlich neue und modifizierte Standardbaureihen für Produkte der Antriebstechnik. Hierzu zählen Bremsen, Welle-Nabe-Verbindungen, Kraft-/Drehmomentbegrenzer sowie Kupplungen. Die gleichen Anforderungen bestehen an die Ringspann-Komponenten der Werkstückspannung. Um mit immer leistungsfähigeren Maschinen und Werkzeugen auch tatsächlich kürzere Bearbeitungszeiten und damit geringere Stückkosten zu erzielen, entwickelt Ringspann stetig neue Standard-Spannzeuge. ES IST KONTINUIERLICHE WEITERENTWICKLUNG GEFRAGT SAFETY UND INDUSTRIAL SECURITY GEHÖREN ZUSAMMEN CHRISTOPH BAUMEISTER Product Manager Operating and Monitoring and Tools, Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern Mit der zunehmenden Komplexität und Vernetzung von Maschinen und Anlagen steigt der Bedarf an abgesicherter Kommunikation. Safety und Industrial Security müssen dafür eng aufeinander abgestimmt werden. Das betrifft gerade auch den Zugang zur Werkzeugmaschine: Um Manipulation und Fehlbedienung zu vermeiden, dürfen nur autorisierte und geschulte Personen Zugang zu gefährlichen Bereichen rund um die Maschinen erhalten – und das auch nur für ausgewählte Betriebsarten. Ein Betriebsartenwahl- und Zugangsberechtigungssystem wie PITmode fusion sorgt für ein effizientes und sicheres Zugangsmanagement. Jeder Maschinenbediener bekommt seine individuelle Zugangsberechtigung auf einem RFID-Schlüssel zugewiesen, der in der Ausleseeinheit PITreader eingelesen wird. So kann im Sinne von Industrie 4.0 das Zugangsmanagement safe und secure geregelt werden – dann läuft die Maschine. www.derkonstrukteur.de DER KONSTRUKTEUR 2020/09 41

AUSGABE