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DER KONSTRUKTEUR ASB / 2019

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DER KONSTRUKTEUR ASB / 2019

STANDPUNKT HYDRAULIK-

STANDPUNKT HYDRAULIK- SYSTEMLÖSUNGEN ENTLASTEN DEN KONSTRUKTEUR DIPL.-ING. KLAUS WAGNER LEITER FORSCHUNG UND INNOVATION HERBERT HÄNCHEN GMBH, OSTFILDERN MENSCHEN UND MÄRKTE Die Zahl der Hydraulik-Spezialisten in Unternehmen nimmt ab. Die Hochschulen in Deutschland bieten zwar hervorragende Hydraulik-Lehrstühle, doch in einem normalen Studium des Maschinenbaus oder in der Steuerungstechnik ist diese Antriebstechnologie bestenfalls eine Randerscheinung. Steuerungstechniker kommen heute meistens aus der Elektrotechnik und hatten im Studium keine Ausbildung im Bereich Fluidtechnik. Dennoch lohnt es sich, nach den aktuellen Entwicklungen der Spitzenhydraulik zu fragen. Denn Hydraulik hat sich seit dem Durchbruch dieser Antriebstechnologie in den 1950er-Jahren durch höchste Präzision, vielfältige Dichtungskombinationen, moderne Ventiltechnik, DV-gestützte Steuerungs- und Regelungsmöglichkeiten zur Hightech entwickelt. Für uns bei der Herbert Hänchen GmbH & Co. KG ist es deshalb ein Grundanliegen, Entwickler und Konstrukteure zu unterstützen, damit gerade unter den genannten Rahmenbedingungen Hydraulik effizient eingesetzt wird. Dies ist auch ohne umfangreiche eigene Hydraulik-Fachkompetenz möglich. Konstruktionsbedingt bieten moderne Hydraulikzylinder je nach Ausführung sehr hohe Standzeiten. Gerade wenn es um Standfestigkeit, Effizienz und Hochleistung geht, ist ein Hydraulikzylinder einem Spindelantrieb, einem elektrischen Linearmotor oder einem Exzenterantrieb deutlich überlegen. Physikalische Vorteile der Hydraulik wie die Entkopplung von Kraft und Geschwindigkeit, die Realisierung äußerst präziser Bewegungen von minimalen bis zu hohen Geschwindigkeiten, Beschleunigungen und Frequenzen machen dies möglich. Auch die hohe Leistungsdichte ist schon immer eine entscheidende Stärke. In Seminaren vermitteln wir Konstrukteuren und anderen Anwendern von hydraulischen Antrieben die nötigen Kenntnisse, um deren Einsatz einfach zu gestalten. Themen sind dabei Auslegung, Inbetriebnahme und Wartung bis hin zur sicheren Einbindung in das Steuerungssystem. Gekapselte lineare Antriebseinheiten, bei denen die gesamte Hydraulik einschließlich Pumpe in einem Gehäuse ohne außenliegende Verrohrung oder Aggregate untergebracht ist, lassen sich ganz ohne Wartungskenntnisse betreiben. So fungieren diese Pumpen-Direktantriebe als Plug- and Play-System, ähnlich wie ein elektrischer Antrieb. Zur Verbesserung der Energieeffizienz erfolgt hier die Ansteuerung des Zylinders direkt ohne Ventile im geschlossenen Kreislauf durch eine Differenzialpumpe. Der Konstrukteur muss nur die mechanischen Schnittstellen und die Stromversorgung sowie den Anschluss der Steuerung berücksichtigen. Außerdem beträgt das Wartungsintervall einer solchen Lösung mehrere Jahre, die Wartung wird vom Hersteller durchgeführt. In einem anderen Rahmen gilt das auch für komplexe oder individuelle Lösungen. Das komplette hydraulische Know-how von der Auslegung bis zur Inbetriebnahme bietet ein Unternehmen wie Hänchen als individuelles Teil- oder Komplettsystem, bei dem Lösungen Beratung, Engineering und Realisierung umfassen. Alle Komponenten des Antriebssystems sind optimal aufeinander abgestimmt, energieeffizient und auf dem neuesten Stand der Technik. Durch einen modularen Aufbau spart der Anwender Zeit, DER EINSATZ LEISTUNGSFÄHIGER HYDRAULIK IST AUCH OHNE SPEZIALISTEN MÖGLICH Geld und kann sich voll auf das Kerngeschäft konzentrieren. Die Zusammenarbeit wird dabei individuell definiert: Die Konstrukteure des Anwenders übernehmen diejenigen Abschnitte des Engineering, die sie selbst realisieren können und wollen. Die übrige Realisierung übernehmen externe Partner wie wir. Sowohl bei der Hardware und der Software als auch bei der Konstruktion sowie der Wartung entscheidet der Anwender, welche Ressourcen er benötigt. Dies kann von einer hydraulischen Achse bis zu einer kompletten Maschine reichen, die Hydraulik und E-Antriebe enthält. Auch ohne eigenes Hydraulik-Know-how sind vielfältige Konstruktionen möglich und deren Vorteile nutzbar. www.haenchen.de 10 DER KONSTRUKTEUR 1-2/2018 ASB/2019

SCHAEFFLER UND MITSUBISHI ELECTRIC KOOPERIEREN Mitsubishi Electric und Schaeffler haben eine strategische Partnerschaft im Rahmen des e-F@ctory-Alliance-Netzwerks geschlossen. Damit wollen sie individuell zugeschnittene, intelligente Fertigungslösungen anbieten. Die Allianz ist Teil des e-F@ctory-Konzepts von Mitsubishi Electric. Dieses Konzept unterstützt Unternehmen bei der digitalen Transformation, z. B. bei der Integration der Daten von Maschinen und Anlagen in MES. Schaeffler liefert Konzepte, die mechatronische Produkte, Zustandsüberwachungssysteme und digitale Services in spezifischen 4.0-Lösungspaketen vereinen. Diese bilden die Grundlage für die Entwicklung von kundenspezifischen Produkten und Services mit dem Hauptfokus auf Gesamtanlageneffektivität. Mitsubishi Electric bietet Fabrikautomatisierungs- und Verarbeitungstechnologien wie speicherprogrammierbare Steuerungen, Frequenzumrichter, Roboter, Servoantriebe und Mensch-Maschine- Schnittstellen. www.schaeffler.com Anzeigen2019_146x202+3mm-DerKonstrukteur,antriebstechnik_190201_Layout 1 30.04.19 08:58 Seite 2 WACHSENDER MARKT FÜR SERVORANTRIEBE IDENTIFIZIERT BREMSEN hydraulisch • pneumatisch • elektrisch 0,5 - 325000 Nm Einer aktuellen Studie zufolge wächst der Markt für Servoantriebe weiter. Im Fokus stehen die Integration von erweiterten Sicherheitsfunktionalitäten sowie der verstärkte Einsatz ethernetbasierter Protokolle. Zu diesen Ergebnissen kommt Dipl.-Betriebswirtin Michaela Rothhöft, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Südwestfalen, die in freiberuflicher Funktion Anfang 2019 deutschlandweit 246 Maschinenbauer und Ingenieurbüros befragt hat. Während 2003 lediglich 12 % der Maschinenbauer 500 und mehr Antriebe im Jahr benötigten, sind es heute 25 %. Dabei zeichnet sich ein Trend zum Einsatz von Synchron-Servomotoren ab. So hat vor vier Jahren nur jeder Zweite diese genutzt, heute sind es schon fast zwei Drittel. Bei Bussystemen hat Profinet mittlerweile das meist genutzte Profibus-Protokoll abgelöst. Auch steigt die Nachfrage nach Predictive Maintenance und Condition Monitoring. Nur jedes fünfte Unternehmen möchte auf diese Industrie-4.0-Technologien zukünftig verzichten. www.marktstudien.org www.ringspann.de Ihr Nutzen ist unser Antrieb

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