ANTRIEBSTECHNIK 01 Die kontinuierliche und dauerhafte Überwachung der Kupplung mit AIQ Detect vermeidet ungeplante Ausfälle, erhöht die Betriebssicherheit und bietet somit die Basis für eine zustandsabhängige Wartung 02 Der Sensor überwacht den Verschleiß der Elastomere durch eine permanente Magnetfelderfassung und misst gleichzeitig die Drehzahl und Drehrichtung 03 Ein kurzer Blick während eines Rundgangs durch die Produktionsanlage genügt, denn mithilfe des LED-Lichts erhält der Betreiber sofort ein visuelles Feedback über den Verschleißzustand der Elastomere 01 werden hier lediglich ein Smartphone und eine Bluetooth- Verbindung. In der Nähe des Antriebs verbindet sich diese automatisch mit dem AIQ Detect und zeigt den aktuellen Zustand der betreffenden Elastomere, die aktuelle Drehzahl und die Drehrichtung des Systems. Die App gibt so einen schnellen und einfachen Überblick über den Kupplungszustand. Der Anwender hat außerdem die Möglichkeit in Zukunft Firmware-Upgrades durchzuführen oder die Konfiguration anzupassen. WER PROFITIERT VON DER BEDARFS- ORIENTIERTEN INSTANDHALTUNG? AIQ Detect ist für fast alle N-Eupex- und Rupex-Kupplungen geeignet. Es können alle Anwender semi-elastischer Flender-Kupplungen von den Vorteilen des AIQ Detects profitieren, denn es gibt auch einen Retrofit-Kit für den Sensor. Er kann also problemlos an den vielen Kupplungen nachgerüstet werden, die sich bereits weltweit im Einsatz befinden. Dabei profitieren alle Personen von TITELSTORY PRODUKTE UND ANWENDUNGEN 02 03 dem Sensor, die mit Instandhaltung beschäftigt sind. Eine aufwendige, regelmäßige Sichtprüfung der Kupplung entfällt. Ein Abstellen des Antriebsstrangs und eine Demontage von Anbauteilen und des Kupplungseingriffschutzes ist nicht mehr erforderlich. Trotzdem erhält der Betreiber regelmäßig einen zuverlässigen Überblick über den Kupplungszustand basierend auf gemessenen Werten. So spart er Zeit, Kosten und wertvolle Ressourcen. IST EINE NACHRÜSTUNG DES SYSTEMS MÖGLICH? Ja. Hierfür wird eine Bohrung pro Kupplungshälfte an einer bestimmten Position eingebracht. Ein im Nachrüst-Kit mitgelieferter Sticker dient hierfür als Schablone. Darüber hinaus stellt Flender die Schablone auch zum Download bereit. Für die Retrofit-Lösung bietet Flender einen speziellen Bohrer an, der die Nachrüstung sehr einfach macht. Dieser Spezialbohrer verhindert dabei ein zu tiefes Bohren. Anschließend werden die sehr starken Magnete eingesetzt. Ein Kleben ist nicht notwendig und auch die Wuchtung der Kupplung wird nicht beeinflusst. Es muss nur noch der Sensor montiert und die Spannungsversorgung hergestellt werden und schon nimmt der AIQ Detect seine Arbeit auf. Bilder: Flender EINE HOHE VERFÜGBARKEIT IST UND BLEIBT FÜR ANLAGEN- BETREIBER OBERSTES ZIEL www.flender.com 12 DER KONSTRUKTEUR 2024/01-02 www.derkonstrukteur.de
ANTRIEBSTECHNIK WEITER VERBESSERTE DREHGEBERGENERATION AM START Die magnetischen Ixarc-Absolutdrehgeber von Posital sind jetzt mit SSI-Schnittstelle erhältlich, um Sensoren über Punkt-zu-Punkt-Verdrahtungssysteme direkt mit digitalen SPSen oder Mikrocontrollern zu verbinden. Wie alle Ixarc-Drehgeber-Modelle, die im Rahmen der Nextgen-Initiative von Posital technologisch auf das nächste Level gebracht wurden, verfügen auch die neuen Absolutwertgeber über TMR-Sensoren zur Messung der Winkelposition bei einer Umdrehung. Sie sind stabiler, weniger temperaturempfindlich und reagieren besser auf kleine Änderungen im Magnetfeld als Hall-Sensoren. Folge ist eine verbesserte Auslösung bis 18 Bit. Außerdem unterstützt einer neuer ASIC die batterielose Umdrehungszählung in Multiturn-Varianten. Sobald die Drehgeberwelle eine Umdrehung vollendet, liefert ein verbundener Wiegand-Sensor sowohl einen Signalimpuls als auch elektrischen Strom, um die Zählerschaltung im ASIC zu versorgen. Mit diesem energieautarken System wird jede Wellenumdrehung in einem nichtflüchtigen Speicher genau aufgezeichnet - auch bei nicht verfügbarer Stromversorgung. Zudem sind die Ixarc-Absolutwertgeber mit seitlich am Gehäuse angeordneten Steckern oder Kabeleinführungen verfügbar. Eine weitere Option bieten Kabeleinführungen, die im Winkel von 45° zur Wellenachse angeordnet sind. www.posital.de ALTERNATIVE ZUM PNEUMATISCHEN AKTUATOR Die Linearantriebe der SVTL-Serie von Servotecnica eignen sich für vollautomatisierte Sortierprozesse etwa in den Bereichen Logistik und Verpackung - auch in anspruchsvollen Branchen wie Lebensmittelindustrie, Chemie oder Abfallwirtschaft kommen sie zum Einsatz. Zur Auswahl stehen die beiden Baureihen SVTL S und SVTL I, letztere mit eingebauter SPS und Modbus-RTU-Schnittstelle. Sie stellen ein Alternative zum pneumatischen Aktuator dar: Dank ihrer kompakten Bauweise passen sie auch in kleine Räume, wie sie für einen Pneumatikzylinder üblich sind. Die Serie SVTL basiert auf einem bürstenlosen Direktantrieb. Die lineare Bewegung wird durch die Spule im Inneren des Antriebs und durch Magnete in der Stange erzeugt. Der Miniatur-Linearmotor besteht aus einer dreiphasigen Niederspannungswicklung, einem integrierten Sin/Cos 1-Vpp-Geber und einer Spindel aus Edelstahl (AISI 304). Die Länge der Spindel respektive des Schafts kann je nach Anwendung und magnetischer Teilung angepasst werden. Es sind Ausführungen mit radialem oder axialem Kabelausgang erhältlich. Eine Linearführung und eine Haltebremse stehen außerdem als Optionen zur Verfügung. www.servotecnica.de STAND-ALONE-VARIANTE FÜR HOCHGESCHWINDIGKEITSANWENDUNGEN Der SD4S von Sieb & Meyer ist die Stand-Alone- Variante der neuen Produktgeneration SD4x. Die aktuell kleinste Baugröße mit einer Leistung von 300 W bei 50 VAC beziehungsweise 800 W bei 230 VAC hat das Unternehmen mit einer Baubreite von 40 mm realisiert. Auch das mit 400 VAC versorgte Gerät mit einer Leistung von 6 kW kommt mit einer Breite von 80 mm aus. Regelungsseitig ermöglicht der SD4S den Betrieb von geberlosen Asynchron,- Synchron- und IPM-Motoren bis zu einer Drehfeldfrequenz von 4.000 Hz (240.000 U/min). Da speziell bei Motoren und Spindeln mit kleinerer Leistung die nötige Isolationsfestigkeit in den Motoren oft nicht erbracht werden kann, bietet der SD4S eine galvanische Trennung des Thermokontaktes. Zudem verfügt er über parametrierbare digitale Messsystem-Schnittstellen wie Biss-C, EnDat 2.2, TTL und Hall. Ein Webserver ermöglicht es dem Anwender, Basis-Geräteinformationen ohne zusätzliche Parametriersoftware abzurufen. Durch die integrierte Echtzeituhr lassen sich Fehler sowie Wechselwirkungen mit externen Ereignissen und Prozessen exakt analysieren. Die Parametrierung erfolgt über eine Standard-Ethernet-Schnittstelle. www.sieb-meyer.de
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