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Der Konstrukteur 09/2022

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Der Konstrukteur 09/2022

AKTUELLES 125 JAHRE

AKTUELLES 125 JAHRE PIONIERARBEIT IN DER ANTRIEBSTECHNIK Ferdinand Mayr, CEO und Geschäftsführender Gesellschafter (rechts) auf der Bühne mit Auszubildenden, die stellvertretend ihre Wünsche für die Zukunft des Unternehmens vorbrachten Aus einer kleinen Mühlschreinerei hat sich ein stabiles und international erfolgreiches Unternehmen entwickelt. Heute ist Mayr Antriebstechnik ein Unternehmen dessen Geschäftsphilosophie und Produkte weltweit für Sicherheit und Zuverlässigkeit stehen. Eine Erfolgsgeschichte, die bewegt. Bevor Günther Klingler nach mehr als 40 Jahren Betriebszugehörigkeit im kommenden Jahr den Ruhestand antritt, hat er schon in diesem Jahr die Position des CEO an Ferdinand Mayr übergeben. Günther Klingler bleibt bis zum Renteneintritt auch weiterhin Teil der Geschäftsführung; er unterstützt und begleitet den Veränderungsprozess aktiv und beratend. Der Präsident des VDMA, Karl Haeusgen, lobte Klingler im Rahmen seiner Gastrede als großen Glücksfall, der mit Loyalität und Traditionsbewusstsein einerseits sowie Professionalität und Selbstbewusstsein andererseits das Unternehmen mitgestaltet und geführt habe. PRODUKTE UND ANWENDUNGEN Das Jahr 2022 ist ein besonderes Jahr für das renommierte Maschinenbauunternehmen Mayr Antriebstechnik aus Mauerstetten im Allgäu. Denn der Betrieb feiert sein 125-jähriges Bestehen. Bei all den Unsicherheiten, die unserer Gesellschaft zurzeit begegnen, möchten wir über Entwicklungen berichten, die uns Sicherheit, Stabilität und Kontinuität vermitteln. Und das wurde gerade beim großen Festakt zum 125-jährigen Firmenjubiläum deutlich. Geschäftsführer Günther Klinger richtete seinen Gruß an alle Mayr-Niederlassungen und Vertretungen im Ausland sowie vor allem an die Belegschaft, die das Fundament des Unternehmens ist. Er würdigte auch die ehemaligen Mayr-Mitarbeiter, die Pionierarbeit geleistet hätten. Dies sei ein stolzes Jubiläum, weil sich aus einer kleinen Mühlschreinerei ein krisenfestes, stabiles und international erfolgreiches Unternehmen entwickelt habe. Die Firma sei heute eine gewachsene Mayr-Familie, betonte Klingler, und als Unternehmen bekannt, dessen Geschäftsphilosophie und Produkte gleichermaßen für Sicherheit und Zuverlässigkeit stünden. Die Sicherheitsbremsen und Kupplungen aus Mauerstetten sind Komponenten, die in Maschinen und Anlagen zuverlässig den Schutz und die Sicherheit für Personen und Material gewährleisten. Komponenten, die Bewegungen im Notfall präzise und blitzschnell unterbrechen, bis zum Stillstand abbremsen oder bestimmte Positionen millimetergenau halten. UNTERNEHMENSSPITZE FORMIERT SICH NEU Mayr Antriebstechnik wird aktuell in der fünften Generation geführt. Bereits seit Ende 2018 leitet Ferdinand Mayr den Betrieb zusammen mit seinem Großvater Fritz Mayr und Günther Klingler. Letzterer trat 1980 in das Familienunternehmen ein, wurde 1991 in die Geschäftsleitung berufen und ist seit 2006 Geschäftsführer. DIE RICHTIGEN FRAGEN STELLEN Einen Einblick in die Familie hinter dem Unternehmen gab Korbinian Mayr-Kennerknecht, freier Autor, Schriftsteller und Bruder von Ferdinand Mayr, der die von ihm verfasste Firmenchronik „Hidden Champion – Von der Mühlschreinerei zum Weltmarktführer“ vorstellte. Er verwies auf das „Mindset“ des Firmengründers Christian Mayr, seines Ur-Ur-Großvaters, sowie seines Großvaters Fritz Mayr: Die richtigen Fragen stellen, Dinge zulassen, manchmal auch „Nein“ sagen und Gestaltungsräume lassen. Unterstützt wurde er bei der Recherche auch von ehemaligen Mayr-Mitarbeitern. Mayr-Kennerknecht machte deutlich, dass sein Großvater Fritz Mayr schließlich den Wandel vom Handwerksbetrieb hin zum Industriebetrieb eingeleitet und der Firma zu ihrem heutigen Stellenwert verholfen habe: ein international agierendes Unternehmen und Weltmarktführer in seinem Produktbereich mit insgesamt gut 1.350 Mitarbeitern. Emotional war deshalb der Moment, als Seniorchef Fritz Mayr überraschend und unangekündigt im Festzelt erschien und begeistert mit Standing Ovations empfangen wurde. DIE ZUKUNFT – EIN POTENZIALFELD Ferdinand Mayr nutzte seine Rede, um innezuhalten und den Blick auf die Zukunft zu richten. Die Zukunft sei ein Potenzialfeld. Ein Plan helfe, in die gleiche Richtung zu schreiten, aber sicher sei, gerade mit Blick auf unvorhergesehene Ereignisse wie Corona oder den Krieg in der Ukraine: „Nichts ist final planbar.“ Und er betonte: „Ich möchte dafür werben, unser Tun im Heute ‚selbstbewusst‘ zu tun, um morgen nicht eine Zukunft zu haben, die keiner wollte. Bild: Mayr Antriebstechnik/Karl-Josef Hildenbrand www.mayr.com 12 DER KONSTRUKTEUR 2022/09 www.derkonstrukteur.de

AKTUELLES FERDINAND MAYR, CEO und Geschäftsführender Gesellschafter von Mayr Antriebstechnik THINK SMART. THINK HALDER- PINS. NICOLE STEINICKE: Mayr hat sich aus einer kleinen Mühlschreinerei in ein stabiles und international erfolgreiches Unternehmen rund um antriebstechnische Lösungen entwickelt. Was können Sie anderen Unternehmen mit auf den Weg geben, wie sich unterschiedliche Werte – generationsbedingt – miteinander vereinen lassen, stets die Entwicklung im Blick behalten lässt und wie der Ausbau der Kompetenzbereiche erfolgreich gefördert werden kann? Denn ein Unternehmen in der fünften Generation zu führen, stelle ich mir als große Herausforderung vor. FERDINAND MAYR: Wir profitieren von unserer generationenübergreifenden Geschäftsführung. Drei unterschiedliche Generationen bringen natürlich unterschiedliche Werte und Perspektiven mit. Aber verschiedene Perspektiven beleuchten eine Situation besser als eine. Nur durch das gegenseitige Spiegeln der jeweiligen Sichtweise, bekommen wir diese letztendlich auch unter einen Hut. Daneben dürfen wir Paradigmen nicht als unantastbar ansehen, sondern müssen neue Wege zulassen. Denn das Leben bedeutet permanent Veränderung. Wer sich selbst nicht mitverändert, an dem zieht der Wandel vorbei. Ein prominentes Beispiel ist hier natürlich die Digitalisierung und damit verbunden z. B. neue Vertriebswege wie unser Online- Produkt-Konfigurator etc. Wichtig ist zudem auch die Fähigkeit, abzugeben, d. h. andere machen zu lassen und damit auch Lösungen zu akzeptieren, die sich von der eigenen unter Umständen unterscheiden. Gerade bei Generationenübergängen ist hier ein offener Umgang und ein Miteinander Grundvoraussetzung. Die gemeinsame Zielsetzung lautet immer: Was hilft der Firma? Das Werkzeug, für das Sie kein Werkzeug brauchen. www.halder-pins.de