Aufrufe
vor 3 Monaten

Der Konstrukteur 09/2022

  • Text
  • Anforderungen
  • Maschinen
  • Zudem
  • Komponenten
  • Einsatz
  • Unternehmen
  • Produkte
  • Anwendungen
  • Hygienic
  • Konstrukteur
Der Konstrukteur 09/2022

HYGIENIC DESIGN

HYGIENIC DESIGN ABGESTUFTE ANFORDERUNGEN AN ANLAGEN Reinigungsmitteln erfordern eine entsprechende Resistenz der Anlagen n technische Anforderungen: sehr hoch n Konsequenz: Einsatz von Komponenten und Bauteilen, die nach dem Hygienic-Design-Prinzip entwickelt und zertifiziert worden sind, ist zwingend erforderlich. Der Grad der Hygieneanforderungen an Nahrungsmittelmaschinen hängt gemäß DIN EN 1672-2 von folgenden Faktoren ab: n Maschine mit direktem Kontakt zu Lebensmitteln n Maschinen, die keinen direkten Kontakt mit Lebensmitteln haben, sich allerdings in einer kritischen Umgebung befinden n Maschinen, ohne direkten Kontakt zu Lebensmitteln und, die sich auch nicht in der kritischen Umgebung befinden Daraus ergeben sich z. B. in der Lebensmittelindustrie verschiedene Produktionszonen: In der Produktkontaktzone (1) können Lebensmittel mit Anlagenteilen in Berührung kommen und anschließend in den Verarbeitungsprozess zurückgelangen. Daraus folgen hohe Reinigungsintervalle; Einsatz von unterschiedlichen In der Spritzzone (2) können Lebensmittel mit Bauteilen der Anlage in Berührung kommen und sich festsetzen. Das bedeutet: regelmäßige Reinigungsintervalle; Einsatz von unterschiedlichen Reinigungsmitteln erfordern eine entsprechende Resistenz der Anlagen; Bauteile und Komponenten müssen entweder geschützt werden, sollten aber auch hier eine entsprechende Oberflächenbeschaffenheit aufweisen. n technische Anforderungen: mittel bis hoch n Konsequenz: Komponenten und Bauteile, die nach dem Hygienic-Design-Prinzip entwickelt und zertifiziert worden sind, sollten hier eingesetzt werden, um Reinigungsprozesse nicht unnötig zu erschweren. In der produktfreien Zone (3) – abseits des eigentlichen Bearbeitungsprozesses – sind die Anforderungen vergleichbar mit dem klassischen Industrieumfeld: vereinzelte Reinigungsintervalle und der Einsatz von milderen Reinigungsmitteln n technische Anforderungen: mittel bis gering n Konsequenz: Die Gefahr einer Kontamination der Lebensmittel ist tendenziell gering, jedoch kann es in einzelnen Anwendungsfällen trotzdem sinnvoll sein auf Hygienic-Design-Lösungen im Sinne eines ganzheitlichen Sicherheits-Konzeptes zu setzen. den Einsatztemperaturen von -55 bis +180 °C möglich. Neu ist auch eine HD-Lösung für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen: die Clean Plus Ex-e entspricht den aktuellen Atex-Richtlinien. Ebenfalls im Portpolio hat Pflitsch den EHEDG-zertifizierten Clean Plus-Blindstopfen in den Größen M12 bis M63. HYGIENIC DESIGN UND DIE ÄSTHETIK Glatte, sanft geschwungene und spaltfreie Oberflächen – möglichst aus Edelstahl und hochwertigem Kunststoff – unterstreichen optisch wie haptisch ein Produkt. Ob bei Antrieben, Sensoren oder Gehäusen: Hygiene-Kabelverschraubungen wie die Blueglobe Clean Plus – ausgezeichnet mit dem iF Award für gutes Produktdesign – beispielsweise werten ein Produkt auf der ganzen Linie auf und zeigen dem Kunden, dass das Thema Hygienic Design nicht bei der Materialauswahl für das Gehäuse aufhört, sondern ganzheitlich über das gesamte Produkt beginnend von der Produktidee bis hin zu jedem kleinen Gestaltungsdetail einer Komponente oder einer ganzen Anlage betrachtet werden muss. anzubinden. Der offene und stabile Gitter-Kanal von Pflitsch bietet dazu die optimale Kabelführungslösung. Er ist verfügbar in Größen von 53 mm × 46 mm bis 620 mm × 110 mm in den Bauhöhen 60 mm und 110 mm sowie als Mini-Kanal ab 40 mm × 20 mm in U-, C- und G-Form und als Flachgitter. Neu ist der Z-Kanal für Applikationen in Food + Pharma. Mit dieser Ausführung sind auch vertikalen Installationen möglich, da die besondere z-förmige Konstruktionsform das Herausfallen der Kabel verhindert. Dachförmige oder flache, aufgeclipste Deckel – auch als Vollschutzvariante mit Seitenabdeckungen – schützen die verlegten Kabel vor herabtropfenden Flüssigkeiten. Für Anwendungen, bei denen es auf gute Reinigung ankommt, hat Pflitsch besondere Befestigungskonsolen entwickelt, um den Kabelkanal hygienischsauber zu montieren. So ist der Gitter-Kanal einfach zu installieren und leicht zu reinigen. Bilder: Aufmacher, 01, 02, 05, 06, Infokasten Pflitsch, 03 + 04 Walter Lutz www.pflitsch.de SPECIAL DEM HOHEN AUTOMATISIERUNGSGRAD GERECHT WERDEN Gerade die Lebensmittel-Herstellung ist heute durchgehend automatisiert. Also werden jede Menge Kabel installiert, um die einzelnen Module, Antriebe und Sensoren an die Steuerung PFLITSCH GMBH & CO. KG Ernst-Pflitsch-Str. 1, 42499 Hückeswagen Telefon: 02192 - 911-0 68 DER KONSTRUKTEUR 2022/09 www.derkonstrukteur.de

SPECIAL HYGIENIC DESIGN escha.net TÜR ZU IM HYGIENEBEREICH Besonders klein, smart und gerüstet für die Industrie 4.0 – das ist die Türzuhaltung CTM von Euchner. Der CTM wurde speziell für den Einsatz an kleinen und leichten Türen in der Primärverpackung und der Lebensmittelbranche entwickelt und besticht durch seine äußerst geringen Abmessungen von 120 x 36 x 25 mm. Damit zählt er zu den kleinsten Zuhaltungen auf dem Markt und lässt sich besonders leicht in das Maschinendesign integrieren. Auch Türen mit extrem kleinen Schwenkradien können mit der Zuhaltung abgesichert werden. Die bistabile Zuhaltefunktion sorgt dafür, dass die gesicherte Tür auch bei Stromausfall zugehalten bleibt. Die CTM ist damit für den Personen- und Prozessschutz geeignet und erreicht das höchste Sicherheitslevel PL e. Industrie 4.0-tauglich wird die Zuhaltung durch ihre intelligente Kommunikation via IO-Link. Sie lässt sich mit anderen Euchner-Geräten in Reihe schalten. Die integrierte Schnittstelle ermöglicht zudem die Anbindung an das Euchner-Gateway, das die Daten via IO-Link an die übergeordnete Steuerungsebene weitergibt. www.euchner.de REINRAUMGERECHTES PALETTIERER-KONZEPT Automatisierungsspezialist IEF-Werner stellt mit seinen Variostack CF Clean Factory ein offenes und modulares Palettiersystem für hochgenaue und automatisierte Fertigungsprozesse in Reinräumen vor. Der Variostack CF lässt sich an nahezu jede Aufgabenstellung anpassen. Der Anwender kann diese Lösung mit einem integrierten IEF-Produkthandling betreiben. Außerdem kann er den äußerst kompakten Palettierer standardmäßig mit Palettenwagen oder Transportbändern beladen. Trays mit einem Gewicht von bis zu 15 kg werden somit ein- und ausgeschleust. Für die Fertigung unter reinen Bedingungen haben die Entwickler von IEF-Werner den Variostack CF gesondert optimiert. Unter Beibehaltung der schnellen Taktzeiten wurden speziell die Aspekte der Partikelgenerierung und Abreinigbarkeit verbessert. Eine Metallbandabdeckung schützt den Linearantrieb einerseits vor dem Eindringen von Schmutz oder Partikeln und verhindert andererseits die Partikelabgabe an die Umgebung. Damit eignen sich die Antriebe für Reinräume nach ISO 14644-1 von Klasse 1 bis 8. www.ief.de Kunststoffüberwürfe Die kostengünstige Alternative zu Edelstahl temperatur- und medienbeständig für die Getränke- und Lebensmittelindustrie Anzug per Hand oder Nm-Schlüssel in Anlehnung an EHEDG-Richtlinien ECOLAB getestet IP65 | IP67 | IP68 | IP69