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Der Konstrukteur 11-12/2021

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Der Konstrukteur 11-12/2021

SOFTWARE & PROTOTYPING

SOFTWARE & PROTOTYPING PRODUKTE UND ANWENDUNGEN EFFIZIENZSCHUB DURCH DIGITALES ENGINEERING Patrick Bruder, Business Development Digital Automation Solutions, Lenze SE, Aerzen 88 DER KONSTRUKTEUR 2021/11-12 www.derkonstrukteur.de

SOFTWARE & PROTOTYPING Effizientere Prozesse und eine kürzere Time-to-Market sind wesentliche Faktoren, um sich im weltweit härter werdenden Wettbewerb zu behaupten. Die Anforderungen der Kunden stehen dem entgegen: Flexiblere Maschinen, die effizienter und leistungsfähiger sind, machen den Entwicklungsprozess aufwändiger und fehleranfälliger. Mit digitalen Tools gelingt es schon heute, den Zeit- und Ressourceneinsatz im Engineering zu begrenzen. Künftig können sie über den gesamten Lifecycle dazu beitragen, Abläufe zu vereinfachen, Kosten zu senken und damit das Dilemma des Maschinenbaus zu lösen. Flexiblere, leistungsfähigere Maschinen und Anlagen benötigen nicht nur aufwendigere Steuerungsprogramme. Auch der Entwicklungsprozess wird komplexer. Schon heute schafft digitales Engineering hier Entlastung. Eine durchgängige Datennutzung und andere positive Effekte werden künftig noch weiter verstärkt. INFORMATIONSFLUSS ENTSCHEIDEND Für die Entwicklung einer Maschine ist ein bewährtes Prinzip die Modularisierung: Erprobte Funktionseinheiten werden wiederverwendet und nicht immer wieder neu designt. Profitieren können Maschinenbauer und Anwender über weite Teile des Lifecycles – vom Design über Programmierung und Inbetriebnahme bis hin zu Lagerhaltung und Ersatzteillogistik. Die wichtigste Voraussetzung, um auf Informationen aus vorangegangenen Projekten zurückgreifen zu können, ist, dass diese in standardisierter Form verfügbar sind. An dieser Stelle setzt der „Digitale Zwilling“ an: Er bildet physische Komponenten und Maschinen elektronisch ab und ist Sammelakte für alle relevanten Informationen. Das Konzept ist unter dem Namen „Verwaltungsschale“ bereits ein Kernbestandteil im Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI 4.0), im internationalen Sprachgebrauch als Asset Administration Shell (AAS) bezeichnet. Zwar wurden bereits vor drei Jahren wesentliche Schritte zur Standardisierung der AAS von der Plattform Industrie 4.0 verabschiedet. Doch erst langsam schließen sich die Lücken, die bislang einer durchgängigen Datennutzung im Weg stehen. MODERNE DESIGN-WERKZEUGE Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet Lenze mit Werkzeugen und Apps, die das AAS-Konzept bereits heute anwendbar machen. Hier ist vor allem der EASY System Designer (ESD) zu nennen, der die ersten Engineering-Schritte wie Idee, Design und konkrete Entwicklung abdecken wird. Mit einem solchen webbasierten Werkzeug können alle am Planungsprozess beteiligten www.derkonstrukteur.de DER KONSTRUKTEUR 2021/11-12 89

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