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DER KONSTRUKTEUR 12/2019

DER KONSTRUKTEUR 12/2019

ANTRIEBSTECHNIK

ANTRIEBSTECHNIK WÄLZLAGERUNGEN SCHNELL UND EINFACH BEWERTEN PRODUKTE UND ANWENDUNGEN Ein Wälzlagerhersteller hat eine Simulationssoftware entwickelt, die Konstrukteure bei der Bewertung und Optimierung von Wälzlagerungen unterstützt. Mithilfe der neuen Einwellen-Lagersimulationssoftware SKF SimPro Quick lässt sich die Leistung von Lageranordnungen auf Grundlage ihrer jeweiligen Anwendungsanforderungen und Betriebsbedingungen schnell untersuchen. Das Tool zielt darauf ab, mehr SKF-Ingenieurswissen leichter verfügbar zu machen, um die Konstrukteure in die Lage zu versetzen, ihre Designprozesse zu beschleunigen und die Lagerauswahl zu optimieren. Ihre übersichtliche und intuitiv zu bedienende Oberfläche sowie ihre schrittweise Bedienerführung machen die Software einfach nutzbar. EXPERTENWISSEN UND PRAXIS-ERFAHRUNG In SKF SimPro Quick stecken – neben dem gebündelten Expertenwissen über Wälzlagertechnologie – auch SKFs jahrzehntelange Praxis-Erfahrungen in den verschiedensten Anwendungsbereichen. Da die Quick-Version auf der gleichen Plattform fußt wie die SKF intern gebräuchliche High-End-Variante (SKF SimPro Expert), können sich die Quick-Anwender bei besonders kniffligen Wälzlager-Fragestellungen auch sehr einfach mit den Spezialisten bei SKF austauschen. BREITE LAGERAUSWAHL Die Software zeichnet sich zudem dadurch aus, dass ihre Anwender auch jederzeit die neuesten Lager aus dem jüngsten Wälzlagerkatalog von SKF virtuell testen können. Dabei hat der Nutzer natürlich die Wahl, ob er Lager der SKF-Explorer-Leistungsklasse auswählen oder seine Lösung lieber auf Basis von Standard-Lagern entwickeln möchte. Der Zugriff auf die umfangreiche Lagerdatenbank von SKF bietet dem Kunden zahlreiche Möglichkeiten, eine optimale Wälzlagerung zu konstruieren – von zwei Lagern auf einer Welle bis hin zu beliebig vielen Lagern. ANWENDUNGSMODELLIERUNG UND LAGERLEISTUNGSANALYSE Es sind nur wenige Schritte erforderlich, um ein komplettes Modell zu erstellen. Der erste Schritt besteht darin, ein Berechnungsmodell mit den gängigsten Komponenten zu erstellen – wie Lager, Zahnräder, Federn und Zwischenringe. Im zweiten Schritt werden die anwendbaren Grenzbedingungen festgelegt. Als Drittes werden die Schmier- und Autoren: Travis Shive, Analytical Tools Subject Matter Expert, SKF, Lansdale, Pennsylvania (USA); Francisco Serrano, Engineering Tools Product Line Manager, SKF AB, Göteborg (SWE), Sylvain Bernard, Engineering Tools Market Launch and Commercialization Responsible, SKF France, Montigny-le-Bretonneux (F) und Hedzer Tillema, Engineering Tools Technical Leader, SKF BV, Houten (NL) Einbaubedingungen vorgegeben. Nachdem die ersten Schritte durchgeführt sind und das Modell abgeschlossen ist, besteht die Möglichkeit, basierend auf den festgelegten Betriebsgrenzen eine einzelne Datensatzanalyse (Einzelanalyse) oder eine mehrere Bedingungen umfassende Analyse (Lastzyklusanalyse) durchzuführen. Die Analysedaten umfassen mehrere Datentabellen und grafische Darstellungen, die es dem Benutzer ermöglichen, eine bevorzugte Berichtsvorlage zu erstellen. Typische Tabellen zeigen beispielsweise Lagerlasten, Betriebslagerluft, Reibung, Schiefstellung, Durchbiegung und die erweiterte SKF-Lebensdauer sowie eine modifizierte Lebensdauer nach ISO/TS 16281:2008. Die erweiterte SKF-Lebensdauer berücksichtigt auch Bedingungen, unter denen Lager womöglich eine geringere Lebensdauer erzielen, als es die berechnete nominelle Lebensdauer L 10 andeutet. Weitere Tabellen liefern wichtige Informationen über Nachschmierfristen, Betriebslagerluft, Lagerschadfrequenzen und Getriebekräfte. Visuelle Darstellungen und Animationen ergänzen die Analysedaten. Bild: SKF www.skf.com SIMULATIONS-PORTFOLIO SKF SimPro Quick ist eines von vielen Engineering-Tools, die SKF entwickelt hat, um Konstrukteure und Kunden bei der Auswahl einer optimalen Wälzlagerung zu unterstützen: n SKF Bearing Calculator: online, leicht zu bedienendes Tool für die Auswahl und Berechnung von Einzellagern n SKF Bearing Select: online, leicht zu bedienendes Tool für die Auswahl und Berechnung von Lagersätzen n SKF SimPro Quick: schnelle und erweiterte Einwellen-Simulationen n SKF SimPro Spindle: schnelle und erweiterte Spindel-Simulationen n SKF SimPro Expert: Erweiterte und umfangreiche Mehrwellen-Simulationen 30 DER KONSTRUKTEUR 12/2019

ANTRIEBSTECHNIK DREHFREUDIG IN SCHMUTZIGER UMGEBUNG Zum Lagern schnell drehender Wellen in stark von Staub und anderen Verunreinigungen belasteten Umgebungen eignen sich die einreihigen Schrägkugellager der Reihe 7200 von Nachi. Durch ihre Laufbahngeometrien in Innen- und Außenring nehmen diese Wälzlager nicht nur radiale, sondern in einer Richtung auch größere axiale sowie zwischen radial und axial unter beliebigen Winkeln angreifende Kräfte auf. Ein wesentlicher Vorteil dieser Schrägkugellager ist die reibungsarme, ein- oder beidseitige Abdichtung. Damit sind sie gegen feinen, aggressiven Staub und andere Verschmutzungen geschützt. Deshalb eignen sie sich besonders zum Einsatz in Kompressoren, Axiallüftern, Elektromotoren und Generatoren. Damit die Schrägkugellager axiale Kräfte aus beiden Richtungen aufnehmen können, werden sie paarweise angeordnet, und zwar in O- oder X-Anordnung. Für besonders hohe Genauigkeit und minimales Lagerspiel sind paarweise abgestimmte Schrägkugellager erhältlich. www.nachi.de INDIVIDUELLE AUSLEGUNG MACHT GROSSWÄLZLAGER LANGLEBIG Großwälzlager mit langer Lebensdauer, auch als Sonderlösung mit entsprechender individueller Beratung, bietet Rodriguez an. Großwälzlager werden oft in Sonderanfertigung benötigt, und zwar nicht nur in Bezug auf die Größe, sondern auch auf die Anforderungen. Grundsätzlich muss für sie eine hohe Ausfallsicherheit gewährleistet sein – schließlich lassen sich Komponenten mit einem Außendurchmesser von bis zu 6 100 mm und einem Gewicht von bis zu 20 t nur mit großem Aufwand ersetzen. Bei dem Hersteller werden die Laufbahnen und Verzahnungen der Lager präzise bearbeitet und der induktive Härteprozess genau gesteuert. Außerdem werden Laufbahnen und Verzahnungen individuell berechnet und zur dynamischen Lastsimulation die Finite-Elemente-Methodik (FEM) eingesetzt. Dazu kommen ausgewählte Schmierstoffe, richtig ausgelegte Wartungsintervalle sowie ein technischer Support, auch nach der Auslieferung und während des Betriebs der Lagerkomponente. www.rodriguez.de

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