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DER KONSTRUKTEUR 12/2019

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ANTRIEBSTECHNIK WASSER

ANTRIEBSTECHNIK WASSER ALS LAGER-SCHMIERSTOFF Die Lager von Maschinen werden in der Regel mit Öl geschmiert. Doch große Mengen dieser Öle landen auch heute noch in der Umwelt. Einer Arbeitsgruppe vom Fraunhofer IWM in Freiburg ist es jetzt gelungen, Wasser mithilfe von Additiven so zu verändern, dass es in Zukunft als Schmierstoff eingesetzt werden könnte. Dr. Tobias Amann und seine Kolleginnen und Kollegen am Fraunhofer IWM konnten dabei zwei Vorteile verbinden: Zum einen verbessert sich die Schmierung insgesamt, weil Wasser weniger zähflüssig als Öl ist. Zum anderen wird die Korrosion verhindert. Im Detail haben die Forscherinnen und Forscher ihr Verfahren an einem Gleitlager entwickelt. Ein solches Lager ähnelt einem Ring, der eine rotierende Welle aus Stahl umfasst. Dieser Ring besteht aus mehreren Schichten, die von außen nach innen folgendermaßen aufgebaut sind: einer Hülse, die das Lager umgibt, einer Schicht aus Aluminium und einer Schicht aus gesintertem Metall, die die Welle umfasst. Der Clou besteht darin, dass die gesinterte, innere Schicht von einem kleinen Kanal durchzogen ist. Damit kann das Wasser zwischen der rotierenden Welle und der äußeren Aluminiumschicht fließen. Diese direkte Verbindung ist entscheidend für den elektrochemischen Prozess. Dieser beruht darauf, dass sich zwischen unedlen Metallen wie Aluminium und edleren Metallen wie Eisen eine elektrische Spannung aufbaut – ganze ohne ein elektrisches Feld von außen anlegen zu müssen. Der Sauerstoff aus dem Wasser reagiert normalerweise mit eisenhaltigen Stählen und führt schließlich zum Rosten. Durch das elektrische Feld wird das vermieden. Dass das Verfahren funktioniert, hat das Forscherteam inzwischen zeigen können. Derzeit sind Amann und sein Team auf der Suche nach Industriepartnern, mit denen sie die ionischen Flüssigkeiten noch optimieren wollen. www.fraunhofer.de MIBA UND ZOLLERN: GLEITLAGER-JOINT-VENTURE Die Miba AG und die Zollern Gruppe haben im Herbst 2019 ein Gemeinschaftsunternehmen im Gleitlager-Bereich gestartet. Die Miba hat ihre fünf Motorengleitlager-Werke eingebracht. Von Zollern wurden zwei Industriegleitlager- und ein Motorengleitlager-Werk eingebracht. Die vier im Sommer 2018 von John Crane übernommenen Industriegleitlager- Werke der Miba sind nicht Teil des Gemeinschaftsunternehmens. Auch andere Geschäftsbereiche von Miba und Zollern sind nicht von dem Joint Venture betroffen. Die Miba hält an dem neuen Unternehmen 74,9 % und übernimmt die industrielle Führerschaft. Der Unternehmenssitz ist in Laakirchen, Österreich. Mit dem Schritt wird vor allem das Industriegleitlager-Geschäft der Miba weiter ausgebaut. Insgesamt wird die gesamte neue Gleitlagergruppe durch die Erweiterung sowohl technologisch als auch von der weltweiten Präsenz her noch breiter aufgestellt. Ziel des neuen Unternehmens ist es, die Stärken von Miba und Zollern im Gleitlagergeschäft zu bündeln und dadurch im weltweiten Wettbewerb noch besser positioniert zu sein. Durch die Bündelung ihres Know-hows in Forschung und Entwicklung wollen Miba und Zollern einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung neuer Lösungen für die Dekarbonisierung und für den Bereich der erneuerbaren Energien liefern, etwa mit neuen Gleitlager-Technologien für die Windenergie. www.zollern.com Einfach 40% Kosten sparen iglidur improves! ® Bewiesen. Berechenbar. Bewährt. Gleitlager aus Hochleistungspolymeren verbessern die Technik und sparen Kosten. Ob Bronze-, Sinterlager oder Nadellager: sie alle müssen geschmiert werden. Mit getesteten und bewährten schmierfreien iglidur ® Polymer-Gleitlagern senken Sie Ihre Kosten und verbessern die Technik Ihrer Lagerstellen. Starten Sie jetzt online den Wechsel-Check und erhalten Sie sofort die günstige und in der Lebensdauer berechenbare Alternative. Entdecken Sie Ihr Einsparpotenzial unter: igus.de/lagerwechsel igus ® GmbH Tel. 02203-9649-145 info@igus.de motion plastics ® ... for longer life Besuchen Sie uns: all about automation, Hamburg – Stand EG-223 | Euroshop, Düsseldorf – Halle 11 Stand E40 igus-MH.indd 1 19.11.2019 15:51:08 32 DER KONSTRUKTEUR 12/2019

ANTRIEBSTECHNIK ZYLINDER FÜR DIE SMART FACTORY IMI Precision Engineering hat neue elektromechanische Zylinder der Marke IMI Norgren herausgebracht. Die Antriebsfamilie wird durch Servomotoren, Frequenzumrichter und Industrial Ethernet- Anbindungen vervollständigt. Die Antriebe basieren auf der ISO 15552. Präzise Kugelumlaufspindeln sorgen für einen ruhigen Lauf der Kolbenstangenzylinder und eine lange Gebrauchsdauer. Die neuen Antriebe sind Teil der Angebotspalette des Unternehmens für die smarte Fabrik. Dazu gehören auch z. B. Proportionalventile der Baureihe VP50, die Ventilinselbaureihen VM0 und VS26 mit Industrial Ethernet, der Druckschalter 34D und eine Wartungseinheit für die Druckluftaufbereitung mit digitalem Manometer. “IMI Precision Engineering hat es sich zur Aufgabe gemacht, praktische Produktlösungen anzubieten, die unsere Kunden auf ihrem Weg der Digitalisierung ihrer Unternehmen unterstützen sollen”, sagt Hector Barresi, Marketingleiter Industrial Automation. www.imi-precision.com ABSOLUTGEBER JETZT AUCH MIT IO-LINK Posital baut das Schnittstellenportfolio seiner Drehgeber-Baureihe Ixarc, die auf magnetischer Abtasttechnik basiert, weiter aus. Zum Jahresende gibt es die Absolutgeber auch in der IO-Link-Auslegung. Zur Verfügung steht IO-Link dabei in zwei Versionen: Als Interface für Ixarc-Geräte, die im Singleturn-Betrieb laufen, und als Schnittstelle für Multiturn-Geber. Die mit IO-Link konfigurierbaren Drehgeber für den Multiturn-Betrieb haben einen Messbereich von bis zu 1 Mrd. Umdrehungen, wobei sie mit einer Auflösung pro Umdrehung von 16 Bit aufwarten. Wie alle Multiturn-Geber der Baureihe verfügen auch die IO-Link-Varianten über einen Wiegand-Sensor, der magnetisch induzierte Impulse aus Drehbewegungen für die energieautarke Versorgung der Zählelektronik nutzt. Ein weiteres Feature ist die Möglichkeit, die Rotationsgeschwindigkeit bzw. Drehzahl direkt an die Steuerung auszugeben. Verfügbar ist auch ein Funktionspaket zur elektronischen Nockensteuerung. www.posital.de DREHGEBER-PORTFOLIO OPTIMIERT Mit einem optimierten Encoder-Portfolio bedient Turck zukünftig vielfältige Kundenanforderungen – von preissensitiv bis besonders robust und verschleißfrei. Aus drei Produktlinien haben Anwender die Wahl zwischen herkömmlichen Drehgebern der Efficiency oder Industrial Line sowie Premium-Encodern mit berührungsloser Erfassung. Die Efficiency Line umfasst Inkremental- und Absolut-Multiturn-Drehgeber. Diese eignen sich mit Schutzart IP64, einer Wellenbelastung von 40 Nm radial und einem Temperaturbereich bis -20 °C für viele Standardanwendungen. Bei besonders gefragten Varianten gewährleistet ein hoher Lagerbestand verkürzte Wiederbeschaffungszeiten. Encoder der Industrial Line bedienen speziell Applikationen mit höheren Umweltanforderungen und einer stärkeren Wellenbelastung. Dazu sind sie in Schutzarten bis IP69K und mit Doppellager-Technologie erhältlich. Absolut-Singleturn erweitert zudem das Angebot an Ausgangsarten. Turcks bewährte Drehgeber QR24 und QR20 mit berührungsloser Erfassung komplettieren das Produkt-Portfolio. Die Premium-Line-Encoder haben ein dauerhaft dichtes Gehäuse und arbeiten komplett berührungslos. Damit können sie auch unter widrigen Bedingungen im Außenbereich verwendet werden. www.turck.com DER KONSTRUKTEUR 12/2019 33

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