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DER KONSTRUKTEUR 4/2021

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DER KONSTRUKTEUR 4/2021

REPORTAGE MENSCHEN UND

REPORTAGE MENSCHEN UND MÄRKTE POSITIVE ASPEKTE SEHEN UND AUS DER SITUATION LERNEN Insgesamt sind meine Erfahrungen in der von Corona geprägten Zeit nicht nur durch Belastungen geprägt, sondern ich kann durchaus auch positive Aspekte sehen. Allerdings würde ich mir wünschen, dass die politisch Verantwortlichen künftig ebenfalls aus der Situation lernen und gerade für Familien bessere Rahmenbedingungen schaffen. Darüber hinaus wäre ein deutlicher Ausbau der Netzinfrastruktur in vielen Regionen dringend nötig. DANIEL KONRAD, Technischer Projektleiter Ratio-Drive, Herbert Hänchen GmbH & Co. KG, Ostfi ldern allerdings fast alleine im Großraumbüro. Und seine Präsenz ist auch gefordert, denn das aktuelle Projekt befindet sich in der Endphase und er muss sehr engmaschig mit den Kollegen an der Maschine zusammenarbeiten. „Eine Klemme oder einen Dichtringe montieren – das geht schlecht im Homeoffice“, lacht er. Und freut sich über etwas mehr Bewegung. Nicht nur im Unternehmen, sondern auch auf dem Arbeitsweg, den er täglich mit dem Rad zurücklegt. „Im Homeoffice sitzt man doch den ganzen Tag am Bildschirm und bewegt sich sehr wenig. Außerdem kann man so besser trennen: Hier fängt die Arbeit an, hier das Privatleben.“ WAS DER KONSTRUKTEUR AUS DEN BESONDEREN ZEITEN MITNIMMT Insgesamt wägt Daniel Konrad ab: „Dass die Kundenkontakte wenig bis gar nicht vor Ort stattfinden können, ist ein klarer Nachteil. Doch bei einem allerersten Kontakt ist es durchaus möglich, am Bildschirm grob die Rahmenbedingungen abzustecken. Ein Beispiel ist die Frage, ob die Kundenvorstellung der technischen Lösung auch finanziell abbildbar ist. Das spart natürlich Reisezeit und somit auch Geld. So gesehen kann eine kurze Videokonferenz mit dem Kunden durchaus effizient sein. Doch sobald ein Projekt konkreter wird, ist ein persönlicher Kontakt quasi unausweichlich. Man kann sich gegenseitig kennenlernen und Vertrauen aufbauen. Außerdem erhalte ich so einen Einblick in die Begebenheiten vor Ort. Auf dem Papier ist es beispielsweise oftmals egal, ob ein Zugang auf der einen oder anderen Seite geplant wird. Vor Ort kann das aber durchaus relevant sein.“ Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit den Kollegen. „Ideenfinden funktioniert am besten im direkten Austausch mit anderen auf einem weißen Blatt Papier. Am Bildschirm ist es komplizierter und das Direkte fehlt“, ist der Projektleiter überzeugt. Auch die mechanischen Komponenten, ob rotatorisch, linear, mit oder ohne Hydraulik, sind im Videochat nicht einfach diskutierbar. Sehr gut dagegen geht online das Engineering. Detaillösungen im Softwarebereich beispielsweise lassen sich im Homeoffice mit dem entsprechenden Equipment gut realisieren. „Und die Software-Kollegen sind wahrscheinlich regelrecht dankbar über etwas mehr Ruhe und weniger Störungen.“ Auch die Fernwartung funktioniert problemlos online. Hier war Hänchen durch die eigene Programmierung bereits bestens vorbereitet. In der Vergangenheit scheiterte der Einsatz von Fernwartung oft an der kundenseitigen IT. Doch zu Corona-Zeiten ließen sich auch solche Hindernisse gemeinsam mit dem Kunden aus dem Weg räumen. EIN BLICK IN DIE ZUKUNFT Gute Chancen für das Homeoffice der Zukunft sieht Daniel Konrad vor allem im Bereich digitale Produktentwicklung und auch bei einzelnen, begrenzten Fragen von Kunden. Diese kann man durchaus per Videochat besprechen und das vielleicht sogar effizienter. Der Konstrukteur relativiert: „Natürlich müssen die Rahmenbedingungen Zuhause auch gegeben sein. Telefonkonferenzen mit Kindergeschrei sind schwierig und auch die Konzentration auf die Arbeit muss stimmen. Und nicht zuletzt müssen die Arbeitsbedingungen zuhause auch optimal sein, was ergonomische Arbeit und natürlich die Räumlichkeiten betrifft. Nicht jeder hat genügend Zimmer im Haus, um sich ein eigenes Büro einzurichten.“ Bilder: Virus: Feydzhet Shabanov - stock.adobe.com, Laptop: peshkova - stock.adobe.com, Sonstige: Hänchen www.haenchen.de 8 Unbenannt-2 DER KONSTRUKTEUR 1 2021/04 www.derkonstrukteur.de 10.12.2020 10:40:33

HANNOVER MESSE DIGITAL EDITION – KONFERENZPROGRAMM IST ONLINE Mit mehr als 1 500 Programmpunkten startet am 12. April die fünftägige Hannover Messe Digital Edition. Sie versteht sich als zentrale Plattform für Innovationen, Networking und Orientierung im Zeitalter der industriellen Transformation. Das Konferenzprogramm ist nun online verfügbar unter www.hannovermesse.de/de/conference/. Der Messemontag steht ganz im Zeichen der politischen Diskussionen. Neben der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil, sprechen u. a. der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sowie die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. Die drei Verbandspräsidenten Siegfried Russwurm (BDI), Karl Haeusgen (VDMA) und Dr. Gunther Kegel (ZVEI) diskutieren die allgemeinen Konjunkturaussichten der deutschen Industrie. Von Dienstag bis Donnerstag stehen die Kernthemen der Hannover Messe im Vordergrund. Es geht um die Digitalisierung der Industrie, Plattformökonomie, künstliche Intelligenz, Leichtbau, Cloudlösungen, Chancen für die Industrie durch Klimaschutz, Forecast in unsicheren Zeiten oder die Silicon Economy. Am Freitag veranstaltet die Deutsche Messe AG den Karrierekongress WomenPower unter dem Motto Reset.Rethink.Restart. www.hannovermesse.de EFFIZIENTE MOTOREN GEGEN DEN KLIMAWANDEL In dem Whitepaper „Achieving the Paris Agreement: The Vital Role of High-Efficiency Motors and Drives in MODERNE SENSORTECHNIK DIE INTELLIGENTE KUPPLUNG. Reducing Energy Consumption” zeigt ABB auf, in welchem Maß hocheffiziente Motoren und Antriebe die Energieeffizienz von Industrie und Infrastruktur verbessern können. Entsprechend dem Whitepaper sind in der Industrie immer noch rund 300 Mio. von Elektromotoren angetriebene Systeme im Einsatz, die deutlich mehr Elektrizität aufnehmen als nötig. Der Austausch dieser Systeme durch optimierte, hocheffiziente Anlagen könnte laut ABB, unabhängigen Forschungsergebnissen zufolge, den weltweiten Strombedarf um bis zu 10 % senken. Dies würde mehr als 40 % zur Gesamtminderung der Treibhausgasemissionen beitragen, die zur Erfüllung der im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele bis 2040 notwendig ist. www.abb.de RW-KUPPLUNGEN.DE

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