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DER KONSTRUKTEUR 5/2026 mit MUH

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ANTRIEBSTECHNIK FÜR

ANTRIEBSTECHNIK FÜR HOHE BREMSMOMENTE UND RAUE UMGEBUNG SICHERHEITSBREMSEN XL - WENN GROSS ALLEIN NICHT MEHR REICHT PRODUKTE UND ANWENDUNGEN TITELSTORY In manchen Anwendungen darf es einfach etwas mehr sein. Wenn eine Extraportion Drehmoment im Spiel ist, sind zuverlässige und leistungsstarke Sicherheitsbremsen gefragt. Spannend wird es vor allem dann, wenn die Umgebung zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt, wie beispielsweise in Häfen oder auf hoher See. Mit neuen Modellen der Baureihen Roba-stop S und Roba-stop M bietet Mayr Antriebstechnik Sicherheit auch in hohen Bremsmomentbereichen und in rauen Umgebungen. Ralf Epple, Leiter Produktmanagement und Marketing bei Mayr Antriebstechnik in Mauerstetten 16 DER KONSTRUKTEUR 2026/05 www.derkonstrukteur.de

ANTRIEBSTECHNIK 01 Egal ob große Maschinen, Hafenkräne oder Schiffe auf hoher See - manche Anwendungen sind schon vom Format her besonders groß und bringen entsprechend hohe Belastungen und Bremsmomente mit. Das stellt alle Komponenten vor neue Herausforderungen und damit auch die Sicherheitsbremsen. Insbesondere dann, wenn zusätzliche, verschärfende Faktoren dazukommen wie etwa das allgegenwärtige Salzwasser bei maritimen Anwendungen. In solchen Umgebungen sind zuverlässige XL-Bremsen gefragt, die Positionen trotz aller Härten präzise halten und bei Bedarf die anfallende enorme Reibarbeit zuverlässig leisten können. „Wir sind mit unseren robusten Motorbremsen schon verhältnismäßig lange auf dem Markt präsent, auch in extremen Bereichen“, sagt Andreas Merz, Produktmanager bei Mayr Antriebstechnik. „Unsere Roba-stop ging 1986 in Serie, wir haben also schon reichlich Erfahrung sammeln können. Wir sehen allerdings deutliche Entwicklungen im Zuge der Elektrifizierung. Elektrische Antriebe werden kompakter und leistungsdichter, sie müssen aber auch bedeutend mehr Drehmoment beherrschen als bisher. Daher gehen wir mit unseren neuen Bremsenmodellen in den Bereich deutlich oberhalb der 1.000 Newtonmeter.“ ROBUSTE MOTORBREMSEN FÜR VERSCHIEDENE EINSATZZWECKE Die Roba-stop M Sicherheitsbremsen kommen in Hafen- oder Baukränen genauso wie in Winden oder Deckenlaufkränen in Fabrikhallen an verschiedenen Positionen zum Einsatz: nämlich in den Dreh-, Fahr-, und Hubantrieben, meist am freien Wellenende. Sie arbeiten im Normalbetrieb oft als Haltebremsen. Erst bei Drehzahl null fällt die Bremse ein und hält die Last sicher. Die Bremsen sind aber auch dafür ausgelegt, Spitzenlasten mit extremer Reibarbeit aufzunehmen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn bei Not-Aus oder Stromausfall abwärts bewegte Lasten aus voller Geschwindigkeit abgebremst werden müssen. Neu ist die Roba-stop M 2000, die in der Version als Haltebremse ein Bremsmoment von 3.500 Nm erreicht, als Arbeitsbremse bis zu 2.500 Nm. Die Bremse ist in zwei Schutzarten verfügbar: Schutzart IP54 für alle herkömmlichen Anwendungen, bei denen Belastungen durch Staub und Wasser keine große Rolle spielen. In geschlossener und dichter Ausführung bietet sie Schutzart IP66 und ist damit auch für Outdoor-Anwendungen wie etwa große Baukräne geeignet. Ist noch mehr Schutz gefragt, weil beispielsweise maritime Bedingungen und Seewasser ins Spiel kommen, ist Schutzart IP67 03 02 01 Die elektromagnetischen Roba-stop M Federdruckbremsen arbeiten nach dem Fail-safe-Prinzip, das bedeutet, sie sind ausfallsicher 02 Mit Schutzart IP67 und hohem Korrosionsschutz ist die Roba-stop S speziell für die fordernden Bedingungen maritimer Anwendungen konzipiert 03 Sicherheitsbremsen sorgen an zahlreichen Stellen in der Industrie oder im maritimen Einsatz für Sicherheit - zum Beispiel auch an Hafenkränen in Kombination mit leistungsstarkem Korrosionsschutz die bessere Wahl. Das ist bei Hafenkrananlagen oder Deckwinden und Kränen auf Schiffen der Fall. Für solche Anwendungen hat Mayr Antriebstechnik schon seit einiger Zeit die Roba-stop S im Programm. Zusätzlich zur hohen Schutzart ist die Bremse je nach Kunden anforderung mit spezieller Seewassergrundierung versehen und erfüllt bei entsprechender Überlackierung durch den ES GENÜGT NICHT, KONSTRUK- TIONEN KLEINER BREMSSYSTEME NACH OBEN ZU SKALIEREN Kunden auch höchste Korrosionsschutzklassen nach DIN EN ISO 12944. Mit der Roba-stop S Größe 11, die im Standard bis zu 1.200 Nm dynamisches Bremsmoment aufbringt, ist jetzt ein weiteres Modell für hohe Belastungen in der Baureihe erhältlich. „Mit unseren neuen XL-Bremsen bedienen wir jetzt ein Marktsegment, in dem die Auswahl für den Anwender eher schmal ist“, sagt Andreas Merz. „Großformatige Sicherheitsbremsen herzustellen, heißt eben nicht, einfach nur vorhandene Konstruktionen nach oben zu skalieren. Für Hersteller gibt es in dieser Kategorie ganz eigene Herausforderungen, die nicht jeder beherrscht, von der Auslegung über die spezifische Konstruktion und das Handling bis hin zu geeigneten Prüfeinrichtungen für solche Bremsen. Gerade hier profitieren wir von unserer großen Erfahrung und der entsprechenden eigenen Testinfrastruktur.“ BREMSEN REALITÄTSNAH TESTEN Damit die Bremsen bei ihrem Einsatz in der jeweiligen Anwendung immer größtmögliche Sicherheit gewährleisten, müssen statisches und dynamisches Bremsmoment den jeweiligen Kundenspezifikationen entsprechen. Dafür ist es nötig, diese beiden Einsatzbedingungen versuchstechnisch zu prüfen. Das gelingt nur in einem dafür ausgelegten Versuchsfeld, in dem die Bremwww.derkonstrukteur.de DER KONSTRUKTEUR 2026/05 17