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DER KONSTRUKTEUR 5-6/2021

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DER KONSTRUKTEUR 5-6/2021

SENSORTECHNIK

SENSORTECHNIK Vega-Sensoren sind nicht auf eine Industrie ausgerichtet, sondern sind in vielen Branchen zuhause, wie in der Pharmaindustrie, der Automobilproduktion, in Kreuzfahrtschiffen oder in Verpackungsanlagen. Dabei berücksichtigen wir die jeweiligen Besonderheiten. Sensoren können z. B. durch Prozessanschlüsse je nach Anforderung angepasst werden und auch entsprechende Zulassungen sind industriespezifisch und länderspezifisch vorhanden. Ein typisches Beispiel für eine Standardapplikation ist die Drucküberwachung in einer Leitung beispielsweise zur Steuerung einer Pumpe. Hier überzeugen unsere Sensoren mit Keramik inklusive 360°-Statusanzeige durch ihren wartungsfreien Betrieb. Damit lässt sich der Status des Sensors direkt aus der Ferne ablesen, selbst wenn der Anwender keinen direkten Zugang zum Sensor hat. Sehr häufig wird auch der Druck und der Grenzstand in Hilfskreisläufen z. B. in der Zufuhrleitung von Kühlmedium, mit unseren Sensoren überwacht. NATALIE WALDECKER, PRODUKTMANAGERIN BEI VEGA Welche Vorteile bieten Sie Maschinenbauern mit Ihren Sensoren und Messgeräten? Unsere Druck- und Füllstandsensoren zeichnen sich durch einfache Integrierbarkeit, kompakte Abmessungen und eine robuste Ausführung aus. Darüber hinaus setzen wir auf IO-Link als standardisiertes Kommunikationsprotokoll. Unsere Sensoren verwenden den Standard 1.1, in der auch die „Backup und Restore“-Funktion möglich ist. Dadurch wird der Sensortausch noch einfacher, da die Daten im IO-Link Master gespeichert werden und beim Sensortausch automatisch in den neuen Sensor übertragen werden. Die kompakten Abmessungen erlauben einen Einsatz selbst in beengten Umgebungen. Ein ganz wichtiger Aspekt ist die Robustheit und das hygienische Design unserer Sensoren. Dadurch kommen sie in nahezu allen Branchen zum Einsatz. Können die Sensoren außer der Lebensmittelindustrie noch in weiteren Branchen des Maschinenbaus zum Einsatz kommen? Sind neben dem Standard-Portfolio auch Produktanpassungen oder individuelle Lösungen möglich? Unsere Standardgeräte können flexibel angepasst werden. Dadurch können wir sehr spezifisch auf den jeweiligen Messort, die Umgebungsbedingungen oder das produzierende Medium eingehen. Für den Anwender ändert sich in der Handhabung jedoch nichts. Denn jeder Sensor lässt sich – unabhängig von Messverfahren, Baureihe oder Anwendung – auf die gleiche Weise einbauen und in Betrieb nehmen (z. B. über Bluetooth). Dies reduziert nicht nur den Lagerbestand, sondern sorgt in der Praxis auch für einen schnellen Austausch. Individuelle Anpassungen beispielsweise bei Prozessanschlüssen sind nach technischer Klärung möglich. Wo liegen hier Ihre Kompetenzen und wie ist der Ablauf? Über myvega erhält der Konstrukteur einen schnellen und einfachen Zugang zu allen wichtigen Informationen bereits bei der Planung. Hier sind alle Produktdaten, Zeichnungen (auch in 3D) aber auch branchenspezifische Informationen hinterlegt. Beispielsweise sind hier die Testergebnisse (z. B. nach FDA, EG1935/2004) der jeweils eingesetzten Materialien der Sensoren aufgeführt, sodass Auswirkungen auf das zu produzierende Medium ausgeschlossen sind. Da über myvega auch gleich bestellt werden kann, sind die Lieferzeiten sehr kurz. Viele der Standardgeräte verlassen schon in weniger als drei Tagen unser Haus. 80 % sind innerhalb von fünf Tagen lieferbar. SPECIAL Das geführte Radarmessgerät Vegaflex wiederum kommt in den sich anschließenden Verpackungslinien zum Einsatz. Hier kommt es u. a. darauf an, den Füllstand in den Gebinden zu kontrollieren. Eine andere Füllstandmessung kontrolliert den Bestand in den Lagersilos und Tanks. In all diesen Anwendungen sorgen Dampf, Kondensat sowie Anhaftungen durch die zähflüssige Marmelade an der Messzelle der Drucksensoren und der Stabsonde der geführten Radarsensoren sowie die Rührwerke immer wieder für neue Herausforderungen. Auch die hohen Temperaturen, die zwischen 65 °C und 85 °C liegen, und das Vakuum stellen eine besondere Herausforderung dar. Dank der Vega-Sensoren ist der Prozess jedoch immer unter Kontrolle. Die Sensoren arbeiten selbst bei Kontakt mit dem viskosen und klebrigen Produkt oder bei wechselnden Prozessbedingungen sehr zuverlässig. FAZIT Ursprünglich wurden die Vega-Sensoren von dem Planungsunternehmen, das die Anlage vor mehr als 20 Jahren errichtete, ausgewählt. Mittlerweile schätzt man aber bei Menz & Gasser die Zuverlässigkeit und die geringen – oder besser gesagt nicht vorhandenen – Instandhaltungsaufwendungen. Praktischer Nebeneffekt: Wenn die Sensoren nicht ausfallen, entfällt auch die Lagerung und das Management von Ersatzteilen. Das Südtiroler Unternehmen setzt daher auch in Zukunft auf die enge Zusammenarbeit mit Vega. Bilder: Aufmacher Hintergrund: alex alex – stock.adobe.com, Sonstige: VEGA www.vega.com 50 DER KONSTRUKTEUR 2021/05-06 www.derkonstrukteur.de

SENSORTECHNIK TEMPERATUR IN HOCHGESCHWINDIGKEIT MESSEN Zur Temperaturmessung in schnellen Prozessen bietet Optris das Hochgeschwindigkeits-Pyrometer CT 4M an. Mit einer Erfassungszeit von 90 μs ist es das schnellste Pyrometer im Portfolio des Herstellers. Es misst im Spektralbereich von 2,2 bis 6 μm, weswegen es ideal für die Niedertemperaturmessung (also von 0 bis 500 °C) an Metallen, Metalloxiden, Keramiken oder für Materialien mit unbekanntem oder sich änderndem Emissionsgrad geeignet ist. Typische Anwendungen sind Maschinen zur Kunststoffverarbeitung, etwa zum Blasformen von PET-Flaschen. Eine andere Anwendung ist die Überwachung von Schienenfahrzeugen, wo die Temperatur der Radsatzlager im Vorbeifahren gemessen wird, um Heißläufer rechtzeitig zu erkennen. Der Sensorkopf des Pyrometers lässt sich mit einem Durchmesser von 14 mm und einer Länge von 28 mm auch bei beengten Platzverhältnissen direkt in einer Maschine einbauen. Über eine USB-Schnittstelle kann das Gerät an einen PC angeschlossen werden. www.optris.de INDUKTIVSENSOREN: KEIN PROBLEM MIT DRUCKSPITZEN BIS 1 000 BAR Die Induktivsensoren von Contrinex sind jetzt mit IO-Link- Schnittstelle in PNP-NO-Ausführung ohne Aufpreis erhältlich. Sie können in Hochdruckumgebungen genutzt werden und halten Spitzen bis 1 000 bar stand. Angeboten werden Extra Distance- und Full-Inox-Typen, die Dauerdrücke von 500 bar tolerieren. Neue Versionen mit IO-Link ermöglichen nun einen vereinfachten Zugriff auf Funktionen wie Signal- Timing, Temperaturüberwachung und Schaltzyklenzählung. Die Extra-Distance-Modelle entsprechen Schutzart IP68 und verfügen über eine aktive Fläche aus Keramik sowie ein Edelstahlgehäuse. Sie widerstehen Spitzendrücken bis 1 000 bar und Betriebstemperaturen bis 100 °C. Die Schaltfrequenzen reichen von 1 000 Hz für die Größe M5 bis 500 Hz für M14. Das Gehäue der induktiven Full-Inox-Sensoren, erhältlich in M12, besteht aus chemisch inertem V4A-Edelstahl mit Schutzart IP68/IP69K. Sie eignen sich für Spitzendrücke bis 800 bar und Temperaturen bis 85°C. Die Schaltfrequenz liegt bei 850 Hz. www.contrinex.de NEIGUNGSSENSOREN FÜR DYNAMISCHE MESS-APPLIKATIONEN Bei den Neigungssensoren B1NF und B2NF hat Turck das Beschleunigungsmessverfahren (MEMS) mit der Gyroskop- Technologie kombiniert. Infolge lassen sich Stöße und Vibrationen effektiver ausblenden als mit gängigen Signalfiltern. So erreichen die ein- und zweiachsigen Neigungssensoren eine Dynamik, die auch den Einsatz in sehr schnellen Regelkreisen auf sich bewegenden oder vibrierenden Maschinen zulässt. Die robusten IP68/69K- Sensoren geben ihr Signal über IO-Link COM3 aus. IO-Link ermöglicht zudem eine einfache Anpassung an die Applikation, z. B. zur Nullstellung. Darüber hinaus können für das Condition Monitoring Zusatzinformationen, wie die Betriebsstunden des Sensors oder dessen Umgebungstemperatur, abgefragt werden. Die zum Patent angemeldete „Wasserwaagen- Funktion“ erleichtert die Montage. Dabei zeigt eine LED per Blinkfrequenz an, wann der Sensor waagerecht positioniert ist. Durch den Einsatz transluzenter Kunststoffe für die LED-Anzeige kann auf LED-Linsen verzichtet werden. www.turck.de PERSONENSICHERER ULTRASCHALLSENSOR Pepperl+Fuchs erweitert sein Produktportfolio im Bereich der Fabrikautomation mit dem Ultraschallsensorsystem USi-safety. Die nach EN ISO 13849-1 Kategorie 3 PL d zertifizierte Sensortechnologie dient zur Absicherung von Gefahrenbereichen sowohl an mobilen Arbeitsmaschinen wie Robotern und Flurförderzeugen als auch an Maschinen und Anlagen. Dabei schützt der berührungslos wirkenden USi-safety Menschen und Objekte vor möglichen Gefahren und Kollisionen. Bis zu zwei kleine, frei positionierbare Ultraschallsensoreinheiten können flexibel und geometrisch unabhängig von der Elektronik positioniert, angeschlossen und parametriert werden. Dabei ist die Schutzfunktion bereits mit nur einer Sensoreinheit, also ohne Redundanz, gegeben. Der Sensor lässt sich in beengte Bauräume integrieren und erfasst zuverlässig in einem elliptischen, dreidimensionalen Schallfeld bis zu 2,5 m bewegte und unbewegte Objekte beliebiger Form, Farbe oder Oberfläche. Weder Schmutz oder Temperatur noch Luftströmung oder Feuchtigkeit beeinflussen die Funktion. www.pepperl-fuchs.com www.derkonstrukteur.de DER KONSTRUKTEUR 2021/05-06 51

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