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DER KONSTRUKTEUR 5-6/2021

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DER KONSTRUKTEUR 5-6/2021

SPECIAL SPECIAL

SPECIAL SPECIAL ROBOTIK

ROBOTIK VORTEILE AUF GANZER LINIE Geht es um die Automatisierung industrieller Prozesse, wird schnell der Ruf nach Gelenkarm-Robotern laut. Doch nicht für alle Anwendungen sind sie die optimale Lösung. Vor allem bei höheren Anforderungen hinsichtlich Reichweite, Tragfähigkeit, Dynamik oder Bauraum gibt es sowohl technisch als auch wirtschaftlich attraktive Alternativen. So sind Mehrachssysteme in vielen Fällen gegenüber den klassischen 6-Achs-Robotern klar im Vorteil. Das eröffnet neue Wege für die Industrieautomation. Dass Automatisierung der Schlüssel zu mehr Effizienz, Flexibilität und Produktivität ist, ist längst eine Binsenweisheit. Weit weniger bekannt dagegen ist der Fakt, dass es dafür nicht unbedingt eines Roboters bedarf. „Für die meisten Unternehmen ist Automatisierung gleichbedeutend mit Roboterisierung“, sagt Andreas Kaiser, Vertriebsleiter Linearachsen bei Rollon, und ergänzt: „Roboter bieten ohne Frage viele Vorteile und sind in zahlreichen Anwendungen eine gute Wahl, doch ein Universalmittel sind sie keineswegs.“ Insbesondere wenn es um sehr lange Verfahrwege, schwere Lasten, große Arbeitsräume oder beengte Platzverhältnisse geht, kommen die Klassiker unweigerlich an ihre Grenzen. Wer seine Prozesse automatisieren möchte, sollte sich daher immer die Frage stellen: Muss es unbedingt ein Roboter sein? Erfordert die Aufgabe nicht zwingend den Einsatz eines Roboters, empfiehlt es sich, über Alternativen nachzudenken. So ist eine Kombination von Linearbewegungen in vielen Fällen die technisch sowie wirtschaftlich bessere Wahl. Autor: Jörg Lillpopp, Leiter Vertrieb & Technik, Rollon GmbH, Düsseldorf FÜR LANGE DISTANZEN, SCHWERE LASTEN UND ENGE BAURÄUME Ihre Stärken spielen Mehrachssysteme vor allem bei höheren Anforderungen hinsichtlich Dynamik, Reichweite, Tragfähigkeit oder Bauraum aus. Müssen etwa große Entfernungen überbrückt werden, bringen feststehende Roboter naturgemäß ein gewisses Handicap mit. Hier sind Linearachsen klar im Vorteil. Mit Zahnstangenantrieb ausgestattet, können sie potenziell unendliche Hübe überwinden und sich so mühelos zwischen verschiedenen Prozesspunkten und Bearbeitungsstationen hin und her bewegen. „Ein einzelner Roboter könnte dies nicht leisten“, so Andreas Kaiser und erläutert: „Um die gleiche Automatisierungsaufgabe wie ein einziges lineares Handlingsystem zu erledigen, müsste ein ganzes Team von Robotern zum Einsatz kommen. Diese wiederum würden sowohl mehr Platz in Anspruch nehmen als auch die Kosten in die Höhe treiben.“ Ein ähnliches Bild ergibt sich, wenn auf der vertikalen Z-Achse schwere Lasten bewegt werden www.derkonstrukteur.de DER KONSTRUKTEUR 2021/05-06 55

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