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Der Konstrukteur 6/2022

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Der Konstrukteur 6/2022

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK DIE ANWENDUNG STEHT BEI UNS IM FOKUS Bei der Füllstandmessung mit Radar hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Mit der 80 GHz-Technologie kann ein Großteil der Anwendungen deutlich einfacher realisiert werden. Deshalb wollten wir diesen Weg konsequent weitergehen. Mit der Entwicklung eines eigenen Radar-Chips auf der Grundlage von mehr als 1 Million erfolgreichen Anwendungen ist es uns gelungen, die Füllstandmessung mit Radar umzukrempeln. In Zukunft wird es nur noch einen Radarsensor geben, den Vegapuls 6X, der über die Anwendung definiert wird. Mit 80 GHz werden dabei über 90 % aller Anwendungen abgedeckt. Für die restlichen Spezialfälle stehen die tieferen Frequenzen von 26 und 6 GHz zur Verfügung – der Anwender braucht sich darüber aber keine Gedanken machen. JÜRGEN SKOWAISA, Produktmanager bei VEGA Skowaisa das Ergebnis. „In diesem Umfang und seiner Funktionalität ist der Chip weltweit eine Besonderheit.“ Es zeichnen ihn sein geringer Energieverbrauch, seine hohe Empfindlichkeit, die skalierbare Architektur und universelle Einsetzbarkeit aus. Ganz ohne zusätzliches Kabel lassen sich das Antennensystem und der Chip direkt miteinander verbinden. MIT BLICK AUF MENSCH UND PROZESS Neben den technischen Highlights setzte sich das Vega-Radarteam von Beginn an mit Fragen auseinander, die weit über die Produktgestaltung hinausgingen: Wie wirkt sich die Technik langfristig auf die Menschen aus, die sie anwenden? Wie kann deren Arbeit vereinfacht werden? Welche zukünftigen Ziele der Industrie lassen sich damit umsetzen oder neu verwirklichen? Mit dieser neuen Herangehensweise entstanden die Impulse, die den Vegapuls 6X anders machen. Mit Blick auf die Menschen und die Prozessbedingungen ihrer Anwendungen sind andere Schwerpunkte in den Fokus gerückt. Dazu gehören Herausforderungen bei der Nutzung, wie der Druck, immer effizienter sein zu müssen, komplizierte Bedienverfahren oder Zeitdruck allgemein. Die eigentliche Aufgabe von Füllstandsensoren ist es, Anwendern eine Hilfe zu sein und ihnen das Überwachen ihrer industriellen Prozesse zu erleichtern. Oft machen sie Prozesse zwar kontrollierbarer und effizienter, doch hinter ihrer prinzipiell einfachen Bedienbarkeit bleibt eine Komplexität bei der Auswahl, die die Nutzung erschwert. Die Konsequenz, die Vega mit dem Vegapuls 6X daraus gezogen hat, fasst Produktmanager Jürgen Skowaisa mit zwei Worten zusammen: „Maximal vereinfachen.“ Er vergleicht: „Gab es bislang viele Sensoren für eine Anwendung, so gibt es mit dem Vegapuls 6X heute stattdessen einen Sensor für alle Anwendungen.“ Schon die Inbetriebnahme sei mit wenigen Klicks oder Rahmendaten auf das Minimum reduziert worden. „Mit den Einstellungen ab Werk können unsere Kunden sogar einen bis ins Detail eingestellten Sensor bestellen, der nur noch montiert und angeschlossen werden muss. Einfacher geht es nicht“, sagt Skowaisa. PRODUKTE UND ANWENDUNGEN 03 04 03 Der neu entwickelte Radar-Chip setzt neue Maßstäbe in punkto Leistung und Sicherheit 04 Ganz gleich, ob Flüssigkeit oder Schüttgut, Hochtemperatur, Druck, Staub oder extremer Lärm: Der Radarsensor liefert unter allen Prozessbedingen sichere Messwerte IMMER DIE RICHTIGE SENSORAUSFÜHRUNG Mit dem Vegapuls 6X hat Vega ihre Radarmesstechnik durch vier wichtige Innovationen komplettiert: Mehr Sicherheit und Selbstdiagnose, neue Radar-Chiptechnologie, neue Anwendungsmöglichkeiten und einfachere Bedienung. „Darüber hinaus“, betont Jürgen Skowaisa, „hat die Technik heute insgesamt einen so hohen Stand erreicht, dass nicht die sichere Funktion der Knackpunkt ist, sondern eigentlich nur noch die falsche Sensorwahl ein Risiko darstellen kann.“ Durch die neue Herangehensweise des Vegapuls 6X, biete Vega in praktisch allen Fällen verlässlich immer die richtige Sensorausführung für die jeweilige Anwendung, während für den Rest an Spezialanwendungen weiterhin die erfahrenen Anwendungstechniker zur Verfügung stünden. „Über die Technik, Frequenz oder Ausführung braucht sich der Anwender also in Zukunft keine Gedanken mehr machen – die Messung funktioniert einfach.“ Bilder: VEGA Grieshaber KG www.vega.com 24 DER KONSTRUKTEUR 2022/06 www.derkonstrukteur.de

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK KONTAKTLOS KOMMUNIZIEREN IN INDUSTRIE-4.0-ARCHITEKTUREN Die berührungslosen magnetostriktiven Hyperwave-Wegaufnehmer von Gefran bieten vielfältige Optionen für den Direkteinbau in kundenspezifische Konstruktionen. Neben einem Encoder-Profil vr.4.2. class 4 für bis zu 16 Magnete zählen dazu individuelle Totzonen-Anpassungen sowie weitere Schnittstellen – darunter analog 4...20mA/0-10V, IO-Link, Canopen und Profibus. Die Sensoren in Stab- und Profilbauform mit Profinet-Schnittstelle sind dank einer Druckfestigkeit bis 350 bar prädestiniert für den Einbau in Hydraulikzylinder. Diagnosefunktionen erkennen und melden Anomalien im Stromversorgungssystem, das Überschreiten der zulässigen Umgebungsbzw. Arbeitstemperatur, eine falsche Parametrierung bei der Inbetriebnahme oder auch das Fehlen eines magnetischen Cursors im Arbeitsbereich. Damit liefern die verschleißfreien, auf eine Auflösung bis 0,5 µm ausgelegten Sensoren wichtige Informationen für die vorbeugende Wartung. Die hohe Eigenfertigungstiefe verspricht zudem kurze Lieferzeiten. www.gefran.com HYGIENIC DESIGN. DER PMS AUS EDEL- STAHL. FLEXIBEL ANPASSBAR UND REICHWEITENSTARK Die optoelektronischen Lichtleitersensoren Optocontrol CLS1000 von Micro-Epsilon wurden für Positionskontrollen sowie Lage- und Anwesenheitserkennung entwickelt. Das Messsystem kombiniert hochwertige Glasfaser-Lichtleitersensoren mit einem starken CLS1000 Controller. Durch die hohe Lichtstärke und Auflösung werden Tast- und Reichweiten bis 2000 mm erreicht. Die Inbetriebnahme erfolgt über das Oled-Display des Controllers und Teach-In-Modi. Um das Messsystem exakt an die Aufgabe anpassen zu können, stehen fünf Controller-Ausführungen mit einer Vielzahl an Ausgangs- und Triggerfunktionen zur Verfügung. Optocontrol CLS1000 eignet sich unter anderem für die Bahnkantensteuerung in der Verpackungs- und Papierindustrie, zur Anwesenheitserkennung von Objekten in der Medizintechnik, bei der Produktion von Mikrochips sowie zur Positions-, Abstands-, Lage- und Größenerkennung. www.micro-epsilon.com IO-LINK PORTFOLIO ERWEITERT Murrelektronik hat sein IO-Link-Portfolio um die IP67-Feldbusmodule MVK Pro und Impact67 Pro erweitert. Die kompletten Neuentwicklungen haben acht multifunktionale Master-Ports, können dank L-kodierter M12-Steckverbinder auch hohe Ströme realisieren und bedienen die Ethernet-Protokolle Profinet, Ethernet/IP und Ethercat. Auch die feldbusunabhängige Nutzung ist via OPC UA, MQTT, JSON Rest Api möglich – dank des bereits integrierten Standardized Master Interface (SMI). In Summe reduziert das Kosten, erhöht die Produktivität, bietet neue Möglichkeiten bei Service und Wartung, minimiert die Installations- und Inbetriebnahmezeiten und ersetzt aufwendig verdrahtete und raumgreifende Schaltschränke. Die neuen Module liefern außer den reinen Prozessdaten (I/Os) auch zusätzliche Diagnosedaten (Spannung, Stromstärke und Temperatur) zu den jeweiligen Ports und dem gesamten Modul. So erkennen Betreiber Anomalien und optimieren über die Datenanalyse ihre Prozesse. www.murrelektronik.de PMS Der neue Ultraschallsensor pms aus Edelstahl ist mit seinem intelligenten Hygienic Design prädestiniert für anspruchsvolle Aufgaben in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie. + 4 Tastweiten: von 20 –1.300 mm + 3 Ausgangsstufen: Push-Pull-Schaltausgang mit IO-Link oder Analogausgang + 2 Gehäusevarianten: D12-Adapterschaft und D12-Bajonettverschluss microsonic.de/pms

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