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DER KONSTRUKTEUR 6/2026

DER KONSTRUKTEUR 6/2026

SPECIAL ENERGIE

SPECIAL ENERGIE DIAGNOSEPUNKTE VON ANFANG AN MITDENKEN SPECIAL Hydraulikanlagen zeigen im Betrieb häufig Abweichungen, deren Ursachen ohne definierte Messpunkte schwer zu lokalisieren sind. Messkupplungen schaffen hier klar zugängliche Diagnoseschnittstellen für Druck, Fluidproben oder Entlüftung. Bereits in der Planungsphase berücksichtigt, erleichtern sie Inbetriebnahme, Fehlersuche und vorbeugende Wartung. Ergänzt um fest installierte Sensoren, bilden sie ein durchgängiges Diagnosekonzept aus punktueller Prüfung und kontinuierlicher Zustandsüberwachung. 42 DER KONSTRUKTEUR 2026/02 2026/06 www.derkonstrukteur.de

SPECIAL ENERGIE Wenn die Hydraulikanlage bei der Inbetriebnahme oder im Feld anders reagiert als erwartet, beginnt die Suche nach der Ursache. Ist es die Pumpe, ein zugesetzter Filter oder ein klemmendes Ventil? Es gibt viele Möglichkeiten. Ohne definierte Messpunkte bleibt die Diagnose oft eine Mischung aus Erfahrung, Vermutung und aufwendiger Demontage von Systemteilen. „Genau hier setzen Messkupplungen an“, sagt Andreas Toporowsky, Teamleiter des Technical Competence Centers (TCC) bei Stauff Deutschland. „Sie sind keine spektakulären Hightech-Komponenten, sondern kleine, unscheinbare Bauteile, mit denen sich Hydraulikanlagen von Beginn an mit klaren Diagnosepunkten ausstatten lassen.“ Wer sie bereits in der Planungsphase berücksichtigt, erleichtert nicht nur die Inbetriebnahme und das Auslesen von Fehlern bei Störungen in der Anwendung, sondern schafft auch die Grundlage für vorbeugende Wartung mit dem Ziel eines wirtschaftlichen Betriebs. „Davon abgesehen unterstützen Diagnosemöglichkeiten auch die Optimierung des Systems im Konstruktionsprozess“, so Toporowsky. AUFBAU UND FUNKTIONEN VON MESSKUPPLUNGEN Typische Messkupplungen - etwa aus dem Programm Stauff Test 20 - verfügen über unterschiedliche Anschlussgewinde zur dauerhaften Montage an der Maschine, zum Beispiel in einem Hydraulikblock oder in einer Rohrleitung. Die andere Seite bietet ein genormtes Adaptionsgewinde, auf das Messschläuche oder Adapter werkzeuglos aufgeschraubt werden. Im Inneren sitzt ein Rückschlagventil, das entweder als Kugel- oder als Kegelventil ausgeführt ist. Wird ein Gegenstück angeschlossen, drückt es die Kugel beziehungsweise den Kegel gegen die integrierte Feder zurück, sodass sich das Ventil öffnet und das Betriebsmedium zum Messgerät strömen kann. Die Verbindung dichtet dabei sicher ab, ohne dass Flüssigkeit austritt oder Luft eingeschlossen wird. So wird eine sichere Abdichtung der Verbindung erreicht, ohne dass Flüssigkeit austreten oder Luft eingeschlossen werden kann. Über eine solche Schnittstelle lassen sich im laufenden Betrieb DIAGNOSEFÄHIGKEIT GEHÖRT INS KONZEPT, NICHT INS NACHRÜSTPROGRAMM Autorenvor- und zunamen, inkl. Titel und Posistion im Unternehmen Boris mit Mette, Firmenadresse Head of Marketing hier noch Communication, ergänzen. STAUFF Deutschland, Werdohl verschiedene Aufgaben durchführen: die Messung des Betriebsdrucks mit analogen oder digitalen Manometern, die Bestimmung des Differenzdrucks über zwei sinnvoll angeordnete Messpunkte - etwa vor und nach Filtern oder Ventilen -, die Entnahme von Fluidproben, um den Verschmutzungsgrad festzustellen, sowie die Entlüftung des Systems nach Inbetriebnahme oder Wartungsarbeiten. Für Temperaturmessungen sind sie hingegen nur bedingt geeignet, da das Medium auf dem Weg durch den engen Kupplungskanal abkühlt, sodass sich keine verlässlichen Werte messen lassen. Das Stauff-Portfolio beinhaltet hierfür Temperatursensoren, die in das Medium „eintauchen“. Auch für Volumenstrommessungen sind über Messkupplungen angeschlossene Prüfgeräte ungeeignet. Stauff bietet hierfür Durchflussmessturbinen an, die in die Leitung integriert werden. DIAGNOSEPUNKTE IM SCHALTPLAN VORSEHEN Für den Experten von Stauff steht außer Frage, dass Messkupplungen als Bausteine eines Diagnosekonzepts sinnvoll sind. Andreas Toporowsky: „Entscheidend ist vielmehr die Frage, wo www.derkonstrukteur.de DER KONSTRUKTEUR 2026/06 43