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DER KONSTRUKTEUR 9/2021

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DER KONSTRUKTEUR 9/2021

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK PRODUKTE UND ANWENDUNGEN SCHALTSCHRANK- ÜBERWACHUNG 4.0 Das Temperaturmanagement in Schaltschränken ist oft eine Herausforderung für Konstrukteure. Hitzegefahren durch falsch angeordnete Geräte oder ungünstige Belüftung können sie meist im Vorfeld minimieren, doch bei externen Einflüssen und Geräteanomalien ist spezifisches Condition Monitoring gefragt. Wer Sensordaten über Ethernet im IIoT verarbeiten will, setzt am besten auf eine smarte Lösung, die wir Ihnen hier vorstellen. 20 DER KONSTRUKTEUR 2021/09 www.derkonstrukteur.de

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK In Schaltschränken können erhöhte oder unregelmäßige Temperaturverhältnisse zu Leistungsverlust oder gar dem Ausfall einzelner Geräte führen. Mit einer höheren Geräte- bzw. Energiedichte im Schaltschrank vermehrt sich unweigerlich auch die Verlustleistung. Gemeint ist der Teil des aufgenommenen Stroms, der nicht prozessrelevant abgegeben wird, sondern bei elektronischen Geräten in Form von Wärme. Sind die Komponenten eines Schaltschranks dann so angeordnet, dass sich Hotspots (Wärmenester) bilden oder kaum kühle Luft strömen kann, entstehen gleich mehrere Risiken: Präzise Messgeräte werden gegebenenfalls ungenau, Komponenten haben eine geringere Lebensdauer oder fallen schlimmstenfalls dauerhaft aus. Besonders hitzeanfällig sind komplexe Systeme wie Steuerungen. Die meisten SPSen haben eine maximale Betriebsumgebungstemperatur von 55 °C. Diese liegt gerade einmal 15 °C über dem „Wohlfühlklima“ vieler Schaltschränke. ANOMALIEN ERKENNEN Schon beim Bestücken eines Schaltschranks lassen sich wärmeinduzierte Risiken auf ein gewisses Maß reduzieren. Geräte in Blöcken von moderater Größe zusammenfassen, Luftbarrieren durch ungünstig verlegte Kabel oder Kabelkanäle vermeiden und wärmesensitive Komponenten möglichst weit unten einbauen – mit solchen Strategien schaffen Anwender gute Voraussetzungen. Trotz optimaler Topologie oder gar der Ventilation mithilfe von Klimaanlagen ist es aber sinnvoll, die klimatischen Verhältnisse im Schaltschrank permanent elektronisch zu überwachen. So bemerken Instandhalter frühzeitig Anomalien, um Fehlfunktionen zuvorzukommen, insbesondere auch in Außenbereichen, wo die Witterung als externer Faktor hinzukommt. Klaus Ebinger, Leiter Produktmanagement Interfactechnik, Hans Turck GmbH & Co. KG, Mülheim WHITEPAPER: HOTSPOTS IM SCHALTSCHRANK VERMEIDEN Erfahren Sie mehr über kluges Schaltschrankdesign – mit fünf Strategien, mit denen sich Gefahren minimieren und Energie bei der Belüftung oder Klimatisierung sparen lassen: bit.ly/WhitepaperTurck www.derkonstrukteur.de DER KONSTRUKTEUR 2021/09 21

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