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DER KONSTRUKTEUR 9/2021

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DER KONSTRUKTEUR 9/2021

KONSTRUKTION 2030

KONSTRUKTION 2030 MAGISCHER DRAHT Wiegand- Sensoren mit Puls-Waves MENSCHEN UND MÄRKTE Was hat Posital als Drehgeberhersteller mit dem Trendthema Energy Harvesting zu tun? Wir haben uns vor gut 15 Jahren dem Energy Harvesting per Wiegand-Effekt verschrieben. Mit einem nach einem Patent des Erfinders John Wiegand speziell konditionierten Draht aus Vicalloy ist es uns gelungen, Multiturn-Encoder zu bauen, die auch im stromlosen Zustand die Bewegungen der drehenden Welle ohne Batterien oder Getriebe erfassen. Der in eine Kupferspule eingebettete haarfeine Wiegand-Draht reagiert auf das sich veränderte Feld eines externen Permanentmagneten. Jede Rotation quittiert unser Wiegand-Sensor, den wir zur millionenfach gefertigten SMD-bestückbaren Energy-Harvesting-Komponente weiterentwickelt haben, mit einem durch Ummagnetisierung erzeugten elektrischen Puls. Mit 200 nJ liefert er genügend DIE WIEGAND-TECHNIK BIETET JEDE MENGE POTENZIAL Energie, sodass die Zählelektronik auch ohne externe Power auf dem Posten bleibt. Anfang 2014 ging in unserem F&E-Zentrum das Wiegand Technology Center ans Netz. Hier fertigen wir den speziellen Draht auf Original-Maschinen und nach Rezepturen des US-Erfinders – und entwickeln die Technik weiter. Neben Drehgebern sind Wiegand-Sensoren längst auch in Gas- und Wasser-Durchflussmessern eine feste Größe. Was steckt hinter der „Wiegand-2.0“-Initiative, die Sie gestartet haben? Wir wollen die Wiegand-Technik noch stärker im Pool der klassischen Energy-Harvesting-Systeme wie Solar, Piezo oder Thermoelektronik etablieren. Im Juli haben wir mit Ubito ein Start-Up ins Rennen geschickt, das komplett neue Applikationen für den ‚magischen’ Draht aufspüren soll. Neben Energiegewinnung stehen auch Signalerzeugung sowie drahtlose Übertragung elektrischer Energie im Fokus. Getragen wird unser Engagement von zwei richtungsweisenden Forschungsinitiativen – beide mit je einer Mio. Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ziel des ersten Projektes ist u. a., die Wiegand-Sensoren noch robuster und kostengünstiger 8 DER KONSTRUKTEUR 2021/09 www.derkonstrukteur.de zu machen. Beim zweiten Projekt steht die signifikante Erhöhung der Energieausbeute im Mittelpunkt. Es geht darum, genügend Energie für die drahtlose Kommunikation von Sensoren zu erzeugen. Ziel ist, konkrete Prototypen von autark funkenden IoT-Sensoren zu präsentieren. Wo geht die Reise hin? Welche Anwendungen haben Sie auf dem Schirm? Schon jetzt haben wir mit eigensicheren Näherungsschaltern ein neues Feld für Wiegand-Sensoren gefunden. Bei künftigen vielversprechenden Applikationen reicht das Spektrum neben IoT vom niederfrequenten drahtlosen Laden bis zu transkutaner Energieversorgung für implantierbare medizinische Geräte, etwa bei Herzschrittmachern. Pioniergeist ist gefragt – wie schon bei unserem Start in das spannende Wiegand-Thema. Bilder: Posital-Fraba www.posital.com DR. MICHEAL LÖKEN, Leiter des F&E-Zentrums von POSITAL-FRABA, Aachen

ZUGANG ZU BREITEM INDUSTRIE-4.0-ÖKOSYSTEM MicroStep Europa und Eckelmann wollen gemeinsam Industrie-4.0- Konzepte für die Blechbearbeitung voranbringen. Erstes Ergebnis der Technologie- und Innovationskooperation ist eine Faserlaserschneidmaschine. Die Baureihe MSE SmartFL ist bereit zur Nutzung der herstellerübergreifenden europäischen IIoT-Vernetzungslösung IndustryFusion. Die Open-Source-Vernetzungslösung für Smart Factories und Smart Products erlaubt eine Verknüpfung von Maschinen, Fabriken und Cloud-Plattformen. IndustryFusion soll Unternehmen befähigen, ihre Fertigung zu digitalisieren und Zugang zu einem breiten Industrie- 4.0-Ökosystem schaffen, das von der Vielfalt mittelständischer Akteure lebt. In diesem Sinne ist auch eine Nutzung mit FactoryWare MMS möglich. Das hersteller- und technologie-unabhängige Machine Management System von Eckelmann bietet mittelständischen Blechbearbeitern einen einfachen Einstieg in die Digitalisierung und Vernetzung von Maschinen. www.eckelmann.de SCHAEFFLER HEBT PROGNOSE AN Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat seine Zwischenmitteilung für die ersten drei Monate des Jahres 2021 vorgelegt. Im Berichtszeitraum lag der Umsatz der Schaeffler Gruppe bei 3,56 Milliarden EUR (Vorjahr: 3,281 Milliarden EUR). Der währungsbereinigte Anstieg um 11,2 % ist vor allem auf die deutliche Erholung der Sparte Automotive Japanese quality – trusted worldwide since 1921 Bearings for productivity Technologies zurückzuführen, nachdem die Umsatzentwicklung in der Vorjahresperiode aufgrund der Coronavirus- Pandemie durch eine stark rückläufige Automobilproduktion belastet war. Die Umsatzerlöse der Sparten Automotive Aftermarket und Industrial stiegen währungsbereinigt im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4 beziehungsweise 3,9 % an. Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG: „Das starke erste Quartal 2021 versetzt uns in die Lage, unsere Prognose für das laufende Jahr 2021 trotz der bestehenden Unwägbarkeiten nach oben anzupassen.” www.schaeffler.com Get to know our bearings at www.koyo.eu Automotive components Bearings Machine Tools / Mechatronics

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