BOHRUNGEN UND LOCHUNGEN WEITGEHEND AUTOMATISIERT SCHALTSCHRANKBAU NEU GEDACHT PRODUKTE UND ANWENDUNGEN Die einen verwalten die Krise, die anderen das Wachstum. Trips gehört zu den Letzteren. Im neuen polnischen Werk in Krapkowice zeigt der Spezialist für Automatisierungstechnik, wie konsequente Zukunftsplanung aussieht - mit Lösungen von Eplan, Rittal und Rittal Automation Systems im Einsatz. Bei einem Besuch gibt das Unternehmen Einblick in das bereits Umgesetzte und in seine Pläne für weiteres Wachstum. Klein zu denken, ist nicht Sache von Trips. Das wird bei der Ankunft am Firmengelände in Krapkowice sofort klar. Sichtbar stolz ist man hier auf das große und hochmoderne Werk, das erst im letzten Jahr in Betrieb gegangen ist. Auf rund 4.000 m 2 werden hier mit über 80 Beschäftigten Großprojekte abgewickelt und Anlagen für Energiesektor, Maschinenbau und andere Branchen gefertigt. Hans Robert Koch, Team Lead Strategy & Brand Communications bei Rittal FÜR DIE ZUKUNFT GEPLANT Das Werk wurde auf der grünen Wiese geplant - mit viel Raum für künftiges Wachstum. Bereits bei der Planung wurde eine spätere Erweiterung auf dem 18.600 m² großen Firmengelände vorgesehen. „Wir sind startklar für die Zukunft, haben für schnelles Wachstum geplant und können auf dem Gelände unsere Fertigungsfläche noch zweimal erweitern“, betont Lukasz Kowalski, Managing Director der Trips Automatyka Polska. Wie weit man hier in die Zukunft schaut, zeigt ein Blick in den Bebauungsplan: Um die Fertigungsflächen zu erweitern, sind die 36 DER KONSTRUKTEUR 2026 / ASB www.derkonstrukteur.de
ANTRIEBSELEMENTE UND SOFTWARE IDEE VON INDUSTRIE 4.0 WIRD REALITÄT Das neue Werk von Trips im polnischen Krapkowice ist auf Wachstum ausgelegt - technisch wie organisatorisch. Im Gespräch erläutert Managing Director Lukasz Kowalski, wie durchgängig digitale Workflows die Fertigung verändern und warum er der Zukunft gelassen entgegensieht. Herr Kowalski, mit dem neuen Werk positionieren Sie sich ganz neu im Markt. Was zeichnet Trips in Polen aus? LUKASZ KOWALSKI: Unsere größte Stärke ist unser kompetentes und engagiertes Team, das seine Erfahrungen mit einem hochmodernen Produktionsansatz verbindet. Dank unserer erweiterten Wertschöpfung können wir unsere Kunden in jeder Phase ihres Projekts unterstützen - von Konzept und Planung über die Fertigung bis hin zur Inbetriebnahme. Dabei sorgen unsere automatisierten Prozesse und durchgängig digitalen Workflows für maximale Effizienz. Wie unterstützen Lösungen von Eplan, Rittal und Rittal Automation Systems Ihr Business? LUKASZ KOWALSKI: Durch Integration der Lösungen von Eplan und Rittal wird die Idee von Industrie 4.0 Realität. Wir setzen die Software von Eplan ein, um digitale Datenmodelle zu erzeugen und Maschinen per Knopfdruck anzusteuern. Das passiert schnell, genau und ohne Fehler. Durch diese Kombination aus Digital Design und Automation sind wir in Lukasz Kowalski, Managing Director bei Trips Automatyka Polska der Lage, Fertigungszeiten deutlich zu reduzieren, die Qualität zu verbessern und Kosten zu optimieren. Wie wirken sich diese Lösungen konkret auf den Arbeitsalltag aus? LUKASZ KOWALSKI: Wir brauchen uns keine Gedanken zu machen, dass etwas nicht funktioniert. Die Eplan Software läuft stabil. Bei Rittal Schaltschränken wissen wir, dass keine Qualitätsthemen entstehen. Die Qualität ist auch über große Mengen hinweg gleichbleibend sehr hoch. Beim Ausbau der Schränke mit Zubehör können wir uns immer sicher sein: Da passt alles. Unsere Kunden sind sehr glücklich über die schnelle Lieferfähigkeit bei Standardschränken. Wir können uns also ganz auf unsere Kunden und unser Wachstum konzentrieren! Die Fragen stellte die Unternehmenskommunikation von Rittal. 01 Das neue Werk in Krapkowice verfügt über rund 4.000 m² Fertigungsfläche Trassen für weitere Versorgungsleitungen bereits vorbereitet worden, ebenso die Bohrungen für die weitere Nutzung von Erdwärme. Nachhaltigkeit spielte bei der Planung eine zentrale Rolle: Erneuerbare Energien standen dabei im Vordergrund. Beheizt und gekühlt wird das neue Werk per Geothermie. In Verbindung mit einem Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung (WRG) und einer 180-kW-Dach-Photovoltaikanlage sorgt diese für eine hohe Energieeffizienz und trägt mit zur Klimaneutralität bei. MEHR PLATZ FÜR GROSSES Die Zukunftsorientierung des Standorts ist neu. Das war nicht immer der Fall: Eine Expansion am alten Fertigungsstandort in Wykroty, wo das Unternehmen seit dem Jahr 2016 im kleineren Stil fertigt, war nicht möglich. Schon vor Jahren kam es dort zu Engpässen. „Unsere Projekte sind sehr kundenspezifisch, und wir brauchen Platz, um Anlagen für Großprojekte unterzubringen“, berichtet Kowalski. „Um unsere Produktionskapazitäten zu er- 01 weitern, haben wir die neue Werkshalle so geplant, dass der Fertigungsbereich sehr modular und flexibel ist und sich je nach Kundenprojekt einfach anpassen lässt.“ Große Anlagen, Seecontainer und E-Houses sind kein Problem: Sie lassen sich einfach in die Halle einfahren, komfortabel ausrüsten und können über Wochen und Monate in der Fertigung verbleiben. www.derkonstrukteur.de DER KONSTRUKTEUR 2026 / ASB 37
Laden...
Laden...