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DER KONSTRUKTEUR ASB 2026

DER KONSTRUKTEUR ASB 2026

ANTRIEBSELEMENTE UND

ANTRIEBSELEMENTE UND SOFTWARE 02 Wo Präzision und Geschwindigkeit zählt: Bei der Schaltschrankverdrahtung ist der Anteil an Frauen besonders hoch 03 Konzentriertes, ruhiges Arbeiten: Die laute mechanische Bearbeitung der Schaltschränke ist ausgelagert und in der Haupthalle bleibt Raum für die präzise Verdrahtung der Anlagen 04 Mit dem Perforex-Bearbeitungszentrum von Rittal Automation Systems lassen sich im neuen Werk Schaltschränke und Flachteile auf Knopfdruck automatisiert bearbeiten 02 03 04 PRODUKTE UND ANWENDUNGEN HOHER AUTOMATISIERUNGSGRAD BOHR- UND FRÄSZENTRUM BEARBEITET FLACHTEILE UND GEHÄUSE IN EXTRA BEREICH Um mehr Effizienz und Qualität in die Produktion zu bringen, setzt das Unternehmen auf integrierte Automatisierungslösungen bei der Schaltschrank-Bearbeitung, Kabelkonfektionierung und Anlagenprüfung. Störende Geräusche durch Bohren und Fräsen gibt es in der Halle nicht. Es herrscht ein konzentriertes, ruhiges Arbeiten an den Schaltanlagen. Die laute mechanische Bearbeitung der Schaltschränke wurde in einen separaten Fertigungsbereich ausgelagert. Mittels eines Perforex-Bearbeitungszentrums von Rittal werden dort Gehäuse und Flachteile automatisiert bearbeitet. Kowalski berichtet: „Mit der Perforex können wir bis zu 95 Prozent aller Bohrungen und Lochungen automatisiert vornehmen.“ WORKFLOW KOMPLETT DIGITALISIERT Auch die Digitalisierung versteht das Unternehmen als ganzheitlichen Ansatz: Die digitalen Workflows reichen vom Engineering bis zum modernen Arbeitsplatz am Schaltschrank. Dort erhält das Fachpersonal über Bildschirme die genauen Informationen zu Schaltplänen und Verdrahtungswegen. Ausgedruckte Schaltpläne sind damit nicht mehr nötig: „Durch die Eplan Software und ihre Integration in die Maschinentechnik schaffen wir einen komplett digitalisierten Workflow - von der Planung bis zum fertigen Produkt“, erläutert Kowalski. Bereits im Jahr 2024 wurde das Hardware-Engineering auf Basis der Eplan Software implementiert. Mittlerweile werden so auch Inbetriebnahmen und Services abgewickelt. „Dieses umfassende Lösungsprogramm wollen wir im nächsten Jahr weiter ausrollen“, so Kowalski. AUSBILDEN STATT SUCHEN Doch die Produktion lässt sich bislang nur teilweise automatisieren. „Unsere Fertigung ist zu 90 Prozent kundenspezifisch und damit immer noch stark von Handarbeit bestimmt“, so Kowalski. Gefragt ist gut ausgebildetes Personal. „Fachkräfte sind entscheidend für den Erfolg, doch auch in Polen schwer zu finden“, meint Kowalski. Sie würden daher viel in Training und Weiterentwicklung für Ungelernte investieren. Bereits während der Bauphase des neuen Werks suchte Trips nach Mitarbeitenden und schulte sie in einem nahegelegenen Übergangswerk gezielt für die neuen Prozesse. Auch eine Kooperation mit der lokalen Technikerschule in Krapkowice wurde gestartet. Auf diese Weise können junge Menschen bei Trips ihre theoretischen Kenntnisse durch Praxis- Erfahrungen erweitern - so ähnlich wie bei der in Deutschland üblichen dreijährigen Ausbildung. GESPÜR FÜR PRÄZISION Beim Gang durchs Werk fällt der hohe Anteil an Frauen im Fertigungsprozess auf, besonders bei der Schaltschrank-Verdrahtung. Lukasz Kowalski kennt den Grund: „Viele unserer Mitarbeiterinnen verfügen über langjährige Erfahrung in der Vorfertigung, aber generell haben Frauen ein großes Gespür für Präzision, was für die Umsetzung unserer Projekte von entscheidender Bedeutung ist.“ Bilder: Rittal www.eplan.com www.rittal.de 38 DER KONSTRUKTEUR 2026 / ASB www.derkonstrukteur.de

ANTRIEBSELEMENTE UND SOFTWARE GELENKWELLEN DAUERHAFT SCHÜTZEN Die fertigungstechnischen Anforderungen an Gelenkwellen- Faltenbälge von Höhl & Westhoff gehen oft weit über die üblichen Standards hinaus. Sie schützen antriebstechnische Elemente wie Gelenk- und Kardanwellen vor Schmutz und Nässe und schließen das Schmiermittel ein, das für einen reibungsarmen Betrieb erforderlich ist. Zum Einsatz kommen sie in Antriebssystemen von Industrieanlagen, Nutzfahrzeugen oder Agrar- und Baumaschinen. Ein Gelenkwellen- Faltenbalg soll seine Aufgabe dabei möglichst zuverlässig über lange Zeit erfüllen. Der Hersteller fertigt diese Achsmanschetten daher entweder aus hochwertigem Chromleder oder speziellen Elastomeren, die sich im Dauerbetrieb unter rauen Bedingungen bewährt haben. Je nach Anwendung können die Faltenbälge zusätzlich mit Gummierungen versehen werden, die einen erhöhten Schutz vor eindringender Nässe bieten und außerdem im Freien vor UV-Strahlung schützen. Bei der konstruktiven Auslegung der Gelenkwellen-Faltenbälge berücksichtigt Höhl & Westhoff sowohl die zu erwartenden Bewegungswege des Balges - also die Geometrien der Streckung und Stauchung - als auch kundenspezifische Anforderungen für Montage und Einbau. www.faltenbalg.net NEUE BAUGRÖSSEN BEI PNEUMATIKGREIFERN Die Zimmer Group aus Rheinau erweitert ihre Greiferserien GPP5000AL und GPD5000AL um neue Baugrößen. Der 2-Backen-Parallelgreifer GPP5025AL und der Dreibacken- Zentrischgreifer GPD5016AL schließen Lücken im Baugrößenspek trum und bieten zusätzliche Flexibilität bei der Auslegung pneumatischer Greiflösungen. Die Serien zeichnen sich durch eine präzise Aluminium- Profilnutenführung aus, die im Vergleich zu herkömmlichen T-Nut-Greifern eine deutlich bessere Performance liefert. Sie ermöglicht stabile, wartungsfreie Bewegungsabläufe. Neu sind auch Long-Stroke-Varianten der Serie GPP5000AL, die bis zu 60 Prozent mehr Hub bei gleicher Baugröße bieten. Dies ermöglicht neue Anwendungen bei großen Greifwegen oder variierenden Werkstückabmessungen. Die Greifer sind nach DIN EN ISO 14644-1 für Reinraumklasse 4 zertifiziert. Die verschleißarme Aluminium-Stahl-Profilnutenführung senkt Folgekosten und Stillstandzeiten. Der GPP5025AL bietet eine ausgewogene Kraft-Gewichts-Performance im Bereich mittlerer Hub- und Kraftanforderungen. Ergänzend dazu adressiert der neue GPD5016AL als Dreibacken-Zentrischgreifer Anwendungen, bei denen eine zentrische, formschlüssige Werkstückaufnahme gefordert ist. www.zimmer-group.com FEIN ABGESTUFTE HOCHLEISTUNGSAKTUATOREN Für Baumaschinen und andere mobile Anwendungen, in denen auch Hydraulik- oder Pneumatikzylinder eingesetzt werden, erweitert Schaeffler seine Ewellix-Baureihe EMA um zwei kompakte elektromechanische Linearantriebe. Die zur Hannover Messe 2026 vorgestellten Baugrößen EMA-50 und EMA-60 decken dynamische Lasten von einer beziehungsweise zwei Tonnen ab und ergänzen die Varianten EMA-80 und EMA-100. Anwendungsfelder sind unter anderem Baufahrzeuge, die Kunststoff- und Lebensmittelindustrie sowie Handlingaufgaben in der industriellen Automation. Mit Querschnitten von 50 mm (EMA-50) und 65 mm (EMA-60) erreichen die Aktuatoren eine hohe Leistungsdichte und arbeiten ölfrei sowie wartungsarm. Drei Getriebeübersetzungen erlauben die flexible Anpassung von Kraft und Geschwindigkeit; ergänzend befinden sich Zahnriemengetriebe für höhere Verfahrgeschwindigkeiten in der Entwicklung. Über Adapter lassen sich handelsübliche Motoren inklusive Resolver-System und Bremse anbinden. Die feine Lastabstufung von ein, zwei, drei, sechs und acht Tonnen vermeidet Überdimensionierung. www.schaeffler.com UMFASSENDES UPDATE FÜR PROFILSCHIENENFÜHRUNGEN Rodriguez bietet die Profilschienenführungen der BRXH-Reihe jetzt in optimierter Ausführung an. Das Update umfasst drei zentrale Punkte: ein erweitertes Schmierkonzept, ein neues Dichtungssystem und eine höhere Genauigkeit. Damit werden Prozesse noch sicherer, während die Systemkompatibilität erhalten bleibt. Mit den Anpassungen seiner Profilschienenführungen BRXH reagiert Rodriguez auf die gestiegenen Anforderungen im Maschinenbau und in der Automatisierung. Die grundlegenden technischen Daten bleiben dabei erhalten, gezielte Optimierungsschritte erhöhen die Prozesssicherheit und sorgen für längere Standzeiten und reproduzierbare Präzision. Die Führungswagen verfügen jetzt über zusätzliche Schmierpunkte, über die das Schmiermittel innerhalb der Kugelumlaufeinheit besser und gleichmäßiger verteilt wird. Die Systeme werden weiterhin vorgeschmiert ausgeliefert. Bei Schmierung von oben sorgt ein Adapter für eine gezielte Verteilung im Wagen. Ein zentrales Element der Überarbeitung ist das neue Dichtungssystem. Standardmäßig kommen stirnseitige Doppellippendichtungen sowie Doppellippenlängsdichtungen zum Einsatz, die effektiv vor Partikeln und Verunreinigungen schützen. Optional stehen zusätzliche Varianten zur Verfügung: nicht schleifende Dichtung, zusätzliche schleifende Dichtung sowie Metallabstreifer. www.rodriguez.de www.derkonstrukteur.de DER KONSTRUKTEUR 2026 / ASB 39